TU Darmstadt will Titel verteidigen

Sechs Unis treten zur Sportabzeichen-Uni-Challenge 2018 an

21.06.2018 von

Am 26. Juni geht die vom Deutschen Olympischen Sportbund und der Krankenkasse BKK24 initiierte Sportabzeichen-Uni-Challenge in die vierte Runde. In dem simultan ausgetragenen Wettbewerb geht es darum, binnen drei Stunden möglichst viele Punkte beim Deutschen Sportabzeichen zu sammeln. Die Technische Universität Darmstadt tritt als Titelverteidigerin an.

Ausdauerlaufen ist eine der Disziplinen bei der Uni-Challenge am 26. Juni im Hochschulstadion. Bild: Patrick Bal

Mit der TU Darmstadt, die im vorigen Jahr erstmals antrat und den Überraschungssieg holte, konkurrieren diesmal die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Braunschweig, die in den Jahren 2015 und 2016 siegreiche Leibniz Universität Hannover, die Universität Leipzig und die Universität Paderborn.

Los geht es auf allen Sportplätzen um 16 Uhr. Mitmachen können Studierende, Beschäftigte sowie Alumni der jeweiligen Universität. Um am Ende ganz oben zu stehen, schicken die Unis auch prominente Sportlerinnen und Sportler ins Rennen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anfeuern und auch selbst für ihre Universität Punkte bei Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Werfen, Sprint- und Ausdauerläufen sowie beim Seilspringen sammeln.

Hannover ruft Darmstadt …

Damit jeder Teilnehmende weiß, wie sich seine Uni schlägt und wer aktuell vorne liegt, werden halbstündlich Zwischenstände ermittelt. Außerdem gibt es telefonische „Live-Schalten“ zwischen den Sportstätten. Wettkampfatmosphäre und Spannung pur also, wenn die Paderborner den Berlinern im Poststadion zujubeln, der Moderator aus Hannover den aktuellen Punktestand über das Gelände des Darmstädter Hochschulstadions und sich Leipzig und Braunschweig live herausfordern.

Nach drei Stunden wird abgerechnet. Dann zählen die bestandenen Disziplinen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in jeder Übung ein bis drei Punkte erreichen, je nachdem, ob ihre erbrachte Leistung für Bronze, Silber oder Gold beim Deutschen Sportabzeichen gereicht hat.

Es gewinnt die Universität, die am Ende die meisten Punkte verbuchen kann. Aber auch eine gute Platzierung lohnt sich, denn die BKK24 hat für die Unis wieder nach Plätzen gestaffelte Geldpreise ausgelobt und vergibt zusätzlich erstmals einen Engagement-Preis. Dafür wird die erreichte Punktzahl durch die Anzahl der Studierenden geteilt, sodass auch kleinere Universitäten Chancen auf einen Gewinn haben.


Klare Kampfansage

Interview mit dem Deutschen Hochschulmeister Kilian Schreiner, Botschafter der TU Darmstadt bei der 4. Sportabzeichen-Uni-Challenge.

Dreimal hat Kilian Schreiner den Titel des Deutschen Hochschulmeisters geholt. In diesem Jahr lief er über die 3.000 Meter-Distanz auf Rang eins. Der 24-Jährige studiert im sechsten Semester Maschinenbau an der TU Darmstadt. Am 26. Juni ist er Botschafter seiner Universität bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge. Im Interview erzählt Kilian Schreiner, wie er Leistungssport und Studium vereinbart und warum seine Uni die schönste Sportanlage von allen besitzt.


Freuen Sie sich schon auf die Sportabzeichen-Uni-Challenge?

Aber ja. Sie ist eine coole Sache. Ich habe ja dank eines Sportstipendiums zwei Jahre in Kansas, USA, studiert. Die Sportabzeichen-Uni-Challenge versetzt mich ein wenig zurück in diese Zeit. Denn in den USA sind Wettkämpfe zwischen Unis recht etabliert. Das macht Spaß und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.


Studium und Sport – wie lässt sich das vereinbaren?

Die Belastung ist schon sehr hoch. Ich trainiere sechs bis neun Mal die Woche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Laufen, aber ich fahre auch Rennrad oder gehe schwimmen oder zur Gymnastik. Der Sport raubt viel Zeit, aber ich kann ja auch nicht immer nur am Schreibtisch sitzen. Sport ist ein guter Ausgleich.

Kilian Schreiner ist dreimaliger Deutscher Hochschulmeister und Botschafter der TU Darmstadt bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge 2018. Bild: Privat

Sie sind der Botschafter für die TU Darmstadt bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge. Was bedeutet das für Sie?

Zunächst einmal ist das natürlich eine Ehre, über die ich mich freue. Gleichzeitig ist es aber auch eine Möglichkeit für Athleten, die nicht ganz zur prominenten Spitze gehören, Aufmerksamkeit zu bekommen. Selbstverständlich feuere ich alle an, vielleicht kann ich auch bei der Langstrecke Tipps geben, wie man seine Leistung am effektivsten abruft.


Werden Sie während der Challenge auch selbst versuchen, Punkte zu holen?

Klar. Ich werde natürlich während des Wettkampfes alles rund um das Deutsche Sportabzeichen ausprobieren. Ich bin gespannt, wie ich beim 100-Meter-Sprint abschneide. Das habe ich ewig nicht gemacht. Kugelstoßen dagegen ist nicht so mein Ding, aber daran werde ich mich auch versuchen.


Die Konkurrenz durch die anderen fünf Unis ist nicht ohne. Welcher Hochschule räumen Sie die größten Chancen ein?

Sicherlich wird die Berliner Humboldt-Universität ziemlich stark sein, einfach, weil das eine sehr große Uni ist. Aber auch gegen die werden wir siegen…


Was macht die TU Darmstadt so stark?

Wir haben im letzten Jahr den Titel gewonnen und dieses Mal wird das wieder so sein. Momentan studieren bei uns 26.000 Menschen – da geht was. Unsere Anlage hier am Rande des Odenwalds ist wunderschön und erst vor ein paar Jahren renoviert worden. Die Tartanbahn, das Freibad und die Liegewiesen, das lockt die Leute zum Sport. Das Angebot des Hochschulsports ist aber auch sehr gut. Wir sind trainiert. Die anderen werden sich sehr anstrengen müssen.