Krankenversicherungsschutz Auslandsentsendung

Krankenversicherungsschutz bei Auslandsentsendung

Was ist eine Auslandsentsendung?

Der Begriff „Entsendung“ wurzelt im deutschen Sozialversicherungsrecht. Eine Entsendung im Sinne von § 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IV) liegt vor, wenn sich ein Beschäftigter/eine Beschäftigte auf Weisung der TU Darmstadt vom Inland (= Deutschland) ins Ausland begibt, um dort befristet eine Beschäftigung für die TU Darmstadt auszuüben. Dabei muss der Schwerpunkt der rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse weiterhin im Inland liegen.

Wer ist bei einer Auslandsentsendung zu informieren?

Nehmen Sie unbedingt rechtzeitig mit den zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern des Personaldezernats Kontakt auf. Denn grundsätzlich gilt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in dem Land sozialversicherungspflichtig, in dem sie beschäftigt sind. Um aber doppelte Beiträge einmal in Deutschland und im Gastland zu vermeiden, gelten – je nach Gastland – unterschiedliche Sozialversicherungsabkommen. Ggf. existieren auch keine bilateralen Abkommen (sog. „vertragsloses Ausland“). Welche Regelungen im Einzelfall greifen, muss daher vorab über das Personaldezernat mit der zuständigen Krankenkasse des bzw. der Beschäftigten geklärt werden.

Wer trägt die Kosten, wenn der/die Beschäftigte im Ausland erkrankt?

Der Arbeitgeber muss bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung gemäß § 17 SGB V die erforderlichen Kosten für Medikamente, Heilbehandlungen oder ggf. stationäre Krankenhausaufenthalte übernehmen. Gleiches gilt für die familienversicherten Angehörigen, die den bzw. die Beschäftigte/n für die Zeit der Auslandsbeschäftigung begleiten oder besuchen.

Die zuständige Krankenkasse erstattet dem Arbeitgeber jedoch lediglich die Kosten, die sie auch im Inland getragen hätte. Darüber hinausgehende Kosten – auch wenn diese ggf. im Ausland erheblich höher sind – muss der Arbeitgeber alleine tragen.

Gerade beim Aufenthalt von Beschäftigten in Ländern mit hohen Gesundheitskosten (z.B. USA) ist der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung empfehlenswert! Die Kosten für eine solche Auslandskrankenversicherung stellen meist ein Bruchteil der ggf. anfallenden Kosten – insbesondere bei einem stationären Krankenhausaufenthalt – dar und sind deshalb bei entsprechendem Nachweis dem bzw. der Beschäftigten zu erstatten.

Für wen gilt die Kostenübernahmepflicht nach § 17 SGB V?

Die Pflicht zur Übernahme der Kosten gilt für alle Beschäftigten, die Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Für Fragen zum Versicherungsschutz im Krankheitsfall bei privat Versicherten, insbesondere bei Beamtinnen und Beamten, wenden Sie sich bitte an die bzw. den für Sie zuständige/n Personalsachbearbeiter/in.

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