An der TU Darmstadt besteht eine lange Tradition, dass die Frauenbeauftragte anlässlich des Internationalen Frauentages um den 8. März herum eine Frauenvollversammlung veranstaltet. Dies ist Anlass für die Mitarbeiterinnen und Studentinnen der TU Darmstadt zusammen zu kommen, sich zu informieren und über aktuelle Fragen zu diskutieren und ggf. Neues zu initiieren.
Anlässlich des Internationalen Frauentag am 8. März 2012, lud Dr. Uta Zybell, Frauenbeauftragte der TU Darmstadt, alle weiblichen Beschäftigten der TU Darmstadt ein, in der diesjährigen Frauenvollversammlung das Thema „Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Neue Wege – Gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf" zu diskutieren.
Zur Einführung in den Gleichstellungsbericht hielt Frauke Spreckels, Soziologin und Gründerin der Beratung FamilienSinn, einen Vortrag zum Thema „Die Macht der gesellschaftlichen Bilder – Zur Betrachtung von Lebensläufen von Frauen“. Im Vortrag wurde die Wirksamkeit von traditionellen stereotypen Leitbildern in der heutigen Zeit anschaulich dargestellt und gezeigt, wie stark Gesetze und Infrastruktur nach solchen ausgerichtet werden. Lebensverläufe von Frauen weisen häufiger Brüche und Unverbundenheit auf als dies bei Männern der Fall ist, so die Analyse. Brüche durch Ausstieg oder Unterbrechung der Erwerbstätigkeit werden insbesondere durch Anreize wie der Absicherung der Versorgung durch die Ehe gefördert, mit zum Teil gravierenden Folgen im Rentenalter.
Auftrag des Gleichstellungeberichtes war es, Veränderungsimpulse für eine innovative und ressortübergeifende abgestimmte Familien- und Gleichstellungspolitik zu geben. Hierzu analysierte eine 9-köpfige Sachverständigenkommission die Gleichstellungssituation in der Bundesrepublik. Abschließend wurden Handlungsempfehlungen formuliert, wie gefördert werden kann, dass Frauen und Männern in allen Lebensphasen gleiche Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungschancen realisieren können. Den Ersten Gleichstellungsbericht können Sie hier kostenfrei bestellen.
Zur Präsentation von Frauke Spreckels
Der Internationale Frauentag am 8. März wurde dieses Jahr zum 100. Mal gefeiert. Dr. Uta Zybell, Frauenbeauftragte der TU Darmstadt, lud zu diesem Anlass alle weiblichen Beschäftigten der TU Darmstadt ein, in der diesjährigen Frauenvollversammlung das Thema „Sekretariate – Tarifgefüge und Möglichkeiten der Weiterentwicklung“ zu diskutieren. Der Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen und Geodäsie, Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Linke, begrüßte den fast voll besetzten Hörsaal. Uta Zybell zog ein Resümee aus 100 Jahren Frauenbewegung. Die heutige Generation von Frauen und Männern hat den Vorkämpferinnen die Gleichstellung im Wahlrecht, die Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter im Grundgesetz und die gleichberechtigte Ausübung einer Berufstätigkeit zu verdanken. Die bereits frühe Forderung nach gleichem Entgelt für gleiche Leistung ist auch 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag noch aktuell. Zum Thema „Sekretariate – Tarifgefüge und Möglichkeiten der Weiterentwicklung“ kamen nach einer Aufschlüsselung der Verteilung aller Beschäftigten der TU Darmstadt im technischen und nicht-technischen Bereich auf die Entgeltgruppen E5 bis E10 die Personalabteilung, vertreten durch den Dezernenten Stefan Weisenseel sowie der Vorsitzende des Personalrats, Heinz Lehmann, zu Wort. Stefan Weisenseel informierte die anwesenden Beschäftigten über das System und die Kriterien der Eingruppierung in die Entgeltgruppen nach den Tätigkeitsmerkmalen einer Beschäftigung. Die Vorgesetzten sind für die angemessene Eingruppierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflicht, aber auch die Beschäftigten sind für ihre Weiterentwicklung verantwortlich. Die Jahresgespräche, so Heinz Lehmann, seien ein geeignetes Instrument, um die Forderung nach Weiterentwicklung mit dem bzw. der Vorgesetzten zu thematisieren. Er ruft alle Anwesenden auf, diese Möglichkeit zu nutzen. Zum Schluss der Vollversammlung stellte sich das SekretariaNet der TU Darmstadt vor und legte damit den Fokus auf die Weiterentwicklung im Sekretariatsbereich. Neben den Möglichkeiten zur Vernetzung und gezielten Weitergabe von Informationen plant das unabhängige SekretariaNet zurzeit gemeinsam mit der Personalentwicklung eine zertifizierte und modularisierte Weiterbildung für Sekretärinnen. Außerdem organisiert das Netzwerk eine bundesweite Fachtagung zum Thema erfolgreiche Hochschulsekretariate, die im September stattfinden wird. Alle Anwesenden wurden eingeladen, sich selbst aktiv ins Netzwerk einzubringen (zur Homepage des SekretariaNet). Das zahlreiche Erscheinen und die rege Beteiligung an der Diskussion zeigte das Informationsbedürfnis und die hohe Aktualität des Themas „Sekretariate – Tarifgefüge und Möglichkeiten der Weiterentwicklung“. Deutlich wurde, dass eine erfolgreiche Weiterentwicklung nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten (Sekretärinnen, Professoren & Professorinnen, Personalabteilung und Personalrat) an einem Strang ziehen und aktiv werden! ih
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Am Dienstag, 16.3.2010, lud Dr. Uta Zybell, Frauenbeauftragte der TU Darmstadt, alle Mitarbeiterinnen zur jährlichen Frauenvollversammlung ein. Dieses Jahr lag der thematische Fokus auf der „Sichtbarkeit von Frauen in Texten und Bildern – geschlechtergerechte Sprache an der TU Darmstadt“.
Nach einer Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften Prof. Dr. Rudi Schmiede diskutierten im Residenzschloss Prof. Dr. Petra Gehring (Vizepräsidentin), Prof. Dr. Britta Hufeisen (Leiterin des Sprachenzentrums), Jörg Feuck (Leiter des Referats Kommunikation), Dr. Muriel Didier (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Maschinenbau) sowie Oksana Dzeva (Studentin der Germanistik) über die Wirkung von geschlechtergerechter Sprache auf die Gleichstellung der Geschlechter insgesamt.
Entscheidend für eine geschlechtergerechte und erfolgreiche Kommunikation ist die Übereinstimmung von dem, was gemeint ist und dem, was vom Gegenüber wahrgenommen wird. Hierbei spielt die faktische Repräsentanz von Frauen und Männern in Sprache und Bild eine große Rolle. Die unterschiedliche Wahrnehmung, wer sich wie angesprochen fühlt, zeigt sich immer wieder an unterschiedlichen Reaktionen auf sprachliche und bildhafte Darstellungen, wie sie bspw. auf Plakaten, Flyern oder der TU Homepage verwendet werden.
Konsens war, dass strenge Regularien zur Umsetzung von geschlechtergerechter Sprache nicht der richtige Weg seien, ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen aber sehr gewünscht ist.
Zusammen mit dem Publikum wurde laut darüber nachgedacht, die hoch3 zukünftig abwechselnd in rein femininer bzw. rein maskuliner Sprachform erscheinen zu lassen, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und die Sichtbarkeit von Frauen zu erhöhen.
Die Podiumsdiskussion lieferte wichtige Denkanstöße. Alle Anwesenden waren sich über die Bedeutung der Thematik einig, ein Patentrezept zur Verwendung von geschlechtergerechter Sprache gibt es allerdings nicht, da die Möglichkeiten zur Umsetzung vielfältig sind.
Deshalb sind mehr Aufmerksamkeit und vor allem kreative Lösungen gefragt – auch von Ihnen!
Die Präsentation der Frauenvollversammlung finden Sie