TU im Hessischen Landtag

22.03.2017

TU im Hessischen Landtag

Diskussion zum Thema „Digital und vernetzt“ in Wiesbaden

Die TU Darmstadt hat im Rahmen eines von ihr veranstalteten „Parlamentarischen Abends“ im Hessischen Landtag am 21. März mit mehr als 20 Abgeordneten aller Fraktionen über das Thema „Digital und vernetzt – wie 4.0 wollen wir sein?“ diskutiert.

Bilder: Paul Müller

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel verwies in seiner Begrüßung darauf, dass die TU Darmstadt selbst „Teil des beschleunigten gesellschaftlichen Wandels“ sei und intensiv zu Herausforderungen der Zukunft forsche. Er verwies beispielhaft auf Energiesysteme der Zukunft, Cybersicherheit und Digitalisierung.

Die TU-Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur und Professorin für Computerphilologie und Mediävistik, Professorin Andrea Rapp, erläuterte die wachsende Bedeutung der „Digitalen Geisteswissenschaften“ in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Die technologischen Möglichkeiten, um ganze Bibliothekssammlungen als „Big Data“ zu begreifen und Inhalte und Bedeutungszusammenhänge in Textmengen systematisch analysieren zu können, machten „Forschungsdaten zu einem wertvollen Rohstoff“.

Professor Reiner Anderl, Leiter des Fachgebiets Datenverarbeitung in der Konstruktion an der TU Darmstadt, skizzierte den von Jahr zu Jahr rasanter werdenden Weg zu „Industrie 4.0“ und zur „digitalen Transformation“ aufgrund ständiger Weiterentwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnik. Es scheine, als seien immer neuen Geschäftsmodellen auf dem Weg zum Internet der Dinge, Dienste und Daten keine Phantasiegrenzen gesetzt.

Professor Ralf Steinmetz, Sprecher des TU-Profilbereichs Internet und Digitalisierung, beleuchtete, wie omnipräsent im Alltag das Netzwerk aus Web, Digitalisierung und Mobilkommunikation bereits ist und etwa das Konsumverhalten steuert.

Die Gastgeber des Abends boten den Landtags-Abgeordneten einen Überblick über die Vielzahl von Forschungsschwerpunkten und Verbundprojekten der TU mit Industrie, Bund und Land, Wissenschaftsorganisationen und Verbänden. In der anschließenden Diskussion spielten Stichworte wie massive Umstrukturierungsprozesse in der Arbeitswelt, gesellschaftliche Akzeptanz, Abhängigkeit und Grenzen der Souveränität eine wichtige Rolle.

zur Liste