wasserbauhalle

Wasserbauhalle

Wasserbauhalle, Bild TU Darmstadt
Wasserbauhalle, Bild TU Darmstadt

Baubeschreibung

Das ehemals 1956-57 als Versuchshalle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es wird nach seinem Architekten auch „Ernst-Neufert-Halle“ genannt. Ernst Neufert, von 1945 bis 1965 Professor für Baukunst am Fachbereich Architektur der damaligen TH Darmstadt, entwarf eine Halle von 70 m Länge und 25 m Breite mit angrenzenden Institutsgebäude sowie einem Wasserturm. Prägend ist das wellenförmige Dach in einer Spannbeton-Schalenbauweise, das durch schräg stehende Stützen getragen wird und dabei einen flexibel nutzbaren Innenraum überspannt. Alle Bauteile verbindet neben der leichten Stahlbetonskelettkonstruktion auch der durchgängig verwendete gelbe Klinker.

Aussengerüst, Bild TU Darmstadt
Aussengerüst, Bild TU Darmstadt

Anlass der Sanierung

Das Gebäude ist bis auf wenige in der Vergangenheit vorgenommene Ausbesserungsarbeiten noch im Originalzustand erhalten und weist inzwischen starke Verwitterungsschäden an Hüllflächen und Tragwerk auf. Insbesondere die Fallrohre der Dachentwässerung, die in die innen liegenden Betonstützen integriert sind, haben sich als problematisch erwiesen. Die Konstruktion entspricht zum Teil auch nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Wärme- und Brandschutz. An der Stahlbetonkonstruktion waren darüber hinaus Risse erkennbar, die eine Betonsanierung erforderlich machten.

Arbeiten Innen, Bild TU Darmstadt
Arbeiten Innen, Bild TU Darmstadt

Ziel

Durch die Modernisierungsmaßnamen im Rahmen des Konjunkturpakets II werden die Stahlbeton-Konstruktion und die Hüllflächen des Gebäudes denkmalgerecht saniert und diese damit wieder ganzjährlich voll funktionsfähig gemacht. Hierzu mussten unter anderem Details für die Anbringung der Dachdämmung und Abdichtung entwickelt werden, die den filigranen Dachrand als prägendes Element der Konstruktion erhalten. Die durch starke Korrosion beeinträchten Fassaden werden durch neue Stahl-Glas Elemente ersetzt und mit Isolierglas versehen. Die Gestaltung der Profilstärken und deren Gliederung erfolgt in Anlehnung an den Bestand.