Empfehlungen zur Bezeichnung von Professuren

Empfehlungen zur Bezeichnung von Professuren an der TU Darmstadt

Vorbemerkung

Bezeichnungen von Professuren sind ein wichtiges Mittel der Steuerung und der Strategieentwicklung. Die Bezeichnung einer Professur drückt die fachliche Ausrichtung der Professur nach innen und außen aus und sollte daher eindeutig, prägnant und zutreffend sein. Derzeit sind Professuren an der TU Darmstadt sehr uneinheitlich benannt. Daher werden gemeinsame Standards für alle Fachbereiche empfohlen. Diese Standards sollen bei Umbenennungen, Umwidmungen und Neueinrichtung von Professuren zum Tragen kommen. Eine Anpassung der bestehenden Bezeichnungen außer der Reihe ist nicht erfor-derlich.

Bezeichnung

  • Die Bezeichnung einer Professur sollte ihrer inhaltlichen Ausrichtung entsprechen und die tatsächlichen und gewünschten Gegebenheiten sowohl in der Forschung und wie auch in der Lehre berücksichtigen.
  • Die Bezeichnung ist kurz und prägnant zu halten.
  • Jede Professur muss eine deutsche und eine englische Bezeichnung haben.
  • Die englische Bezeichnung sollte eine genaue Übersetzung der deutschen sein.
  • Bitte in der Bezeichnung selbst nur unvermeidbare oder geläufige Abkürzungen (wie z.B. BWL oder VWL) verwenden.
  • Bezeichnungen von Professuren sollten nicht schon so weit spezialisiert sein, dass sich bei Berufungen das Bewerberfeld zu sehr einschränkt. Zugleich müssen sie im Vorfeld der Ausschreibung zu treffende strategische Entscheidungen abbilden.
  • Bezeichnungen sollen zu aktuellen bzw. angestrebten Bezeichnungen der weiteren Professuren des Fachbereichs passen.

Beispiele

FB 10 schreibt eine Professur aus, die sich mit Molekularbiologie im Allgemeinen auseinander setzen soll

  • deutsche Bezeichnung: Molekurlarbiologie
  • englische Denomination: Molecular Biology

Wenn eine Professur mehrere Themen besetzt, sollten diese mit „und“ (bzw. Kommata + „und“) verbunden werden. Soll sich der/die Inha-ber/in der Professur mit Molekularbiologie und Entzündungen im All-gemeinen – aber nicht nur der Molekularbiologie der Entzündung – auseinandersetzen:

  • Molekularbiologie und Entzündung
  • Molecular Biology and Inflammation

Spezifizierungen sollten durch einen Genitiv gekennzeichnet werden. Soll der/die Inhaber/in der Professur sich also speziell mit molekular-biologischen Aspekten von Entzündungen auseinandersetzen:

  • Molekularbiologie der Entzündung
  • Molecular Biology of Inflammation

Schwerpunktsetzungen sollten mit Gedankenstrich oder Doppelpunkt angehängt werden. Soll sich der/die Inhaber/in der Professur also mit Molekularbiologie im Allgemeinen, aber schwerpunktmäßig mit der Molekularbiologie der Entzündung auseinandersetzen:

  • Molekularbiologie – Entzündung
  • Molekularbiologie: Entzündung
  • Molecular Biology – Inflammation
  • Molecular Biology: Inflammation

Eine Bezeichnung soll maximal entweder eine Spezifizierung, Schwer-punktsetzung oder weitere Funktion beinhalten.

Umständliche sprachliche Ergänzungen wie „mit Schwerpunkt auf“, „unter besonderer Berücksichtigung von“ sind, vor allem in Kombination, zugunsten der hier vorgestellten Alternativen zu vermeiden.

Fazit

Diese Regelungen sollten sowohl bei Umbenennungen (Änderungen der Bezeichnung einer Professur ohne Änderung der inhaltlichen Aus-richtung), als auch bei Umwidmungen (Änderung der inhaltlichen Ausrichtung einer Professur) sowie bei der Einrichtung neuer Professuren (z.B. im Rahmen von SFB oder LOEWE) beachtet werden.