ELStAM

Informationen zur Einführung der elektronische Lohnsteuerkarte

ELStAM-Verfahren

Mit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte wird die Papier-Lohnsteuerkarte ab dem Jahr 2013 durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Die Angaben der bisherigen Vorderseite der Lohnsteuerkarte (Steuerklasse, Kinder, Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmal) werden in einer Datenbank der Finanzverwaltung zum elektronischen Abruf für die Arbeitgeber bereitgestellt und als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.

Für das ELStAM-Verfahren muss der Arbeitnehmer in Zukunft seinem Arbeitgeber nur noch den Tag der Geburt und die steuerliche Identifikationsnummer mitteilen sowie die Auskunft geben, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Diese Angaben wurden auf der Lohnsteuerkarte des Jahres 2010 oder auf der Ersatzbescheinigung 2011/2012/2013 aufgedruckt.
Damit kann der Arbeitgeber die Lohnsteuerabzugsmerkmale des Arbeitnehmers elektronisch bei der Finanzverwaltung abrufen. Veränderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale werden dem Arbeitgeber mittels Änderungslisten durch die Finanzverwaltung mitgeteilt.

Die Finanzminister der Länder haben sich darauf verständigt, die Einführung des verpflichtenden Abrufs für die Arbeitgeber bis zum 31.12.2013 zu strecken. Ziel ist es, den Arbeitgebern – aber auch der Verwaltung – einen gleitenden Einstieg in das neue Verfahren zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass Arbeitgeber auch erst im Laufe des Jahres 2013 mit dem elektronischen Abrufverfahren starten können.
Arbeitgeber haben während des Jahres 2013 die Möglichkeit, stufenweise (zu verschiedenen Zeitpunkten) in das ELStAM-Verfahren einzusteigen.

Bei Neueinstellungen ist daher – unabhängig davon, ob der Arbeitgeber bereits am ELStAM-Verfahren teilnimmt – neben der steuerlichen Identifikationsnummer weiterhin die Lohnsteuerkarte 2010 oder die Ersatzbescheinigung (im Original) (für die Steuerklassen 1 bis 5) vorzulegen bis das ELStAM-Verfahren bei allen Arbeitgebern eingeführt ist (aufgrund der Kulanzregelung im Einführungszeitraum somit noch bis ins Jahr 2014).
Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr) ist eine bundeseinheitliche und lebenslang gültige steuerliche Identifikationsnummer von in Deutschland gemeldeten Bürgern.

Allgemeine Hinweise

Die Lohnsteuerkarte 2010 bzw. eine aktuelle Ersatzbescheinigung behält bis zur erstmaligen Anwendung der ELStAM ihre Gültigkeit. Der Arbeitgeber muss diese bis Ende des Jahres 2014 weiter aufbewahren.

Besonderheiten im Übergangsjahr 2013

Mit der Umstellung müssen die bisher in der Übergangszeit 2011/12 automatisch übertragenen Freibeträge für den Lohnsteuerabzug 2013 neu beantragt werden. Weiterführende Informationen hat die Hochschulbezügestelle für Sie unter folgendem Link zusammengestellt.

Alle Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale sind grundsätzlich auf der Lohnsteuerkarte 2010 oder einer neuen Ersatzbescheinigung einzutragen. Liegen Ihrem Arbeitgeber diese bereits vor, können die Änderungen beim ersten Arbeitsverhältnis wie folgt nachgewiesen werden:

  • Vorlage eines vom Finanzamt ausgestellten Ausdrucks der ab 2013 gültigen ELStAM.
  • Vorlage des im Herbst 2011 versandten Informationsschreibens des Finanz-amts über die erstmals elektronisch gespeicherten Daten für den Lohnsteuer-abzug (ELStAM) ab 1. Januar 2012.
    Wichtig ist, dass die Angaben darin aktuell und vollständig sind.

Bitte beachten Sie, dass mit jedem neuen Nachweis alle bisherigen Eintragungen ungültig werden. Nur der aktuellste Nachweis gilt.

Beginn eines Arbeitsverhältnisses im Jahr 2013

Wird im Jahr 2013 erstmalig ein Arbeitsverhältnis begründet, hat Ihr Arbeitgeber Sie im ELStAM-Verfahren anzumelden. Solange Ihr Arbeitgeber nicht am ELStAM-Verfahren teilnimmt, ist bei Ihrem zuständigen Finanzamt ein Antrag auf Ausstellung einer Ersatzbescheinigung zu stellen.

Sie sind ledig und beginnen im Jahr 2013 erstmalig eine Ausbildung?

In diesem Fall kann Ihr Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen, wenn Sie Ihre Identifikationsnummer, Ihren Geburtstag sowie Ihre Religionszugehörigkeit mitteilen und gleichzeitig schriftlich bestätigen, dass es sich um das erste Arbeitsverhältnis handelt. Kommt die Steuerklasse I nicht in Betracht, können Sie als Auszubildender beim Finanzamt eine Ersatzbescheinigung für den Lohnsteuerabzug beantragen.

Sollten Sie Ihre Ausbildung bereits im Jahr 2011 oder 2012 begonnen haben, ist die Bestätigung des Familienstands und des ersten Dienstverhältnisses in 2013 zu wiederholen.

Arbeitgeberwechsel in den Jahren 2013 und 2014

Bei einem Arbeitgeberwechsel wird Ihnen die Lohnsteuerkarte 2010 oder die Ersatzbescheinigung vom bisherigen Arbeitgeber zur Übergabe an den neuen Arbeitgeber zurückgegeben. Soweit Sie Ihrem bisherigen Arbeitgeber weitere Nachweise vorgelegt hatten, sind diese mit auszuhändigen.

Mehr Informationen:

Hessisches Ministerium der Finanzen

Hochschul-Bezügestelle BHF

Stand: 18.12.2012

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