Corona-Virus-Krise Neueinstellung aus dem Ausland

Was bedeutet die Corona-Virus-Krise für eine Neueinstellung aus dem Ausland?

Stand: 22.09.2020

Allgemeine Überlegungen:

Die Corona-Virus-Krise hat Auswirkungen auf laufende sowie beabsichtigte Stellenbesetzungsverfahren, insbesondere auch hinsichtlich der eingeschränkten Mobilität/Reisemöglichkeiten und der in Hessen geltenden Kontaktbeschränkungen. Daher sind derzeit Einstellungen unter Einbezug aktueller Gegebenheiten und mit Bedacht sowie Blick auf das „Machbare“ zu betreiben.

Insbesondere die Führungskräfte sind dazu aufgerufen, im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation umzugehen und eine umsichtige Abwägung zwischen universitären Belangen, Interessen der Beschäftigten und Bewerber_innen sowie den Vorgaben von Bund und Ländern zum Schutze der Bevölkerung anzustellen.

Eine nicht unbedeutende Rolle spielt in diesem Kontext u.a. die vorausschauende Fragestellung, ob eine Einreise nach Deutschland bzw. eine Ausreise aus dem Herkunftsland möglich und unter Einbezug der auf Bundes- und Landesebene angestrebten weitestmöglichen Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Erregers angemessen ist.

Ob eine Einreise gestattet wird, entscheidet sich im Einzelfall erst bei der Ankunft in Deutschland im Rahmen der Kontrollen der Bundespolizei, hier gibt es aktuell keine pauschalen und verlässlichen Zusagen.

Insoweit kann es – trotz Vorlage eines Arbeitsvertrags und einer entsprechenden Arbeitgeberbescheinigung – passieren, dass Einreisewillige abgewiesen und in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden.

Beachten Sie bitte die Regelungen und Hinweise für „Reiserückkehrer“, die entsprechend anzuwenden sind.

Eine möglicherweise erforderliche häusliche Quarantäne wirft zudem die Frage der räumlichen Unterbringung und adäquaten Versorgung auf. Die Präsenzpflicht an der Universität entfällt für die 14 tägige häusliche Quarantäne, zudem sind die in Hessen geltenden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu beachten.

Seit dem 03.04.2020 gilt ein Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Quarantäne-Vorschrift und Kontaktbeschränkung. Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Dies betrifft im Wesentlichen vorsätzliche Verstöße, etwa Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder bei nachgewiesener Weiterverbreitung des Krankheitserregers.

Letztlich wirken sich die aktuellen Gegebenheiten auch auf „Geschäfte des täglichen Lebens“, wie etwa die Vornahme behördlich notwendiger Anmeldungen oder die Eröffnung von Bankkonten, Besorgungen etc. aus und stellen diese unter erschwerte Bedingungen.

Das Welcome Centre der TU Darmstadt unterstützt bei der Kommunikation mit den Behörden nach Kräften und im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten. Der Wohnraumservice der TU Darmstadt kann bei der Bewerkstelligung einer – vorübergehenden – Unterbringung in einem der TU – Gästehäuser unterstützen.

Weder das Welcome Centre noch der Wohnraumservice können bei der praktischen Umsetzung der Versorgung der unter Quarantäne stehenden Eingereisten, wie zum Beispiel Lebensmitteleinkäufe, unterstützen. Hierfür müsste der einstellende Bereich unter Beachtung der jeweils geltenden, aktuellen Schutzmaßnahmen Sorge tragen.

Vor Ausstellung des Arbeitsvertrages und der damit einhergehenden Festlegung des Dienstantritts muss – im Falle einer Einreise aus Drittstaaten oder belasteten Regionen – für Unterbringung eine schriftliche Bestätigung (per E-Mail) des einstellenden Bereichs im Personaldezernat vorliegen, dass für Unterbringung und Versorgung während der Quarantäne gesorgt ist und die Arbeitsaufnahme auch mobil (vor Ort/aus dem Inland) erfolgen kann.

Die einstellenden Bereiche werden außerdem darum gebeten, die Einreisenden bei der Meldung bei dem für sie zuständigen Gesundheitsamt wegen der Quarantänemaßnahmen zu unterstützen (Informationen zur Meldung vgl. z.B. Webseite des Gesundheitsamtes der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg).

Die bereits kommunizierten Handlungsanweisungen der Hochschulleitung gilt es auch in diesen Stadien des Beschäftigungsverhältnisses einzuhalten:

Corona-Virus – Handlungsanweisungen für Beschäftigte

In Anbracht der Handlungsanweisungen der Hochschulleitung bedarf es besonderer Prüfungen und Überlegungen, ob und inwieweit eine Einarbeitung in der derzeitigen Situation überhaupt realisiert werden kann. Die Möglichkeit zur Aufnahme der mobilen Arbeit aus dem Ausland zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses ist in diesem Zusammenhang nicht gegeben, Dienstort ist weiterhin Darmstadt.

