Hochschulrat

Der Hochschulrat der TU Darmstadt

Nach § 6 TUD-Gesetz hat der Hochschulrat ein Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten, insbesondere in Fragen der Hochschulentwicklung, und übt Kontrollfunktionen aus. Der Hochschulrat besteht aus 10 externen Mitgliedern sowie aus einem Vertreter/einer Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst als ständigem Gast. Die Mitglieder des Rates werden von der Hessischen Landesregierung bestellt, für die Hälfte der Mitglieder hat die TU Darmstadt das Vorschlagsrecht.

Vorsitzende des Hochschulrats ist Frau Professorin Wunderli-Allenspach. Stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrats ist Herr Dr. Zinke.

Mitglieder des Hochschulrats der TU Darmstadt sind:

Porträt von Katharina Kohse-Höinghaus. Bild: Norma Langohr, Universität Bielefeld
Bild: Norma Langohr, Universität Bielefeld

Frau Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus, Jahrgang 1951, studierte Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie 1978 promovierte. Anschließend war sie für mehr als 10 Jahre am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart tätig. Nach Gastaufenthalten an der Stanford University und am SRI International, USA, habilitierte sie sich 1992 im Fach Energietechnik an der Universität Stuttgart. Ein Heisenberg-Stipendium der DFG ermöglichte ihr u.a. Forschungsaufenthalte in Frankreich. Seit 1994 ist sie Lehrstuhlinhaberin für Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld mit Forschungsschwerpunkten im Bereich der Verbrennungschemie und -diagnostik. Ferner nahm sie Gastprofessuren in China, Dänemark und Saudi-Arabien wahr. Frau Kohse-Höinghaus hat sich an der eigenen Universität (Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Mitglied des Hochschulrates) sowie in etlichen Wissenschaftsorganisationen engagiert, so z.B. in den Senaten der DFG und der Helmholtz-Gemeinschaft sowie im International Advisory Board und Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung. 2007-2008 war sie Präsidentin der Deutschen Bunsen-Gesellschaft. Für ihre Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung zeichnete der Bundespräsident sie 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Frau Kohse-Höinghaus ist Präsidentin des internationalen Fachverbandes der Verbrennungsforschung, The Combustion Institute, und Mitglied des Wissenschaftsrates; sie ist außerdem Mitglied der Leopoldina, der Acatech und der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Frau Ilona Moog, Jahrgang 1954, studierte Jura an der Johannes-Gutenberg- Universität in Mainz. Seit 1981 war sie als Gründungsgesellschafterin der MOOG Partnerschaftsgesellschaft in Darmstadt als selbstständige Rechtsanwältin in den Bereichen Arbeitsrecht sowie Privates Baurecht/Architektenrecht tätig. Engagiert für die Belange ihres Berufstandes war sie viele Jahre Vorsitzende des Anwaltvereins Darmstadt und Südhessen e.V. sowie im Vorstand des Landesverbandes Hessen im Deutschen Anwaltsverein, Mitglied der 4. Kammer des Anwaltsgerichts der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main sowie im Präsidiums des Anwaltsgerichts tätig. Seit Jahrzehnten ist sie im Vorstand des Deutschen Frauenringes, dem ältesten Darmstädter Frauenverband, für die sozialen Belange von Frauen und Kindern tätig. Der Bundespräsident verlieh ihr daher 2003 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ilona Moog war Mitglied im Vorstand des Kunstvereines Darmstadt, dem Trägerverein der Darmstädter Kunsthalle. Aktuell absolviert sie eine Ausbildung zur Bildenden Künstlerin und ist Inhaberin des ATELIER M – Raum für Kunst.

Herr Professor Dr. Burkhard Rauhut, Jahrgang 1942, studierte Mathematik in Berlin, Goettingen und Karlsruhe und promovierte und habilitierte dort 1970. 1973 auf den Lehrstuhl für Statistik und Wirtschaftsmathematik an die RWTH Aachen berufen, war er von 1999 bis 2008 Rektor der RWTH. Von 2004 bis 2008 war er Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz HRK und von November 2005 bis März 2006 deren kommissarischer Präsident. Von August 2008 bis März 2013 war er Rektor der German University of Technology in Oman in Maskat, Oman. Seit 2011 ist er Chairman des International Advisory Board des Research Council Oman.

Dr. Karl-Friedrich Rausch

Herr Dr. Karl-Friedrich Rausch, Jahrgang 1951, ist in Laubach, Hessen, geboren. Von 1973 bis 1980 studierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen. Die folgenden fünf Jahre bis zu seiner Promotion 1985 war Herr Dr. Rausch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Operations Research“ der TH Darmstadt beschäftigt.

Anschließend wechselte Herr Dr. Rausch zur Deutschen Lufthansa AG, wo er zuletzt als Vorsitzender des Bereichsvorstands der Lufthansa Passage Airlines tätig war. Von Juni 2009 bis Juli 2015 leitete Herr Dr. Rausch das Vorstandsressort Transport und Logistik der Deutschen Bahn. Zuvor war er dort bereits als Vorstand verantwortlich für den Bereich Technik und zuletzt für den Personenverkehr.

Herr Professor Dr. Bernd Reckmann, Jahrgang 1955, studierte von 1976 bis 1984 Biochemie an der Leibniz Universität Hannover und schloss dort sein Studium mit der Promo­tion ab. Von 1984 bis 1986 war er als Mitarbeiter des Lehrstuhls für Biochemie an der Universität Bayreuth beschäftigt.

