Tarifverhandlungen ziehen sich hin

06.06.2017

Tarifverhandlungen ziehen sich hin

Gewerkschaften nehmen das Angebot der TU Darmstadt erneut nicht an

Die Technische Universität Darmstadt und die Gewerkschaften Verdi und GEW haben sich immer noch nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können.

karo und Verwaltungsgebäude der TU Darmstadt. Bild: Alex Becker
Bild: Alex Becker

Die seit vier Monaten laufenden Tarifverhandlungen konnten auch in der heutigen Runde (6. Juni) nicht abgeschlossen werden. Die Technische Universität Darmstadt als Arbeitgeberin hält an dem bereits unterbreiteten Angebot fest, das sich weitgehend an dem Abschluss in Hessen orientiert.

Mit diesem Angebot würden, wie bereits berichtet, die rund 4.400 Tarif-Beschäftigten der TU Darmstadt rückwirkend zum 1. März dieses Jahres 2,0 Prozent mehr Gehalt erhalten, wobei Beschäftigte der unteren Entgeltgruppen 2017 von einer Gehaltsanhebung um mindestens 75 Euro im Monat profitieren würden. Ab 1. Februar 2018 würden die Gehälter nochmals um 2,2 Prozent steigen. Auszubildende würden rückwirkend zum 1. März 2017 einen festen monatlichen Zuschlag von 35 Euro erhalten; ab 1. Februar 2018 würde das monatliche Ausbildungsentgelt nochmals um 35 Euro angehoben.

Das Angebot sieht außerdem die Übernahme der Regelung in Hessen vor, wonach bei Höhergruppierungen künftig ein stufengleicher Aufstieg vorgesehen ist. In den Entgeltgruppen 9 bis 15 soll es, so das Angebot, künftig auch eine 6. Stufe geben. Zur Gewinnung oder Bindung von Beschäftigten sieht das Angebot vor, dass eine Fachkräftezulage in Höhe von bis zu 20 Prozent der Stufe 2 gezahlt werden kann.

Die Technische Universität Darmstadt hat sich noch einmal explizit dafür ausgesprochen, die Freifahrberechtigung für den öffentlichen Nahverkehr, die ab 2018 für die Beschäftigten des Landes Hessen gelten soll, auch für die Beschäftigten der TU Darmstadt zu übernehmen. Eine Finanzierungszusage des Landes Hessen zur Gleichstellung der TU Darmstadt mit den übrigen Hochschulen des Landes liegt noch nicht vor. Die TU Darmstadt hat ihr Angebot bekräftigt, eine Freifahrtberechtigung vorzusehen, wenn die TU Darmstadt hinsichtlich der Finanzierung eines solchen Angebotes mit den übrigen Hochschulen des Landes Hessen gleichgestellt wird.

Die Gewerkschaften waren auch in dieser Verhandlungsrunde nicht bereit, eine solche Vereinbarung zu akzeptieren und kündigten an, die Verhandlungen zu unterbrechen. Die TU Darmstadt hält an ihrem Ziel fest, die Tarifverhandlungen zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Das Angebot der TU Darmstadt, einen Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen zu vereinbaren, wollten die Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter nicht annehmen. Die TU Darmstadt wird auf eine zügige Wiederaufnahme der Gespräche hinwirken.

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