physikhörsaalgebäude

Physikhörsaalgebäude

Fassade Physikhörsaalgebäude, Bild: Nikolaus Heiss
Fassade Physikhörsaalgebäude, Bild: Nikolaus Heiss

Baubeschreibung
Das Physik-Hörsaalgebäude (S2/06) in der Hochschulstraße 6 entstand 1955 nach Plänen der Architekten G. Koch und W. Lehnert als Ersatz für den kriegzerstörten Vorgängerbau aus dem Jahr1904 (Architekt Friedrich Pützer). Für die damalige Zeit war es ein derart moderner und exemplarischer Bau, dass Ernst Neufert ihn als Beispiel über mehrere Auflagen in sein Standardwerk „Bauentwurfslehre“ aufnahm. In den 1950´iger Jahren wurde der Hörsaal mit seinen 530 Sitzplätzen auch als Konzertsaal genutzt, da es im kriegszerstörten Darmstadt wenig Raum für kulturelle Veranstaltungen gab. Im Hörsaal sind daher alle Materialien, wie Verkleidungen und Bestuhlung auf gute Sprachverständlichkeit bei Vorlesungen und gleichzeitig für Konzerte ausgelegt. Seit August 2010 steht das Gebäude als herausragendes Beispiel für die Architektur des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg unter Denkmalschutz

Eingang Physikhörsaalgebäude, Bild: Nikolaus Heiss
Eingang Physikhörsaalgebäude, Bild: Nikolaus Heiss

Anlass
Nach mehr als 50-jähriger Nutzung ist eine grundlegenden Sanierung und Anpassung an den Stand der Technik einschließlich brandschutztechnischer Ertüchtigung erforderlich. Darüber hinaus muss eine Schadstoffsanierung in den Foyerbereichen durchgeführt werden. Für das Projekt erhält die TU Darmstadt im Rahmen des Konjunkturpakets II zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Euro. Wegen seiner Flexibilität, Ausstattung und Eignung für die Experimentalphysik wurde der Hörsaal bis heute sehr intensiv genutzt und dadurch die Ausstattung zum Teil auch in Mitleidenschaft gezogen. Als Ort der Veranstaltungsreihe „Saturday Morning Physics“ ist der Hörsaal auch vielen Schülerinnen und Schülern und Physik-Interessierten bekannt.

Physikhörsaal, Bild: Nikolaus Heiss
Physikhörsaal, Bild: Nikolaus Heiss

Ziel
Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme wird die gesamte technische Gebäudeausrüstung (Elektroinstallationen, Heizung und Lüftungstechnik) sowie der Brandschutz auf den Stand der Technik gebracht. Zusätzlich findet unter Berücksichtigung des Gestaltungskonzeptes aus den 1950iger Jahren eine behutsame Renovierung der kompletten Innenausstattung samt Bestuhlung, Wand- und Deckenverkleidung statt. Hierbei soll die besondere Akustik des Raums erhalten bleiben. Die Sanierungsarbeiten haben im August 2010 begonnen, sodass der Hörsaal zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 im Oktober 2011 wieder in Betrieb genommen werden kann.

Weitere Informationen auf der Seite des Landesamtes für Denkmalpflege