12.03.2010
Zu der aktuell bundesweit Aufsehen erregenden Ausstellung „Joseph Maria Olbrich – Architekt und Gestalter der frühen Moderne“ auf der Darmstädter Mathildenhöhe hat auch die TU Darmstadt als Leihgeberin und Beraterin beigetragen: Die Universitäts- und Landesbibliothek hat aus ihren Beständen Tafelbände mit Entwurfszeichnungen für einen Wettbewerb im Jahr 1901 beigesteuert, in dessen Jury Olbrich mitwirkte. Die großformatigen Blätter von Charles Rennie Mackintosh und Hugh Mackay Baillie Scott für ein Musikzimmer im „Haus eines Kunstfreundes“, gemeint ist der Darmstädter Verleger Alexander Koch, wirken durch ihre delikate Farbgebung und ihren fein gezeichneten Reichtum an Details. Weitere Leihgaben sind eine zeitgenössische Landkarte des Kaiserreichs Österreich, darüber hinaus Bilder, Bücher sowie eine Lithografie des Jugendstil-Künstlers Hans Christiansen, der wie Olbrich einer der ersten Mitglieder der Künstlerkolonie war. Das Plakat zum „Illuminationsfest“ 1901 auf der Mathildenhöhe beeindruckt mit seiner schwungvollen, klar gegliederten Linienführung und warm leuchtenden Farbigkeit.
Regina Stephan, die Kuratorin der großen Olbrich-Retrospektive, war von 2000 bis 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Geschichte und Theorie der Architektur der TU Darmstadt bei Professor Werner Durth, der ebenfalls wesentliche Impulse für die Ausstellung lieferte. Stephan ist inzwischen Professorin für Architekturgeschichte an der Fachhochschule Mainz.
Die Ausstellung ist noch bis 24. Mai in Darmstadt zu sehen. Danach wandert sie nach Wien.
Zum Thema: www.mathildenhoehe.info/
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