Insbesondere dann, wenn eine Einarbeitung nicht hinreichend gewährleistet werden kann, sollte diesem Umstand verantwortungsvoll Rechnung getragen werden (z. B. im Hinblick auf die Möglichkeiten der Bewährung in der Probezeit, eventuelle Verzögerungen in Projekten mangels Kenntnisvermittlung).

Das eventuell notwendige „Absonderungs“-Gebot und das damit einhergehende Tätigkeitsverbot sind ebenfalls zu beachten (vgl. Punkt Quarantäne und Maßnahmen nach der Einreise).

Diese insgesamt besondere Situation erfordert auch eine besondere Fürsorge hinsichtlich der Einarbeitung und Gestaltung der Probezeit. Diese bleibt bei der tarifvertraglichen Regelung von 6 Monaten und kann darüber hinaus nicht verlängert werden.

Status: 22 September 2020

What impact does the coronavirus crisis have on recruitments from abroad?

General considerations:

The coronavirus crisis has an impact on the recruitment processes already under way and those still in planning. This applies especially to mobility and travel restrictions in general and to contact restrictions in Hesse. Therefore, it is necessary to consider all aspects of the current situation and carefully weigh the “feasibility” of recruitments.

Supervisors/managers are encouraged to tackle the current situation responsibly and mindfully within the framework of their duty of care by balancing the interests and circumstances of the university, our employees and staff as well as of the candidates while adhering to the requirements specified by our Federal and State Governments to protect the public.

Last but not least, they also need to consider whether entering Germany or leaving their country of origin is possible and wise for future employees and staff as our Federal and State Governments are currently trying to slow down the spread of the coronavirus as much as possible.

The German Federal Police decides within the scope of their border controls whether specific persons will be allowed to enter Germany or not. Currently, there are no comprehensive and definitive assurances in this matter.

Hence, it may well be possible that persons wishing to enter Germany are stopped and sent back to their country of origin despite the fact that they can present an employment contract and the respective employer’s certificate.

Please note the regulations and instructions for returning travellers, which must be applied accordingly.

A possibly necessary self-quarantine at home leads to the question of where the new employee or staff member from abroad will be staying and how that person will be cared for appropriately during that time. Of course, duty of presence will be suspended for these 14 days; however, in Hesse at least, the contact restrictions also need to be observed. You will find additional information about these measures in English as well as other translations on the Internet pages of the State of Hesse.

Since 3 April 2020, a catalogue of fines is in force covering offences against the quarantine regulations and the contact restrictions. Particularly serious violations of these regulations may also be reported as criminal offences. This applies particularly to any intentional violations, such as violations of quarantine orders or the proven spreading of the virus.

And finally, the current situation also impacts on our everyday affairs such as how to register at the local foreigners’ registration office, how to open a bank account etc.; thus, making life even more difficult.

The Welcome Centre of TU Darmstadt can assist by communicating with local authorities as best as they can and within the scope of their currently restricted abilities. The Accommodation Service of TU Darmstadt can also offer assistance by providing temporary accommodation in one of the TU guesthouses.

Neither the Welcome Centre nor the Accommodation Service can physically take care of the persons entering Germany during their self-quarantine by doing their grocery shopping etc. for them. The department employing them would have to take care of this while observing all applicable protective measures at that time.

Prior to issuing a work contract and determining a date for the new employee’s/staff member’s commencement of service, a written confirmation (by email) of the recruiting department must be submitted to the Directorate VII indicating that accommodation and housekeeping will be taken care of during the quarantine. It also needs to indicate that mobile work is possible (either on site or from home within Germany).

The recruiting departments are also asked to assist new employees and staff entering Germany when reporting to the local Gesundheitsamt (public health department) regarding applicable quarantine measures (for information on how and when to report, check the website of the Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg (public health department of the city of Darmstadt and the administrative district of Darmstadt Dieburg)).

During the initial phases of employment, the instructions and guidelines of the Executive Board of TU Darmstadt must also be observed as communicated:

Coronavirus – Instructions and Guidelines for Employees and Staff

Due to the instructions and guidelines of the Executive Board of TU Darmstadt, supervisors/managers must check and consider carefully whether and to which extend a work place orientation will be feasible in the current situation. It is not possible to work from home as a new employee or staff member when abroad; place of work/service continues to be Darmstadt.

This should especially be considered if a proper work place orientation cannot sufficiently be ensured (such as offering the opportunity for new employees and staff to demonstrate their skills during their probation period; possible delays of projects due to insufficient orientation).

In addition, supervisors/managers also need to take into account the possibly necessary self-quarantine combined with a prohibition to work (refer to position “Quarantine and other protective measures following entry”).

This entire situation requires special care particularly relating to work place orientation and organising probation periods. The latter stay at 6 months as defined in the collective agreement and cannot be extended.