Visum

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Visumpflichtige und visumfreie Einreise wissenschaftlicher MitarbeiterInnen aus Drittstaaten (Nicht-EU-Staaten)

Bürger aus Drittstaaten (Nicht-EU-Staaten), die in Deutschland arbeiten möchten, benötigen für die Einreise grundsätzlich ein Visum zum Zweck der Erwerbstätigkeit. Mit einem Visum, das nur für einen Kurzaufenthalt ausgestellt worden ist (z.B. „Touristenvisum“), sind kein Daueraufenthalt und keine Erwerbstätigkeit möglich. Das Visum ist vor der Einreise bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) im jeweiligen Wohnsitzland zu beantragen.

Ausnahmen von der Visumpflicht für die Einreise gelten insbesondere für Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea (Südkorea), von Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Übersicht über die Visumspflicht finden Sie auf den Internet-Seiten des Auswärtigen Amts. Staatsangehörige dieser Staaten dürfen visumfrei einreisen und müssen innerhalb von drei Monaten nach der Einreise einen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels bei der zuständigen Ausländerbehörde des neuen Wohnsitzes stellen. Die Befreiung von der Visumpflicht berechtigt aber nur zur Einreise!

Die Arbeitsaufnahme ist trotz visumfreier Einreise nicht gestattet.

Eine Arbeitsaufnahme darf erst erfolgen, wenn durch die Ausländerbehörde in Deutschland ein entsprechender Aufenthaltstitel erteilt worden ist. Die visumfreie Einreise erweist sich dadurch oft als problematisch. Denn ohne ein entsprechendes Visum, das die Erwerbstätigkeit gestattet, ist eine Beschäftigung illegal. Es drohen neben Bußgeldern für den Beschäftigen und Arbeitgeber auch strafrechtliche Konsequenzen.

Staatsangehörige mit visumfreier Einreise können auch nach der Einreise in Deutschland bei der Ausländerbehörde vor Ort einen Aufenthaltstitel beantragen. Leider werden die Termine nicht immer zeitnah vergeben. Um lange Wartezeiten bis zur Arbeitsaufnahme für Sie und Ihre/n künftige/n Mitarbeiter/in zu vermeiden, schlagen wir Ihnen daher vor, eine sogenannte Aufnahmevereinbarung mit dem/der künftigen wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in abzuschließen.

Die zweiseitige Aufnahmevereinbarung ist schnell ausgefüllt. Sie ist ein „Vorvertrag“ und muss zentral gezeichnet werden. Die Aufnahmevereinbarung ist von Ihrer/Ihrem künftigen Mitarbeiter/in vor der Einreise bei der zuständigen deutschen Botschaft bzw. dem Generalkonsulat vorzulegen.

Leider verweigern einige Auslandsvertretungen mit dem Hinweis auf die visumfreie Einreise einen Termin. Sollte die/der Betreffende trotz Insistieren keinen Termin erhalten, kann die Aufnahmevereinbarung auch bei der Ausländerbehörde in Deutschland vorgelegt werden. Eine Arbeitsaufnahme darf aber erst nach Ausstellen des Aufenthaltstitels aufgenommen werden. Wir empfehlen umgehend einen Termin bei der Ausländerbehörde zu vereinbaren.Derzeit bestehen Wartezeiten von bis zu acht Wochen bei der Ausländerbehörde in Darmstadt, dies sollten Sie bei der Terminvereinbarung berücksichtigen.

Mehr Informationen zur Aufnahmevereinbarung

Stand: 03/2014

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