Tenure-Leitfaden

Das Darmstädter Tenure-Track-Modell

Die TU Darmstadt nutzte die Juniorprofessur schon länger als alternativen Karriereweg zur Professur. Das erste Tenure-Verfahren wurde 2012 erfolgreich abgeschlossen, seitdem folgten mehrere weitere Tenure-Verfahren. Seit 2016 ersetzt die Assistenzprofessur die bisherige Juniorprofessur.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) überzeugte die TU Darmstadt mit ihrem Konzept „Tenure Track 2.0 @ TU Darmstadt: Attraktiv, breit verankert, strukturbildend“. Sie wird in der ersten Antragsrunde mit 12 Tenure-Track-Professuren gefördert.

Mit Hilfe der eingeworbenen Professuren:

  • möchte die Universität den Karriereweg Tenure-Track flächendeckend etablieren,
  • will die TU Darmstadt – auch im Sinne des Tenure-Track-Programms – die Planbarkeit und Transparenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs weiter erhöhen,
  • sollen mehr Frauen und mehr internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die TU Darmstadt gewonnen und
  • deren Professorenschaft nachhaltig vielfältiger gestaltet werden.

Grundsätze: Verfahrenssicherheit, Transparenz, Qualitätssicherung

Auf Grundlage ihrer bisherigen Erfahrungen hat die TU Darmstadt ihren Leitfaden für Tenure-Track-Professuren weiter entwickelt. Dieser sieht unter anderem eine individuelle Zielvereinbarung und einen Mid-term Review als wichtigen Orientierungspunkt während der Laufzeit der Professur vor. Weiterhin wird jeder Assistenzprofessur eine fachfremde Mentorin bzw. ein fachfremder Mentor zur Seite gestellt. Die Gewährung von Tenure hängt ganz von der Erfüllung persönlicher Voraussetzungen und vereinbarter Ziele ab.

Neue Assistenzprofessuren mit Tenure-Track werden grundsätzlich als W2-Professuren mit sechsjähriger Laufzeit besetzt. Im Falle einer positiven Tenure-Entscheidung erfolgt in der Regel die Übernahme auf eine unbefristete W2-Professur. Nach weiteren fünf Jahren besteht die Möglichkeit, über ein ad-personam-Verfahren auf eine W3-Professur zu gelangen.

Mittelfristig soll die Tenure-Track-Professur neben der „klassischen“ Berufung zu einem „Standardweg“ zur Professur werden: Im Jahr 2030 gewinnt die TU Darmstadt etwa die Hälfte ihrer Professorinnen und Professoren über eine W2-Assistenzprofessur mit Tenure-Track.

Durchführung von Tenure-Verfahren an der TU Darmstadt

Maximen: Qualitätssicherung, Transparenz, Verfahrenssicherheit.

Ziele: Aufrechterhaltung von Qualitätssicherung, Strukturierung des Verfahrens; Orientierungshilfe; Weiterentwicklung des „Darmstädter Modells“.

Rechtsgrundlagen: § 64 HHG, Grundordnung der TU Darmstadt. Im Übrigen bleiben alle jeweils zum Zeitpunkt bestehenden Regelungen für Assistenzprofessuren an der Technischen Universität Darmstadt unberührt.

1. Begriffserklärung

2. Das Darmstädter Tenure-Track-Modell

3. Mentorin oder Mentor

4. Zielvereinbarung

5. Mid-term Review

6. Tenure-Verfahren

a. Antrag auf Durchführung des Tenure-Verfahrens

b. Tenure-Komitee

c. Durchführung des Tenure-Verfahren

7. Antrag auf ein ad personam Verfahren

a) für W2-Professuren nach erfolgreichem Tenure-Verfahren

b) für W1-Professuren ohne Tenure Track mit exzellenter Entwicklung

8. Regelung für gemeinsame Berufungen