Wissenschaftliche Hilfskräfte

Studentische Hilfskräfte und Wissenschaftliche Hilfskräfte – Allgemeine Informationen

Allgemeiner Hinweis:

Dokumentation der täglichen Arbeitszeit nach § 17 Mindestlohngesetz (studentische wie auch wissenschaftliche Hilfskräfte):

Zu dokumentieren sind Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit im Sinne von Anwesenheitszeiten sowie die Gesamtdauer/Summe der täglichen Arbeitszeit abzüglich der Pausen. Pausen gehören nicht zur Arbeitszeit und sind bei der Angabe der Gesamtdauer herauszurechnen. Eine gesonderte Dokumentation der Pausenzeiten ist nicht erforderlich.

Beispiel:

Beginn: 09:00 Uhr, Ende 15 Uhr; tägl. Gesamtstunden = 6 Stunden
Beginn: 09:00 Uhr, Ende 15:30 Uhr (6 Stunden, 30 Minuten, somit Pause von mindestens 30 Minuten erforderlich); tägl. Gesamt Stunden = 6 Stunden (da 30 min. Pause abgezogen)

Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden ist eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten und bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden ist eine Ruhepause von mindestens 45 Minuten einzuhalten (§ 4 Arbeitszeitgesetz).

Dokumente/Formulare:

Bitte verwenden Sie die jeweils aktuell auf der Formularseite des Dez. VII eingestellten Formulare und Arbeitsverträge (Studentische Hilfskräfte). Damit ist sichergestellt, dass Sie auch bei Änderungen/Anpassungen immer die aktuellen Informationen haben.

 

I. Studentische Hilfskräfte

 

Grundlagen:

Grundsätze zur Beschäftigung studentischer Hilfskräfte an der TU Darmstadt

Die faire Ausgestaltung studentischer Beschäftigungsverhältnisse ist uns wichtig. Dafür schaffen wir eine gemeinsame Verständnisgrundlage, indem wir die für beide Seiten geltenden Rechte und Pflichten transparent machen und mit einem Leitfaden einen Orientierungsrahmen für studentische Beschäftigungsverhältnisse bieten.

Eine Beschäftigung als studentische Hilfskraft an der TU Darmstadt soll Studierenden die Gelegenheit geben, eigene Fachkenntnisse zu vertiefen und auszubauen, Organisation und Abläufe der Universität näher kennenzulernen und – über die Studienerfahrungen hinausgehend – intensivere Einblicke in Forschung & Lehre zu gewinnen.

Wir verstehen studentische Hilfskräfte als Teil der Gemeinschaft aller Universitätsbeschäftigten. Als Kolleginnen und Kollegen leisten sie mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für die TU Darmstadt. Ein wertschätzender Umgang und die Anerkennung ihrer Leistung sind für uns selbstverständlich.

Im Leitfaden für die Beschäftigung von Studentischen Hilfskräften an der TU Darmstadt sind die wichtigsten Grundlagen und Informationen zusammengefasst. Der Leitfaden unterstützt Sie in der Umsetzung der administrativen Abläufe. Bitte nutzen Sie die jeweils auf dieser Seite eingestellte aktuelle Version.

Folgende Themen finden Sie dort:

  • Aufgabenbereich
  • Einstellungsvoraussetzungen
  • Rekrutierungsweg und Internationalisierung
  • Beschäftigungsumfang und Beschäftigungsdauer
  • Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht
  • Einstellung und Arbeitsvertrag
  • Vergütung
  • Jahressonderzahlung
  • Sozialversicherungspflicht
  • Geringfügige Beschäftigung (Minijob)
  • Kurzfristige Beschäftigung
  • Besteuerung
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Unfall
  • Urlaub
  • Feiertagsregelung
  • Änderung der persönlichen Daten
  • Mutterschutz
  • Vermögenswirksame Anlagen
  • Weiterbildung
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitszeugnis

Wichtige Änderungen im Leitfaden für studentische Hilfskräfte – Stand September 2018 -

Aktualisiert wurde der Leitfaden unter Ziffer 6 – Einstellung von Hilfskräften U 18 – , Seite 4 – 5.

Für Studierende aus EU oder EWR-Staaten ist bei Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses die European Health Insurance Card (EHIC) künftig nicht mehr ausreichend. Die Studierenden müssen sich in Deutschland selbst krankenversichern.

Näheres entnehmen Sie bitte dem aktualisierten Leitfaden für die Beschäftigung von studentischen Hilfskräften an der TU Darmstadt unter Ziffer 9 – Sozialversicherungspflicht auf Seite 6.

Neu ist auch ein Hinweis zum Verfahren während eines Urlaubssemesters (Seite 7).

