M³ Laborgebäude

29.10.2013

M³ Laborgebäude

Standort: Lichtwiese, Gebäude L2|07

Ein neues Gebäudeensemble, ausgestattet mit hochmodernster Technik für die Untersuchung und Charakterisierung von Materialien und Substanzen unter Anwendung von Kernspinresonanz-Methoden, ergänzt fortan das Chemiequartier auf der Lichtwiese und sorgt zukünftig für allerbeste Arbeitsbedingungen auf diesem Gebiet.

Das neue Zentrum „M³ – Magnete, Moleküle, Materialien“ ermöglicht optimale Lehr- und Forschungsmöglichkeiten und kompensiert den jahrelang anhaltenden Platzmangel in den Fachbereichen Chemie sowie Material- und Geowissenschaften. Mit dem Neubau wurden ausgezeichnete Bedingungen geschaffen, die eine spezifische Materialanalyse im Bereich von biologischen, biochemischen, chemischen, physikalischen und materialwissenschaftlichen Fragestellungen ermöglichen.

Baubeschreibung und Nutzung

Das Bauensemble bildet den südlichen Abschluss der gesamten Bebauung auf der Lichtwiese. An den viergeschossigen Hauptriegel mit Labor- und Büroflächen schließt sich rückseitig eine rund fünf Meter hohe Halle an, die die hochsensiblen Geräte für die magnetischen Messverfahren beherbergt. Sie benötigen eine weitestgehend störungsfreie Umgebung, die durch den angrenzenden Waldbereich ideal gegeben ist.

Fassade mit vielen Facetten

Die mit kleinteiligen Keramikplatten überzogene Fassade des Hauptbaus wird durch umlaufende horizontale Fensterbänder gegliedert. Prägend sind hier die unregelmäßig angeordneten, von feststehenden Metallschwertern begleiteten bronzefarbenen Aluminiumpaneele, die für Blendfreiheit im Innenraum sorgen und mit der strukturierten Keramikfassade ein sich stetig änderndes Lichtspiel darbieten.

Hochmoderne Technik für störungsfreies Arbeiten

Die eingeschossige, stützenfreie Laborhalle ist bis auf die opaken Oberlichtbänder vollständig geschlossen, um die angeforderten Raumkonditionen halten zu können. Zusätzlich sorgt eine leistungsfähige Klima- und Lüftungsanlage dafür, dass sowohl in der Halle als auch in den Laboren stets konstante Arbeitsbedingungen herrschen. In der Fassade finden sich zusätzlich Spezial-Klappen, die im Störungsfall für den notwendigen Druckausgleich in der Halle sorgen. Über der mittig eingeschobenen Steuerungszentrale wird in einer roten Blase das anfallende Helium gesammelt und automatisch zur Rückgewinnung in Gasflaschen abgefüllt.

Um eine langfristige Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen, wurde eine variable Raum- und Technikstruktur umgesetzt, die je nach Bedarf zu größeren oder kleineren Einheiten zusammengefasst werden kann.

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