Das Thema interessiert: Wie finde ich meine eigene „Work-Life-Balance“? Das zeigte sich am regen Interesse, mit dem die zahlreiche Mitarbeiter und Studierenden der TU Darmstadt den vom Arbeitskreis Gesundheit organisierten „Gesundheitstag 2010“ strömten. Was aber erwarten die Besucher von solch einem Aktionstag, warum sind sie gekommen? Was haben sie vermisst und welche Denkanstöße nehmen sie mit nach Hause? Wir haben bei einigen nachgefragt…
„Ich bin im Vorfeld mehrmals an den Plakaten vorbeigelaufen. Dann hat mir mein Vater den Flyer auch noch einmal hingelegt und gemeint: “Da kannst du mal hingehen.„ Ich habe gerade schon den Vortrag zum Thema “Motivation zur gesunden Lebensführung„ besucht. Gut, das meiste davon wusste ich schon. Aber ich finde es wirklich gut, dass es so etwas gibt, weil manche einfach nicht so die Ahnung haben, wo sie das Wissen über diese Themen herbekommen.“
„Ich bin gekommen, um mir zwei Vorträge anzuhören: Einmal über den Zusammenhang von Ernährung und Zivilisationserkrankungen und den Vortrag “Wie redest du eigentlich mit mir?„. Außerdem lasse ich mir mal den Blutzucker messen. Gut fand ich auch den Stand, an dem man das Essen und die Dips probieren konnte. Von den leckeren Brotaufstrichen habe ich mir auch gleich die Rezepte mitgenommen. Was man allerdings verbessern könnte, wäre, etwas zu trinken anzubieten. Das gab es hier nicht. Die angebotenen Rückenmassagen würde ich nicht ausprobieren, einfach weil der Massagestuhl doch zu sehr mittendrin platziert ist. Dieses eigentlich sehr ansprechende Angebot hätte man vielleicht etwas separater platzieren können.“
„Was mir aufgefallen ist, ist dass besonders Angebote wie der Ernährungsstand, die Herz-Kreislauf-Checks, die B.I.A.-Analyse und die Blutzuckermessungen sehr stark gefragt sind. Zum Teil sind die Leute sogar nur deshalb gekommen. Diese Angebote könnte man künftig auch aufstocken. Auch Seminare wie das “Qi Gong„ wurden gut angenommen, denn die Leute, die gekommen sind, sind sehr offen für alle Angebote. Vielleicht liegt das daran, dass man immer so viel hört vom sogenannten gesunden Lebenswandel und hier wird das heute wirklich praktiziert. Man bekommt handfeste Tipps, sei es durch Stände, Seminare, Übungen oder Workshops. In diesen kann man wirklich Grundlagen schaffen für die ersten kleinen Ziele. Das kam ja schon im ersten Vortrag “Work Life Balance„ gut raus: Man soll sich kleine, erreichbare Ziele setzen. Das erhöht die Motivation und bringt eher Erfolg. Auch deshalb ist so eine Veranstaltung sehr gut und wichtig.“
„Ich wollte allein deshalb auf jeden Fall dabei sein, weil ich TU-Student bin. Jetzt warte ich gerade auf die B.I.A.-Messung, die möchte ich noch machen. Der Aktionstag ist eine gute Sache, auch die Moderation war informativ, witzig und mit Pepp. Veranstaltungen wie diese sollte es auf jeden Fall auch künftig wieder geben, nur könnte man sich überlegen, ob nicht ein Ort wie das Darmstadtium geeigneter wäre. Die Mensa ist in meinen Augen nicht so gut geeignet.“
„Die Veranstaltung ist gut. Aber ich finde es schade, dass das Personal von hier kaum eine Möglichkeit hat, sich selbst einen Eindruck von den Aktionen zu verschaffen. Vieles ist voll, es gibt keine Plätze mehr. Man hätte doch auch eine Stunde für die Mitarbeiter hier freihalten können, oder? Damit wir, wenn wir Pause haben, auch ein paar Sachen anschauen können. Das sehe nicht nur ich so! Ich habe vorher mit meinen Kolleginnen immer wieder darüber gesprochen – und fast jeder denkt das Gleiche.“
„Ich bin nicht von der TU, aber mein Mann arbeitet hier und hat mir davon erzählt. Ich bin hierher gekommen, um meine Kenntnisse aufzufrischen und will die Vorträge “Gesund genießen„ und “Wie redest Du eigentlich mit mir?„ hören. Die Thematik, wie zivilisatorisch bedingte Erkrankungen entstehen durch den EIngriff der Industrie in die natürliche Ernährung, ist sehr interessant für mich. Ich will bei der Gelegenheit nämlich auch ein paar neue Argumente für Diskussionen mit meinem Mann sammeln, damit er vielleicht aus seinen alten Mustern rauskommt oder zumindest ich nicht in seine verfalle. Es ist auch sehr gut, dass in den Vorträgen so starkes Gewicht auf die Prävention gelegt wird. Oft geht es ja nur noch um die Behandlung von Symptomen. Was man auch mitnehmen kann, sind auf jeden Fall ein paar gute Literaturtipps und Adressen.“