Bauliche Entwicklungsplanung

Bauliche Entwicklungsplanung

Aktuelle Grundlage der baulichen Entwicklungsplanung ist eine Studie der HIS- Hochschul – Informations – System GmbH aus dem Jahr 2012. Die Untersuchung stellt eine Fortschreibung der Studie zur „Baulichen Entwicklung für den Wissenschaftsstandort Darmstadt“ aus dem Jahr 2003 dar, die insbesondere an die geänderten Anforderungen der reformierten Studiengänge und der neuen Forschungs- und Drittmittelprojekte der TU Darmstadt angepasst wurde.
Ausgangsbasis ist jeweils eine Bedarfsbemessung für sämtliche Organisationseinheiten der TU Darmstadt; Fach- und Studienbereiche, zentrale Einrichtungen und Verwaltung. Im Rahmen einer Flächenbilanzierung wurde der ermittelte Bedarf, differenziert nach Raumnutzungsarten dem Bestand gegenübergestellt (Soll/-Ist- Vergleich) und entsprechende Unterbringungsszenarien für die Zukunft formuliert.

Das Ergebnis stellt die Basis für ein Standortentwicklungskonzept dar, dessen primäres Ziel es ist, zusammenhängende Einheiten zu konzentrieren und damit im Zuge dessen eine quantitative und qualitative Optimierung der Funktionen und Flächendispositionen an folgenden Standorten zu erreichen:

• Stadtmitte Nord: Informatik, Mathematik, Physik
• Stadtmitte Mitte: Geisteswissenschaften (FB 1+3)
• Stadtmitte/Schloss: Geisteswissenschaften (FB 2)
• Stadtmitte Süd: Elektrotechnik
• Botanischer Garten: Biologie und Geowissenschaften
• Lichtwiese: Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie, Maschinenbau, und Materialwissenschaften

Die HIS-Studie stellt somit in erster Linie ein Unterbringungs- bzw. Nutzungskonzept und erst in zweiter Linie ein Bauprogramm dar. Die TU Darmstadt orientiert seit dem Jahr 2003 die Konkretisierung ihrer weiteren Raum- und Bauplanung an den in der HIS-Studie formulierten Zielen. Seit der Autonomie der TU Darmstadt in Grundstücks- und Bauangelegenheiten im Jahr 2005 und mit Hilfe des Landes-Hochschulbauprogramms HEUREKA konnten bereits einige Zielsetzungen wie beispielsweise die Zusammenführung des Fachbereichs Humanwissenschaften und die Schaffung einer zentralen Standortbibliothek in der Stadtmitte erreicht werden.

Die Zusammenführung der dezentralen Teilbibliotheken in zwei Neubauten sowohl an den Standorten Stadtmitte und Lichtwiese (Neubau Universitäts- und Landesbibliothek, Fertigstellung 2012 und Hörsaal- und Medienzentrum, Fertigstellung 2013) stellt einen wesentlichen Meilenstein auch in der Umsetzung des HIS-Studie dar. Die im Bestand freiwerdenden Flächen werden nach Durchführung von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zur Deckung des Flächenbedarfs der angrenzenden Fachbereiche und zur Schaffung von Lernräumen genutzt.

Planerwerkstatt Lichtwiese

Die Lichtwiese wurde Mitte der sechziger Jahre als Erweiterungsgebiet erschlossen, um die relativ engen Grenzen des Areals in der Stadtmitte zu verlassen und den damaligen Wachstumsprognosen entsprechen zu können. Aus diesen Erwartungen heraus wurde ein enormer Flächenbedarf für die künftige Entwicklung der Hochschule abgeleitet und planerisch festgeschrieben. Ende der achtziger Jahre wurden diese Vorstellungen neu überdacht.

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