Querdenken hilft

21.04.2016

Querdenken hilft

Zehn Themen beim TU-Forum Chance Exzellenzinitiative

Mehr als 100 Mitglieder der TU Darmstadt haben beim „TU-Forum Chance Exzellenzinitiative“ am Dienstag, 19. April, engagiert darüber diskutiert, welche Stärken und Profilmerkmale die Universität im Jahr 2026 auszeichnen werden.

Das Präsidium der TU Darmstadt hatte auf dem Weg der Vorbereitung auf die nächste Runde der Exzellenzinitiative alle Professorinnen und Professoren, das wissenschaftliche und administrativ-technische Personal sowie die Studierenden zu einem mehrstündigen „open space“-Format in das Hörsaal- und Medienzentrum auf der Lichtwiese eingeladen, um über eine Bestandsaufnahme hinaus Visionen und Ideen zu entwickeln. TU-Präsident Hans Jürgen Prömel forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in seinem Auftakt-Statement auf, unbefangen „querzudenken“ und die Formulierung von Zielen nicht an die Exzellenzinitiative anzupassen. „Wir müssen selbst sagen, was und wohin wir wollen, und dann sehen, was davon zum Wettbewerb im Rahmen der Exzellenzinitiative passt.“

Der Präsident stimmte die TU-Mitglieder mit einer Kernfrage ein: „Was benötigt die TU, um in der Forschung, der Nachwuchsförderung, in forschungsorienierter Lehre, im Wissenstransfer und in Governance-Strukturen international wettbewerbsfähig zu sein?“ Zugleich verweis er auf die Allianz der Rhein-Main-Universitäten – Goethe-Universität Frankfurt, Gutenberg-Universität Mainz und TU Darmstadt – und deren Chance, im Verbund die internationale Reputation zu stärken.

In den folgenden open space-Runden wurden insgesamt zehn vorab aus der Universität eingebrachten Themen intensiv diskutiert – Interdisziplinarität, Internationalisierung, TU als attraktive Arbeitgeberin, forschungsorientierte Lehre, Nachwuchsförderung, Innovation und Forschungstransfer, Digitalisierung, die Universität als kreatives Umfeld, Qualität versus Quantität sowie Persönlichkeitsentwicklung jenseits der Studieninhalte.

Auf dem abschließenden „Marktplatz“, auf dem die Ergebnisse vorgestellt wurden, votierte das Publikum dafür, das Fazit des Arbeitskreises „Digitalisierung“ sowie „Persönlichkeitsbildung“ im Abschluss-Plenum kennen zu lernen. So berichtete etwa die Professorin Andrea Rapp, Expertin für Digital Humanities und Leiterin einer Arbeitsgruppe, von der „großen Chance“ für die Universität, die „Entwicklung von Digitalität“ breit zu verankern – als einen transdisziplinären Forschungsgegenstand, im Hinblick auf eine „nachhaltige Infrastruktur“ und in der Lehre „digitaler Grundkompetenzen“. Am Ende resümierte Präsident Prömel: „Ich bin beeindruckt von den vielen guten und kreativen Ideen. Der frische Blick schärft unsere Gedanken im Präsidium.“

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