oekostrom

Wann ist Ökostrom wirklich „Öko“?

Was fällt Ihnen zum Thema Ökostrom ein? „Grün“, „umweltfreundlich“, „Windräder“ und…? Aber was ist eigentlich „Öko“ und was nicht? Warum beispielsweise ist der Strom, der im Kraftwerk Lichtwiese aus Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird, kein Ökostrom im eigentlichen Sinne, obwohl die Ausbeute aus der eingesetzten Energie doch so gut und damit umweltfreundlich ist?

Als Ökostrom darf im engeren Sinne nur Strom bezeichnet werden, der aus erneuerbaren (regenerativen) Energiequellen erzeugt wird bzw. aus umweltschonenden Energiequellen stammt. Solch umweltschonende und regenerative Ressourcen sind Wind, Wasser, Biogas und Biomasse, Geothermie und Sonnenlicht bzw. -wärme.

Konventioneller – von Ökostrom abzugrenzender – Strom dagegen wird aus herkömmlichen Energiequellen, also häufig fossilen und endlichen Ressourcen wie Kohle, Erdöl, Erdgas, aber auch Kernkraft hergestellt.

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) der TU Darmstadt wird mit Gas betrieben und die Heizkessel mit Gas oder Öl (Kombibetrieb) – der Antrieb erfolgt also nicht durch den Einsatz regenerativer Energiequellen. Ergo: kein Ökostrom.

Dennoch positiv zu bewerten in Sachen Umwelt ist, dass die eingesetzte Energie optimal ausgenutzt wird: Das bei der Erzeugung von Strom anfallende Abfallprodukt „Abwärme“ wird als Fernwärme nutzbar gemacht. Sie verpufft also nicht einfach in der Luft. Die Ausbeute und Nutzung der eingesetzten Energie im BHKW ist dadurch höher und entsprechend die Energieverluste signifikant niedriger als bei herkömmlichen Energiewandlungsverfahren. Der Wirkungsgrad eines BHKW ist also deutlich besser.

Für die TU Darmstadt heißt das konkret: Das TU-eigene Kraftwerk deckt 100% des Bedarfs an Wärmeenergie der TU-Liegenschaften und gleichzeitig rund 65% des Gesamtstrombedarfs. Die Versorgungslücke von mehr als einem Drittel, die besonders in den Sommermonaten entsteht, deckt die TU Darmstadt durch den Zukauf von 100% Ökostrom.

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