Ausbildung_Korb

Erfolgreich ausgebildet: Mareike Korb – Innungsbeste und Preisträgerin für „Besondere Leistungen während der Ausbildung“

Perfekt gearbeitet bis ins kleinste Detail: der Holzvollauszug. Foto: Thorsten Herper
Perfekt gearbeitet bis ins kleinste Detail: der Holzvollauszug. Foto: Thorsten Herper

Ein Meisterstück? Eigentlich schon – auch wenn es sich „nur“ um das Gesellenstück von Mareike Korb handelt. Mit Bestnoten hat die 25 Jahre alte Auszubildende an der TU Darmstadt ihre Berufsausbildung zur Tischlerin in der Betriebsgruppe Dach & Fach abgeschlossen – und nicht zuletzt mit ihrem Gesellenstück beeindruckt.

Viele würden das Regal der Tischlerin sofort abkaufen und sich in die Wohnung hängen. Das Möbelstück in Form einer „Digitalen Acht“ ist sehr originell gestaltet, schön verarbeitet und dazu auch noch praktisch. Die Idee, dem Wandregal diese ungewöhnliche Form zu geben, hatte die Auszubildende selbst. „Außerdem gibt es bestimmte handwerkliche Anforderungen an ein Gesellenstück“, erklärt Reinhold Hofferberth, Leiter der Betriebsgruppe Dach & Fach. „Zum Beispiel muss ein klassischer Auszug eingebaut werden. Mareike hat sich den Holzvollauszug ausgesucht, die schwierigste Variante.“

Die Auszubildende entwickelte den Entwurf, fertigte Zeichnungen im Maßstab 1:1 sowie die Detailschnittzeichnungen, kalkulierte Kosten und Arbeitszeit zur Herstellung ihres Gesellenstücks.

Mareike Korb und Ausbilder Thorsten Herper. Foto: T. Herper
Mareike Korb und Ausbilder Thorsten Herper. Foto: T. Herper

100 Arbeitsstunden brauchte Mareike Korb, um ihr Wandregal zu vollenden. Abgabe war am 24. Juni 2011 – schon zwei Tage später war klar, sie hatte bestanden – und das mit Bravour. Keine Überraschung, denn nicht nur in der Ausbildung glänzte Mareike Korb mit ihren sehr guten Leistungen in Lehrgängen und Berufsschule und beeindruckte in der Betriebsgruppenwerkstatt mit der Vielfalt und Qualität ihrer Werkstücke, ihrer Liebe zum Detail und ihrer Kreativität. „Schon während ihres Praktikums, das sie bei uns machte, bevor sie sich für die Ausbildung beworben hat, hat sie gezeigt, dass sie viel Fingerfertigkeit und Lernpotenzial hat“, sagt ihr Ausbilder Thorsten Herper sichtlich stolz auf seine Schülerin. „Schon ihre Praktikumsarbeit – eine offene Zinkung in Form eines Tisches auf Rollen – ist eine Arbeit mit tollem Ergebnis und normalerweise Ende des ersten bzw. Anfang des zweiten Ausbildungsjahres anzusiedeln.“

Mareike Korb bei der Preisverleihung am 1. Juni 2011. Foto: TU Darmstadt
Mareike Korb bei der Preisverleihung am 1. Juni 2011. Foto: TU Darmstadt

Aus diesem Grund wurde Mareike Korb am 1. Juni 2011 von der TU Darmstadt mit dem mit 1500 Euro dotierten „Preis für besondere Leistungen während der Ausbildung“ ausgezeichnet. Die TU Darmstadt unterstreicht mit dem Preis für besondere Leistungen während der Ausbildung die Bedeutung der Ausbildung an der TU Darmstadt und schafft für die Auszubildenden einen zusätzlichen Anreiz, Eigeninitiative und Engagement zu zeigen.

Am 3. September 2011 wurde Mareike Korb zudem bei der Gesellenbriefübergabe als Innungsbeste ausgezeichnet.

Die TU Darmstadt wünscht Mareike Korb viel Glück und (ohne Zweifel) viel Erfolg auf dem weiteren Weg zu ihrem Traumberuf: Kulissenbauerin.