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13.07.2017

Logische Konsequenz

TU Darmstadt und TU Graz gehen strategische Partnerschaft ein

Die TU Darmstadt und die TU Graz haben am Mittwoch (12. Juli) im Rahmen eines Festaktes einen Vertrag über eine langfristige strategische Partnerschaft unterzeichnet. Damit werden die seit 1985 bestehenden Beziehungen, die längst viele Fachbereiche und alle Ebenen der Universität umfassen, formal weiter aufgewertet. Die TU Graz ist neben der Tongji Universität Shanghai (China) und der Virginia Polytechnic Institute and State University in Blacksburg (USA) der dritte internationale strategische Partner der TU Darmstadt.

Bilder: Felipe Fernandes

Herzliche, heitere, gelöste Stimmung vor und während des Festaktes im Georg Christoph Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt: TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und sein Amtskollege der TU Graz, Rektor Professor Harald Kainz, freuten sich sichtlich über die Zeremonie und den Anlass des Zusammentreffens: Sie unterzeichneten einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft beider Universitäten.

Dass es dafür längst eine breite und langjährige Grundlage gibt, zeigten die angeregten und vertrauten Gespräche zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Verwaltungs-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern beider Institutionen. Nicht wenige der aktuellen Professoren haben biografische Bezüge zu beiden Universitäten. Und auch eine weitere enge Verbindung durfte nicht unerwähnt bleiben: In seiner Ansprache zeichnete der Bürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Rafael Reißer, die Städtepartnerschaft mit Graz seit 1968 nach.

„Unsere Unterschriften unter die Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein unserer Zusammenarbeit, die 1985 mit dem Abschluss eines ersten Kooperationsvertrags begann und die sich auf vielen Ebenen sehr lebendig und in hoher Qualität entwickelt hat“, sagte Professor Prömel. „Beide Partner haben ähnliche Strukturen, institutionelle Leitbilder und Vorstellungen zur bilateralen Zusammenarbeit“, hob Präsident Prömel hervor.

Klassische Ingenieurdisziplinen und moderne Informationstechnologien

Rektor Kainz sagte in seiner Ansprache: „Die Herausforderungen für technische Universitäten liegen heute in der Verbindung der klassischen Ingenieurdisziplinen mit den modernen Informationstechnologien, also in der Zusammenführung der Ingenieurbereiche Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Elektrotechnik mit IKT-Themen wie Big Data, Cyber-Security oder Bildverarbeitung. Hier liegen die Schwerpunkte beider Universitäten und in diesen Bereichen wollen wir gemeinsam die Zukunft der europäischen Industrie mitgestalten.“

Inzwischen ist zwischen beiden Universitäten ein dichtes Kooperations-Netzwerk durch gemeinsame Projekte und Publikationen etwa in Bauingenieurwissenschaften, Informatik, Mathematik, Geodäsie, Elektrotechnik, Chemie, Materialwissenschaft, Maschinenbau, Philosophie und Architektur gewachsen. Für Studierende ist der wechselseitige Aufenthalt wegen des ähnlichen wissenschaftlichen Profils und englischsprachiger Studiengänge sehr interessant. Ein Forschungsabkommen zu Cybersicherheit, der regelmäßige Austausch von Lehrenden, gemeinsame Winter Schools und eine rege Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten runden das Bild ab.

Mit der Unterzeichnung der Strategie-Vertrags ist auch die Gründung eines paritätisch besetzten Steuerungs-Komitees verknüpft: Es berät bei allen Partnerschafts-Aktivitäten, achtet auf die erfolgreiche Umsetzung der Arbeitspakete (zum Beispiel die Entwicklung gemeinsamer strukturierter Promotionsprogramme), lotet die Chancen von Förderanträgen bei Ausschreibungen aus und schlägt neue Initiativen vor.

Weitere Informationen

Die TU Graz hat rund 13.000 Studierende und 1.550 wissenschaftliche Beschäftigte (inkl. Professuren). Die Universität weist ein ähnliches Fachbereichsprofil wie die TU Darmstadt auf und schneidet in internationalen Fachrankings gut ab. Aufgrund ihres dichten Netzwerks (u.a. fünf strategische Partnerschaften und 200 Partneruniversitäten) ist sie international stark sichtbar.

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