Zwei neue Mitglieder im Hochschulrat

04.09.2017

Zwei neue Mitglieder im Hochschulrat

Wolff und Schüth begrüßt, Rauhut und Rausch verabschiedet

Seit dem 1. September gehören Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG, und Professor Ferdi Schüth, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohleforschung und Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, dem zehnköpfigen Hochschulrat der TU Darmstadt an. Zugleich endeten die Amtszeiten von Professor Burkhard Rauhut und Dr. Karl-Friedrich Rausch. Beide Wissenschaftler hatten die Universität acht Jahre beratend begleitet. Die Universität verabschiedete sie mit Dank.

Prof. Dr. Ferdi Schüth. Bild: BASF SE / Christian Liepe
Prof. Dr. Ferdi Schüth. Bild: BASF SE / Christian Liepe

Professor Dr. Ferdi Schüth studierte Chemie und Jura an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster. 1984 machte er seinen Abschluss in Chemie, blieb aber weiterhin als PhD an der Universität, um dann 1988 in Chemie zu promovieren. Bis 1989 arbeitete er als Postdoc mit L.D. Schmidt an der University of Minnesota, Minneapolis (USA). Im gleichen Jahr absolvierte er auch das erste Staatsexamen in Jura. Nach fünfjähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, davon ein halbes Jahr (1993) an der University of California in Santa Barbara, wurde Ferdi Schüth 1995 als Professor für anorganische Chemie an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt berufen. 1998 folgte dann sein Wechsel als Direktor an das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, wo er seither tätig ist. 2014 kam noch seine Benennung als Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft hinzu.

Ferdi Schüth erhielt im Laufe seiner Karriere verschiedene renommierte Preise wie den Preis des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft, den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG sowie den Wöhler-, den Hamburger Wissenschafts- und den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis. Darüber hinaus ist er Mitglied verschiedener redaktioneller Beiräte, Herausgeber der Zeitschrift Chemistry of Materials, Vorstandsmitglied der Dechema, bis 2014 war er Vizepräsident der DFG, und seit 2012 ist er Mitglied der Jury des Deutschen Zukunftspreises, deren Vorsitz er derzeit führt. Er ist Professor h. c. an der Dalian University of Technology (China) und Gründer der Firma hte AG, die heute Teil der BASF ist.

Seine Forschungsinteressen umfassen die Grundlagen der Kristallisation, Synthese von Katalysatoren und Materialien mit hohen Oberflächen, Heterogene Katalyse, zeolithische Materialien, Wasserstoffspeicherung sowie die Umwandlung von Biomasse.

Dr. Marie-Luise Wolf. Bild: ENTEGA AG
Dr. Marie-Luise Wolff. Bild: ENTEGA AG

Dr. Marie-Luise Wolff, studierte Anglistik und Musikwissenschaften in Deutschland, England und den USA und hat an der Universität zu Köln promoviert. Ihre Industrielaufbahn hat sie 1987 bei der Bayer AG im Bereich Unternehmenskommunikation begonnen. Von dort ist sie zu SONY Deutschland gewechselt, wo sie das Marketing-Ressort leitete. 1996 trat Marie-Luise Wolff als Leiterin Unternehmenskommunikation in die VEBA AG, ein Vorgängerunternehmen der E.ON AG, ein. Zwischen 2002 und 2006 verantwortete sie die Unternehmensstrategie der E.ON Sales & Trading GmbH in München. 2006 wurde sie zur Geschäftsführerin der neu gegründeten E.ON-Vertriebsgesellschaft E WIE EINFACH Strom und Gas GmbH. Von Oktober 2009 bis Juni 2013 war Wolff Vorstand der Mainova AG. Sie verantwortete die Bereiche Energiebezug, -handel und Vertrieb. Zurzeit ist sie Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG Darmstadt.

Wolff ist in zahlreichen Gremien und Verbänden aktiv – sie ist unter anderem Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied der Mitgliedervertretung der Gothaer Versicherungsbank VVaG, Vizepräsidentin und Vorsitzende das Ausschusses für Umwelt und Energie bei der IHK Darmstadt und Mitglied im Stiftungsrat der Schader-Stiftung.

Hochschulrat der TU Darmstadt

Der Hochschulrat besteht aus zehn externen Mitgliedern sowie einem Vertreter oder einer Vertreterin des hessischen Wissenschaftsministerium als ständigem Gast. Das Gremium hat Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten, insbesondere in Fragen der Hochschulentwicklung, und übt Kontrollfunktionen aus. Die Mitglieder werden von der Hessischen Landesregierung bestellt, für die Hälfte der Mitglieder hat die TU Darmstadt das Vorschlagsrecht.

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