Forschungsorientierte Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Gewinnung von Professorinnen

Initiativprogramm der TU Darmstadt

Es fehlen Frauen in der universitären Forschung und in den Spitzenpositionen der Wissenschaft. Spätestens in der Promotions- und Postdocphase ist der Frauenanteil in allen Fächern viel zu gering.

Langjährige Anstrengungen im Bereich der (individuellen) Frauenförderung haben bei weitem nicht die intendierte quantitativ sichtbare Wirkung gezeigt. So war die Feststellung einer mangelhaften Gleichstellungssituation an deutschen Hochschulen auch ein Ergebnis der Begutachtungen im Rahmen der Exzellenzinitiative.

Dass Handlungsbedarf besteht, ist unstreitig. In den vergangenen Jahren sind daher verschiedene Stellungnahmen zum Thema verabschiedet worden: HRK-Empfehlungen (2006), Empfehlungen der BLK (2007), Empfehlungen des WR (2007). Die im Jahr 2008 beschlossene DFG-Vereinbarung Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards geht über die bisherigen Empfehlungen hinaus. Die DFG verlangte von ihren Mitgliedseinrichtungen im Jahr 2009 eine Stellungnahme. Für 2013 sind Evaluationen und Zielvereinbarungen angekündigt.

Die Forschungsförderung der DFG wird künftig an die Erfüllung konkreter Gleichstellungskennziffern geknüpft.

Die Technische Universität Darmstadt identifiziert sich mit dem Ziel der forschungsorientierten Gleichstellung. Sie begrüßt die diesbezüglichen Maßnahmen der DFG. Sie begrüßt auch die Zielstellung des ebenfalls im Jahr 2008 ausgeschriebenen BMBF-Professorinnenprogramms, welches Anreize für die Berufung von Professorin-nen setzt. Das BMBF-Professorinnenprogramm wurde allerdings im Bundesland Hessen unter für die Universitäten wenig überzeugenden Bedingungen ausgeschrieben. Die TU Darmstadt hat sich daher dafür entschieden, in der forschungsorientierten Gleichstellung einen eigenen Weg zu gehen.

Ein erster Schritt wird durch das Initiativprogramm und den darin aufgeführten strulturellen Maßnahmen sowie Maßnahmen im Zusammenhang mit Berufungsverfahren getan.