BEM

Betriebliches Eingliederungsmanagement an der TU Darmstadt


Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) soll dazu dienen, möglichst umgehend zu klären,

  • wie eine Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann und damit Fehlzeiten verringert werden können und
  • mit welchen Hilfen und Leistungen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann.

Warum ist ein betriebliches Eingliederungsmanagement erforderlich?

Am 1. Mai 2004 ist das Schwerbehindertenrecht durch das Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen überarbeitet worden. Im Zuge dessen ist mit § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) eine neue Regelung zu einem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) in Kraft getreten. Danach hat der Arbeitgeber Maßnahmen im Rahmen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) durchzuführen, sobald ein Arbeitnehmer/eine Arbeitnehmerin innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist. Das BEM findet für sämtliche Beschäftigte Anwendung und beschränkt sich nicht auf schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Arbeitnehmer/innen.

Wie wird das BEM-Verfahren an der TU Darmstadt umgesetzt?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen 12 Monaten (nicht Kalenderjahr) länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt dienstunfähig erkrankt waren, erhalten von dem Personaldezernat schriftlich das Angebot, an einem BEM-Verfahren teilzunehmen. Hierzu werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gespräche entweder mit einer Person aus dem Personaldezernat, dem Betriebsarzt oder der Sozial- und Konfliktberatung oder auch mit mehreren Personen aus diesen Bereichen angeboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zu diesen Gesprächen darüber hinaus eine weitere Person ihres Vertrauens – Vertreter/innen des Personalrats und bei Schwerbehinderung eine Vertrauensperson der Schwerbehindertenvertretung – hinzuziehen.

Soweit das Angebot zur Einleitung eines BEM-Verfahrens nicht angenommen wird, entstehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dadurch keine Nachteile; allerdings können sie sich später nicht darauf berufen, dass die TU Darmstadt als Arbeitgeber hätte Vorkehrungen treffen müssen, die eine Arbeitsunfähigkeit verkürzen oder verhindern.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klären sodann in einem oder mehreren Gesprächen mit dem oder den von ihnen ausgewählten Gesprächspartnern, die Möglichkeiten ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern und einer erneuten Erkrankung vorzubeugen.

Wie berechnet sich die Frist von sechs Wochen?

Es wird bei jeder neuen Arbeitsunfähigkeit zur Berechnung der 6-Wochenfrist der jeweils zurückliegenden Zeitraum von 12 Monaten herangezogen. Ergibt sich hieraus eine Summe von 30 Arbeitstagen, die mit Arbeitsunfähigkeit belegt sind, wird er entsprechend tätig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Arbeitsunfähigkeitszeiten handelt, die durch eine ärztliche Bescheinigung belegt sind, oder nicht.

Hierzu zählen auch Zeiten, die krankheitsbedingt durch Kuren, Rehabilitationsmaßnahmen oder stufenweise Wiedereingliederungen entstehen

Ist der Datenschutz ausreichend gewährleistet?

Die während eines BEM-Verfahrens erhobenen und erfassten Daten dürfen ausschließlich für die Ziele dieses Verfahrens verwendet werden. Sie werden nicht mit sonstigen Daten der Personalakte zusammengeführt.

Gelingt es mit dem BEM-Verfahren eine Dauererkrankung zu überwinden und die Stabilisierung dieses Zustandes über einen längeren Zeitraum zu erreichen, so stellt das BEM lediglich eine Episode in der gesamten Historie des Arbeitsverhältnisses dar. Die im Rahmen dieses Verfahrens erhobenen Daten und zusammengetragenen weiteren Informationen werden dann zeitnah vernichtet.

Warum sind alle Beteiligten sehr an der Durchführung eines BEM-Verfahrens interessiert?

Das Ziel aller Beteiligter – der TU Darmstadt als Arbeitgeber und Dienstvorgesetzter, wie auch des Personalrats, der Schwerbehindertenvertretung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst – muss es sein, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, um erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. Das Ziel von BEM ist es, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Mit dem Verfahren (BEM) soll sichergestellt werden, dass erkrankte Beschäftigte wegen ihrer Krankheit nicht benachteiligt werden und möglichst zügig wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.

Das Integrationsteam

Das Integrationsteam trifft Entscheidungen über allgemeine Maßnahmen des BEM. Verantwortlich für die Durchführung der Maßnahmen ist das Personaldezernat als Beauftragte der Universitätsleitung.

Mitglieder des Integrationsteams an der TU Darmstadt sind:

  • Personaldezernat:
    Klaus Schweinsberg, Tel. -26233, schweinsberg@pvw.tu-darmstadt.de
  • Personalrat:
    Ludwiga Ellermeier-Block Tel. -26853, Ludwiga.Block@pr.tu-darmstadt.de
  • Schwerbehindertenvertretung:
    Joachim Bärens, Tel. -26817, baerens@pvw.tu-darmstadt.de
    (Vertreterin: Eva Nickel, Tel. -2046, nickel@ee.tu-darmstadt.de)
  • Betriebsarzt:
    Dr. Michael Vollmer, Tel. 06151-7805475, arbeitsmedizin-da@medical-gmbh.de
    Dr. Annegret Schumacher, Tel. 06151-7805475, arbeitsmedizin-da@medical-gmbh.de
  • Sozial- und Konfliktberatungsstelle:
    Dr. Mada Mevissen , Tel. -26565, sokobe@pvw.tu-darmstadt
    Dipl.-Soz.Päd. Martina Merk, Tel. -26566, sokobe@pvw.tu-darmstadt.de

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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