Vergütung:

An der TU Darmstadt beträgt der Stundensatz für studentische Hilfskräfte ab 01.04.2018 10,00 € bzw. 11,75 €. Der Vergütungssatz von 11,75 € ist für studentische Hilfskräfte gedacht, denen anspruchsvolle Aufgaben im Bereich der Lehre und Forschung übertragen werden

Studentische Hilfskräfte erhalten eine Jahressonderzahlung, die monatlich in Höhe von 5% des für den Auszahlungsmonat zustehenden Bruttoentgelts gezahlt wird. Darüber hinaus fallen je nach Beschäftigungsumfang Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung an; beachten Sie bitte die Punkte 9 – Sozialversicherungspflicht – und – 10 Geringfügige Beschäftigung – des Leitfadens.

Rechtsgrundlagen:

§ 75 Abs. 1 HHG (Hessisches Hochschulgesetz):

1Studierende, die an einer Hochschule in einem Studiengang immatrikuliert sind, der zu einem ersten oder weiteren berufsqualifizierenden Hochschulabschluss führt, können nebenberuflich bis zur Dauer von insgesamt sechs Jahren beschäftigt werden.
2Die Beschäftigungsverhältnisse werden in der Regel für mindestens ein Semester begründet.
3Innerhalb der zulässigen Befristungsdauer sind auch Verlängerungen eines befristeten Arbeitsvertrages möglich.
4Studentische Hilfskräfte unterstützen Studierende durch Tutorien in ihrem Studium und erbringen Dienstleistungen in Forschung und Lehre sowie studiennahe Dienstleistungen, die zugleich der eigenen Weiterbildung dienen.

§ 6 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz)

Befristete Arbeitsverträge zur Erbringung wissenschaftlicher oder künstlerischer Hilfstätigkeiten mit Studierenden, die an einer deutschen Hochschule für ein Studium, das zu einem ersten oder einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führt, eingeschrieben sind, sind bis zur Dauer von insgesamt sechs Jahren zulässig. Innerhalb der zulässigen Befristungsdauer sind auch Verlängerungen eines befristeten Arbeitsvertrages möglich.

Hinweis:
Nach den internen Leitlinien der TU Darmstadt soll die Beschäftigungsdauer 4 Jahre nicht überschreiten. (Vergleiche hierzu Ziffer 4 im „Leitfaden für die Beschäftigung von studentischen Hilfskräften an der TU Darmstadt“)

II. Wissenschaftliche Hilfskräfte im Sinne des § 75 Abs. 2 HHG (Hessisches Hochschulgesetz)

Die Einstellung als Wissenschaftliche Hilfskraft setzt ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium voraus (Master, Diplom, Magister oder Staatsexamen).

Sofern der Beschäftigungsumfang ein Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit übersteigt (für die TU Darmstadt ist die Bezugsgröße die Arbeitszeit der Tarifbeschäftigten, derzeit 40 Stunden), ist das Vertragsverhältnis auf die Höchstbefristungsgrenze im Sinne von § 2 Abs. 1 WissZeitVG anzurechnen.

Vergütung:

An der TU Darmstadt beträgt der Stundensatz für Wissenschaftliche Hilfskräfte ab 01.04.2018 15,25 €.

Wissenschaftliche Hilfskräfte erhalten eine Jahressonderzahlung, die monatlich in Höhe von 5% des für den Auszahlungsmonat zustehenden Bruttoentgelts gezahlt wird.

Darüber hinaus fallen je nach Beschäftigungsumfang Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung an. Diese entsprechen den Hinweisen im Leitfaden für die Beschäftigung von Studentischen Hilfskräften – Punkt 9 – Sozialversicherungspflicht – und Punkt 10 – Geringfügige Beschäftigung -.

Rechtsgrundlagen:

§ 75 Abs. 2 HHG (Hessisches Hochschulgesetz)

Die Befristung von Arbeitsverträgen mit Personen, die ihr Studium abgeschlossen haben, ist im Rahmen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes vom 12. April 2007 ( BGBl. I S. 506 ), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Mai 2017 ( BGBl. I S. 1228 ), und der allgemeinen arbeitsrechtlichen Bestimmungen möglich.

§ 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz)

Die Befristung von Arbeitsverträgen des in § 1 Absatz 1 Satz 1 genannten Personals, das nicht promoviert ist, ist bis zu einer Dauer von sechs Jahren zulässig, wenn die befristete Beschäftigung zur Förderung der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung erfolgt.

§ 2 Abs. 3 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz):

Auf die in Absatz 1 geregelte zulässige Befristungsdauer sind alle befristeten Arbeitsverhältnisse mit mehr als einem Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit, die mit einer deutschen Hochschule oder einer Forschungseinrichtung im Sinne des § 5 abgeschlossen wurden, sowie entsprechende Beamtenverhältnisse auf Zeit und Privatdienstverträge nach § 3 anzurechnen. Angerechnet werden auch befristete Arbeitsverhältnisse, die nach anderen Rechtsvorschriften abgeschlossen wurden. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Arbeitsverhältnisse nach § 6 sowie vergleichbare studienbegleitende Beschäftigungen, die auf anderen Rechtsvorschriften beruhen.

Stand: September 2018

 

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