Systemakkreditierung

Systemakkreditierung der TU Darmstadt

Gütesiegel der AAQ
Gütesiegel der AAQ

Die TU Darmstadt trägt seit dem 24. März 2017 das Gütesiegel einer systemakkreditierten Hochschule. Die Zertifizierung erfolgte ohne Auflagen – damit gehört die TU Darmstadt zu den wenigen systemakkreditierten Universitäten in Deutschland, die das externe Prüfverfahren ohne Beanstandung durchliefen. Die Systemakkreditierung ist mit dem Selbstakkreditierungsrecht der TU Darmstadt für ihre Studiengänge (inklusive Lehramt an beruflichen Schulen) verbunden und gilt zunächst bis zum Jahr 2023. Die alternativ im Hessischen Hochschulgesetz vorgegebenen Programm- beziehungsweise Clusterakkreditierungen (Akkreditierung von einzelnen Studiengängen oder Studiengangsclustern) entfallen zukünftig.

Mit der Systemakkreditierung geht die TU Darmstadt den konsequenten Schritt, als autonome Universität noch mehr Eigenverantwortung für die Qualitätsentwicklung zu übernehmen. Das Gütesiegel bescheinigt der TU Darmstadt, dass ihr integriertes Qualitätsmanagement die externen Qualitätsanforderungen bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Studiengängen berücksichtigt und darüber hinaus in der Lage ist, die selbst gesetzten Qualitätsziele zu prüfen, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird die TU Darmstadt in ihrem Ansatz bestätigt, in ihrem integrierten Qualitätsmanagement Forschung und Lehre eng zu verknüpfen. Die Studiengänge werden mit Blick auf die strategischen Ziele der Fachbereiche und der TU Darmstadt eingeführt und weiterentwickelt. Die Umsetzung forschungsorientierter Lehre wird dadurch bestmöglich unterstützt.

Die Systemakkreditierung wurde von der Schweizerischen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (AAQ) durchgeführt.

Chronik der Systemakkreditierung

25. April 2017
24. März 2017
  • Beschluss zur Systemakkreditierung ohne Auflagen durch AAQ
30. November bis 02. Dezember 2016
  • Zweite Vor-Ort-Begehung durch die Gutachterinnen und Gutachter
23. Juni 2016
  • Erste Vor-Ort-Begehung durch die Gutachterinnen und Gutachter
März 2016
Februar/März 2016
  • Stellungnahme des Senats zum Selbstbericht
  • Vorstellung des Selbstberichts im Hochschulrat
WS 2015/16
  • Weiterentwicklung der Institutionellen Evaluation
  • Erstellung des Selbstberichts
September 2015
  • Zulassung zur Systemakkreditierung
Juli 2015
Mai 2015
  • Stellungnahme des Senats zum Antrag auf Systemakkreditierung
März 2015
  • Ausschreibung und Auswahl einer Agentur (AAQ)
November 2014
Oktober 2014

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Im Zuge der Bologna-Reform wurde mit der Programmakkreditierung ein verbindliches Qualitätssicherungsinstrument für Studiengänge, die mit einer Hochschulprüfung abgeschlossen werden, eingeführt. Die Verantwortung für die Durchführung lag bislang bei externen Akkreditierungsagenturen. Das Akkreditierungsverfahren ist allerdings u. a. wegen des hohen Aufwands und der hohen Kosten in die Kritik geraten. Seit 2008 ist es deutschen Hochschulen möglich, ihr Qualitätsmanagementsystem im Bereich Studium und Lehre im Rahmen einer sogenannten Systemakkreditierung von einer externen Agentur zertifizieren zu lassen. Die internen Strukturen und Prozesse werden dahingehend geprüft, ob sie das Erreichen der Qualitätsziele gewährleisten.

Mit der Systemakkreditierung verbindet die TU Darmstadt folgende Ziele:

  • Synergieeffekte durch Integration der externen (Re-)Akkreditierungen in die Institutionelle Evaluation. Aus mindestens zwei externen Begutachtungsverfahren (inkl. Berichten und Begehungen) je Fachbereich ca. innerhalb eines 6-Jahreszyklus wird ein Verfahren.
  • Konsequente Umsetzung forschungsorientierter Lehre durch die weitere Integration der Qualitätssicherung aller Bereiche (Begutachtung der Studiengänge auch unter strategischen Gesichtspunkten im Rahmen des Institutionellen Evaluationsverfahrens).
  • Qualitative Verbesserung externer Begutachtungen auf Studiengangebene, da Gutachterinnen und Gutachter für das Institutionelle Evaluationsverfahren auch die Studiengänge betrachten. Ausgewählte Gutachterinnen und Gutachter evaluieren somit den Fachbereich ganzheitlich und können dadurch spezifische Merkmale der TU Darmstadt in die Begutachtung der Studiengänge einfließen lassen.
  • Autonomiegewinn durch Erhöhung der Flexibilität bei Einführung und Weiterentwicklung von Studiengängen.

Nein, mit der Systemakkreditierung gelten alle Studiengänge, die die interne Qualitätssicherung durchlaufen haben, als akkreditiert. Akkreditierungen von einzelnen Studiengängen oder Clusterakkreditierungen sind nicht mehr erforderlich.

Die TU Darmstadt ist bis 30. September 2023 systemakkreditiert. Danach ist eine Re-Systemakkreditierung notwendig.

Die Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (AAQ); sie hat Erfahrung mit Systemakkreditierung und erkennt den ganzheitlichen Ansatz an, den die TU Darmstadt mit ihrem Qualitätsmanagementsystem verfolgt.

Die Gutachterinnen und Gutachter haben das integrierte Qualitätsmanagement der TU Darmstadt begutachtet und dabei seine Funktionalität überprüft. Dabei standen die Prozesse im Fokus, die die Qualität in Studium und Lehre betreffen. Das integrierte Qualitätsmanagement ist im Selbstbericht beschrieben, der für die Systemakkreditierung erstellt wurde.

Für die Systemakkreditierung der TU Darmstadt wurde von der AAQ im Dezember 2015 einesechsköpfige Kommission zusammengestellt. Die Zusammensetzung der Kommission erfolgte nach den Regeln des Akkreditierungsrates.

Die Systemakkreditierung wird als Option im Programm des Präsidiums (2014-2019) benannt. In einem intensiven Dialog innerhalb der Universität wurden Chancen und Herausforderungen einer Systemakkreditierung diskutiert. Höhepunkt des Dialogs war ein universitätsweiter Workshop im Oktober 2014, an dem mehr als 100 Mitglieder der Universität teilnahmen.

Im November 2014 nahm der Senat positiv zu dem Vorhaben Stellung und richtete eine AG ein, die das Systemakkreditierungsverfahren begleitete.

Für die Einbeziehung der Universität existierte z. B. eine vom Senat eingesetzte Arbeitsgruppe zur Systemakkreditierung, der Vertreterinnen und Vertreter aller Statusgruppen angehörten. Die AG hat bei der Erstellung des Antrags mitgewirkt und den Prozess der Selbstberichterstellung begleitet. Der Selbstbericht wurde breit mit der Universität abgestimmt und im Senat und Hochschulrat besprochen.

Im Rahmen der zweiten Vor-Ort-Begehung vom 30.11.-02.12.2016 führten die Gutachterinnen und Gutachter auch Gespräche mit Fachbereichs- und Gremienmitgliedern.

Die Stellungnahme der TU Darmstadt zum Bericht der Gutachterinnen und Gutachter wurde im Februar 2017 vom Senat verabschiedet.

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