Würdigungen, Abschiede und ein neues Gesicht

24.09.2019

Würdigungen, Abschiede und ein neues Gesicht

Der Hochschulrat tagte mit dem Senat am 20.09.2019

In seiner September-Sitzung hat der Hochschulrat der Bilanz der TU-Aktivitäten gezogen. Zudem wurden der scheidende Präsident Professor Hans Jürgen Prömel verabschiedet und das neue Hochschulrats-Mitglied Enis Ersü willkommen geheißen.

Der Vorsitzende des Hochschulrats, Professor Ernst Schmachtenberg, hat in der Sitzung des Gremiums am 20. September eine positive Bilanz der Veranstaltung „1. Tag der Rhein-Main-Universitäten (RMU)“ an der Goethe-Universität Frankfurt gezogen. Schmachtenberg, der die Veranstaltung über die gesamte Zeit begleitete, äußerte, die Kooperation werde „aktiv gelebt“. Es sei ein Forum angeboten worden, um auszuloten, auf welchen Gebieten man die Zusammenarbeit vertiefen oder neu initiieren könne. Die anwesende hessische Wissenschaftsministerin und ihr rheinland-pfälzischer Amtskollege hätten deutlich signalisiert, dass sie die strategische RMU-Allianz unterstützten.

In seiner Sitzung gratulierte der Hochschulrat ferner dem Präsidium und der Universität zur Bewilligung des UNITE!-Projekts zum Aufbau eines europäischen Uni-Campus mit sechs Partner-Hochschulen.

Im Rahmen der jährlichen Berichte drückte der Hochschulrat seine Anerkennung für die jüngsten Erfolge bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. So wurden der TU kürzlich weitere acht Tenure Track-Professuren im Bund Länder-Programm bewilligt.

Die Transfer-Aktivitäten der TU Darmstadt sind nach Ansicht des Hochschulrats „auf sehr gutem Weg“. Schließlich sieht der Hochschulrat in dem soeben vorgelegten Gender-Datenreport der TU ein „sehr gutes Instrument, Entwicklungen nachzuvollziehen“ und „dieses sehr wichtige Thema“ weiterhin intensiv zu verfolgen.

Präsident Professor Prömel und seine Nachfolgerin Professorin Brühl berichteten dem Hochschulrat über die gemeinsamen Vorbereitungen zur Amtsübergabe. Die künftige Uni-Chefin nahm als Gast an der Sitzung teil.

An einem Tisch mit dem Senat

In der darauffolgenden gemeinsamen Sitzung mit dem Senat berichtete der Hochschulrat über Entwicklungen der zurückliegenden Monate. Der Hochschulrats-Vorsitzende unterstrich, er wolle die gute Tradition seiner Vorgängerin Professorin Heidi Wunderli-Allenspach und ihres Stellvertreters Dr. Holger Zinke fortsetzen, sich auch weiterhin direkt und eng mit den Universitäts-Mitgliedern auszutauschen und die offene Kommunikation zu pflegen. Der Hochschulrat verstehe sich „nicht als Gremium gegen die Universität, sondern als Freund der Universität“. Erste Stellvertreterin des Hochschulrats-Vorsitzenden Ernst Schmachtenberg ist nunmehr Dr. Marie-Luise Wolff, zweiter Stellvertreter ist Professor Bernd Reckmann.

Die von Präsident Prömel vorgelegte ausführliche Bilanz seiner Amtszeit und seine persönlichen Abschiedsworte stießen auf lang anhaltenden Beifall. Seinen ausdrücklichen Dank richtete der Hochschulrat ferner an Professorin Felicitas Pfeifer, die als stellvertretende Vorsitzende der Findungskommission hervorragende Arbeit im Vorfeld der Wahl der Präsidentin bzw. des Präsidenten geleistet habe.

Neue Persönlichkeit im Hochschulrat

Enis Ersü. Bild: ISRA VISION AG – © ISRA VISION AG
Enis Ersü. Bild: ISRA VISION AG

Neu im Hochschulrat ist seit September der Unternehmer Enis Ersü, ein Alumnus der TU Darmstadt.

Ersü ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der ISRA VISION AG, ein international agierender Anbieter für industrielle Bildverarbeitung in den Bereichen 3D Robotersehen, Oberflächeninspektion und 3D Messtechnik. In den 1970er Jahren studierte Ersü Regelungstechnik an der TU Darmstadt. Es folgten erste Tätigkeiten als Entwicklungsingenieur in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Von 1979 bis 1984 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Regelsystemtheorie und Robotik an der TU Darmstadt. Unter der wissenschaftlichen Betreuung von Professor Henning Tolle und Professor Winfried Oppelt forschte er interdisziplinär am Transfer neurobiologischer Erkenntnisse auf technische Systeme. Besonderer Schwerpunkt war das maschinelle Sehen (Machine Vision). 1985 gründete Enis Ersü das Unternehmen ISRA VISION als Spin-off aus der TU Darmstadt, um das erworbene Wissen in diesem Bereich zur Markreife zu führen und für die industrielle Anwendung verfügbar zu machen. Von 2002 bis 2003 hielt er ferner Vorlesungen im Rahmen der Stiftungsprofessur für Unternehmensgründungen an der TU Darmstadt.

feu

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