Seine Laufbahn bei Merck begann er 1986 in der Diagnostika-Forschung. Nach verschiedenen Stationen in Marketing und Sales, folgte die Leitung der Sparte Life Science Products sowie die Leitung der Merck-Geschäfte in Korea.

Von 2007 bis 29.04.2016 war Professor Reckmann Mitglied der Geschäftsleitung der Merck KGaA, zuletzt verantwortlich für die Sparten Performance Materials und Life Science. Zum 30.04.2016 schied er aus der Geschäftsleitung aus und wechselte in den E. Merck Vorstand.

Frau Marion Schmidt, Jahrgang 1971, ist bei der COGNOS AG in Hamburg für die Hochschulentwicklung sowie die strategische Kommunikation der Hochschule Fresenius und der Handelshochschule Leipzig zuständig. Sie hat an den Universitäten Köln und Münster Politikwissenschaft, Geschichte sowie Deutsche Philologie studiert und mit einem Magister Artium abgeschlossen. Anschließend absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete mehrere Jahre als Autorin mit dem Schwerpunkt Bildung für die „Süddeutsche Zeitung“, den „UniSpiegel“ und den „Stern“. Sie war Redakteurin für Bildung bei der der Financial Times Deutschland und Redakteurin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wochenzeitung DIE ZEIT im Ressort Chancen, zuständig für Hochschulthemen. Marion Schmidt ist seit vielen Jahren vertraut mit dem deutschen und amerikanischen Hochschulsystem, sie war mehrfach Teilnehmerin eines „Educational Experts Seminar“ der Fulbright Commission und 2008 mit einem Arthur F. Burns-Fellowship in Boston. Sie übernimmt regelmäßig Moderationen von Podiumsdiskussionen und Konferenzen.

Portraät von Wolfgang Wahlster. Bild: Jim Rakete
Bild: Jim Rakete

Herr Professor Dr. Wolfgang Wahlster, Jahrgang 1953, studierte Informatik an der Universität Hamburg und wurde dort 1981 zum Dr. rer.nat. promoviert. Er hält einen Lehrstuhl an der Universität des Saarlandes, Fachrichtung Informatik, wo er auf den Gebieten der Künstlichen Intelligenz und der Computerlinguistik lehrt und forscht. Er ist Vorsitzender der Geschäftsführung und technisch-wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin. Er ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur, der Leopoldina, Acatech, der BBAW und der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften. 2001 wurde er mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Als Mitglied der Forschungsunion der Bundesregierung hat er drei Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 im Bereich IT konzipiert. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und wurde mit drei Ehrendoktorwürden ausgezeichnet, eine davon im Jahr 2001 von der TU Darmstadt.

Frau Professorin Dr. Margret Wintermantel, Jahrgang 1947, studierte Psychologie und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und wurde 1972 zur Dr. rer. nat. promoviert. 1986 habilitierte sie sich im Fach Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 1992 erhielt sie einen Ruf an die Universität des Saarlandes. Dort war sie von 1994 bis 1997 Vizepräsidentin für Lehre und Studium und von 2000 bis 2006 Präsidentin. Nachdem sie von 2001 bis 2006 Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs war, wurde sie 2006 hauptamtlich Präsidentin der HRK. Seit 2012 ist Frau Professorin Wintermantel die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Sie ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten und Kuratorien. Für ihr hochschulpolitisches Engagement wurde sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Wunderli-Allenspach

Frau Professorin Dr. Heidi Wunderli-Allenspach ist seit 1995 ordentliche Professorin für Biopharmazie an der ETH Zürich. Sie war von 2007 bis 2012 Rektorin der ETH Zürich und Stellvertreterin des Präsidenten. Geboren 1947, studierte sie Biologie an der ETH Zürich und promovierte am Biozentrum der Universität Basel. Arbeiten an der Duke University in Durham N.C., USA, am Schweizerischen Krebsforschungsinstitut ISREC in Epalinges sowie am Institut für Immunologie und Virologie der Universität Zürich schlossen sich an. 1986 wurde sie als Assistenzprofessorin, 1992 als außerordentliche Professorin an die ETH Zürich gewählt. Frau Professorin Wunderli-Allenspach ist Co-Direktorin der Branco Weiss Fellowships zur Nachwuchsförderung auf Postdoc-Stufe. Sie ist Stiftungsrätin in verschiedenen gemeinnützigen Stiftungen und engagiert sich im Rahmen der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften in der Plattform für Aus- und Weiterbildung.

Herr Dr. Holger Zinke, Jahrgang 1963, ist Molekularbiologe und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 1993 als Spin-Off des Instituts für Biochemie an der TU Darmstadt gegründeten BRAIN Aktiengesellschaft. BRAIN ist ein auf die industrielle „weiße“ Biotechnologie spezialisiertes Technologieunternehmen. Herr Dr. Zinke ist in zahlreichen Verbänden und Vereinigungen zur Entwicklung der industriellen Biotechnologie engagiert. Für sein unternehmerisches Wirken als „Pionier des nachhaltigen Wirtschaftens“ wurde ihm zusammen mit Professor Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker 2008 die höchstdotierte europäische Umweltauszeichnung, der „Deutsche Umweltpreis“, verliehen.