Der Winter kann kommen

19.10.2015

Der Winter kann kommen

Schlossgraben dank fleißiger Hände fit für die kalte Jahreszeit

Unkraut jäten, Efeu zurückschneiden, Totholz und Müll wegschaffen – am Samstag (17. Oktober) traten trotz trüb-kaltem Wetter gut 20 Freiwillige an, um den Schlossgraben auf den Winter vorzubereiten.

Eine Schubkarre mit Laubabfällen wird im Schlossgraben ausgeleert. Bild: Jan-Christoph Hartung
Voller Einsatz für den Schlossgraben. Bild: Jan-Christoph Hartung

Dabei handelt es sich bereits um die dritte Mitmachaktion im Schlossgraben, nach der Pflanz-Mitmachaktion und dem Frühlingsfest.

Bereits morgens um 10 Uhr versammelten sich die unermüdlichen Helferinnen und Helfer am Wallhaus. TU-Kanzler Manfred Efinger begrüßte die Gartenfreunde und dankte für das Engagement. Danach ging es los, diesmal stand der westliche, bisher unsanierte Teil des Schlossgrabens im Fokus. Und das hieß: Efeu zurückschneiden, Müll wegbringen, Bauschutt entfernen, Baumpflege. Kurz gesagt wurde dieser Teil des Grabens gründlich entrümpelt. Gab es im Westen genug zu tun, so herrschte im östlichen, sanierten Teil kein Pflegebedarf – hier wurde nur ein wenig Laub gerecht.

Hilfe kam auch aus anderer Richtung: Arbeitsgeräte wie Rechen, Harken und sogar ein Radlader wurden von der Firma Ehlers, Garten und Landschaftsbau, zur Verfügung gestellt. Der EAD beteiligte sich mit einem Container und Mülltonnen an der Aktion.

Nach gut vier Stunden war das Tagwerk vollbracht und die Helferinnen und Helfer konnten sich am Backwerk von Bormuth und Catering des Schlossgarten-Cafés stärken. Bilanz des Tages: Neben einer freigelegten Treppe kamen gut 50 Kubikmeter an Grünschnitt und Laubabfällen zusammen.

Bilder von der Mitmachaktion

Bilder: Jan-Christoph Hartung

Das Projekt „Mein Schlossgraben“

Einst verwunschen und verwildert, nun wieder eine grüne Oase: Die TU Darmstadt hat bereits im Juni 2014 den ersten Abschnitt des Schlossgartens feierlich wiedereröffnet. Das einst verwilderte Areal, das seither allen Bürgerinnen und Bürgern als Park offen steht, umfasst 3.700 Quadratmeter. Die Umgestaltung des östlichen Teils des Schlossgrabens dauerte fast ein Dreivierteljahr.

Im nächsten Abschnitt der Arbeiten geht es ab 2016 an die Bastion, deren Fläche nach historischem Vorbild gestaltet wird. Dass der sanierte Jugendstilbrunnen dann dort wieder den optischen Mittelpunkt bilden wird, ist ein gemeinschaftliches Verdienst: Die benötigten 11.700 Euro brachten HSE-Stiftung, Merck’sche Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft und Leserinnen und Leser des „Darmstädter Echos“ auf.

Rund 121.000 Euro wird die Begrünung des westlichen Schlossgrabens und der Bastion kosten. Etwa 80 Prozent der Summe sind dank des Engagements von Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Unternehmen bereits eingeworben.

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