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06.07.2017

Klare Karrierewege bis zur Professur

TU legt Strategie für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vor

Die Technische Universität Darmstadt hat ihre Strategie für den wissenschaftlichen Nachwuchs in einem neuen Grundsatz-Papier vorgestellt. Im Zentrum steht die optimale Entwicklung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu hervorragend qualifizierten Forscherinnen und Forschern, die früh ein hohes Maß an Selbstständigkeit erlangen und Verantwortung tragen. Im bundesweiten Vergleich bietet die TU Darmstadt besondere Förderinstrumente für vielfältige Karrierewege in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Forscherin im Labor am Stereo-Mikroskop. Bild: Katrin Binner
Die TU bietet besondere Förderungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs an. Bild: Katrin Binner

„Die TU Darmstadt zeigt jungen Forscherinnen und Forschern die offen stehenden Karrierewege klar und transparent auf und garantiert ihnen auch diese Optionen.“ Dies hat TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel bei der Vorlage eines Strategie-Programms unterstrichen. Darin legt die TU Darmstadt ausführlich dar, wie sie den wissenschaftlichen Nachwuchs auf allen Qualifikationsstufen fördert, unterstützt und prägt – von der Promotions- über die Postdoc-Phase bis zur Befähigung zur international wettbewerbsfähigen Hochschullehrerin beziehungsweise zum Hochschullehrer.

„Damit führen wir konsequent unseren Weg der Nachwuchsförderung fort“, so Präsident Prömel. „So haben wir bereits 2011 als eine der ersten Universitäten Deutschlands ein Tenure Track-Verfahren für Juniorprofessuren eingeführt, erprobt und kürzlich erweitert, indem wir die Assistenzprofessur mit Tenure Track (W2) etabliert haben. Wir garantieren den jungen Professorinnen und Professoren ein begleitendes persönliches Monitoring, einen gestuften Evaluationsprozess und besonderes Augenmerk auf die Vereinbarkeit der beruflichen und familiären Lebensplanung.“

Die jetzt vorgelegte Gesamtstrategie zeigt auf, wie die TU Darmstadt ihre Förder- und Anreiz-Angebote auf die einzelnen Qualifikationsphasen fein abstimmt. „Wir möchten Impulse setzen, damit der wissenschaftliche Nachwuchs seine Potenziale voll entfalten und ausschöpfen kann“, erklärte Präsident Prömel.

Für die Promotionsphase berücksichtigt die TU Darmstadt gleichermaßen akademische wie außerakademische Karriereziele und hat den dynamischen Arbeitsmarkt im Blick, zumal das Gros der Doktorandinnen und Doktoranden den Karriereweg in der Industrie fortsetzt. Während der Postdoc-Phase, die auf Tätigkeiten insbesondere im wissenschaftlichen Umfeld oder im Wissenschaftsmanagement vorbereitet, legt die TU Darmstadt Wert auf internationale und fachübergreifende Mobilität.

In der sich für Postdocs anschließenden Qualifikationsphase, die sich durch Nachweise eigenständiger, international sichtbarer Forschung, steigender Reputation sowie aktiver Lehre auszeichnet, wird der Weg zur Professur geebnet. „Hier setzen wir eigene Akzente mit dem Athene Young Investigator Programm“, sagte Präsident Prömel. In einer ersten Runde wurden bereits herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland gewonnen. Sie erhalten bis zu fünf Jahre lang finanziell attraktive Arbeitsbedingungen, können Nachwuchsgruppen leiten, werden mit professoralen Rechten ausgestattet und verantworten jeweils ein eigenes Budget.

„Eine Förderlinie der TU Darmstadt, die auch bundesweit auf Interesse stößt, richtet sich insbesondere an den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs und zielt auf größere Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und akademischer Welt“, so Präsident Prömel. Das Instrument „UNICO – University Industry Collaborative Young Investigator“ eröffnet Nachwuchskräften, die in Unternehmen forschungsbezogen arbeiten, eine frühe Anbindung an die Universität und einen Karriereweg zur Professur.

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