Umgestaltung an den Maschinenbauhallen

Von der tristen Schotterfläche zum grünen Aufenthaltsort.

12.02.2026 von

Im Rahmen des Grünen Campus-Projekts wurde durch eine Zusammenarbeit des Büros für Nachhaltigkeit und dem Technischen Betrieb eine alte Baustätte hinter den Maschinenbauhallen des Campus Lichtwiese in einen grünen Aufenthaltsort verwandelt.

Die Freifläche vor dem Gerhard-Pahl-Zentrum, die zum Zeitpunkt der Fertigstellung noch sehr aufgeräumt aussah, wird sich in diesem Jahr in einen biodiversen, grünen Ruheort verwandeln!

Ein neuer Ruheort

Was bis vor ein paar Monaten noch ein trister Schotterplatz war, ist nun eine gestaltete Fläche. Neben vier Jungbäumen macht sich das im aufbereiteten Boden gepflanzte Saatgut bereit, im Frühjahr aufzublühen. Darüber hinaus bieten in der TU-Schreinerei angefertigte Möbel mit eingebauten Pflanzkübeln die Möglichkeit für Aufenthalt und eine Verschnaufpause im lebendigen Grün. Innerhalb des industriellen Geländes zwischen dem Maschinenbaugebäude, dem Gerhard-Pahl-Zentrum und den Maschinenbauhallen fungiert der hergerichtete Platz nun als wertvolle grüne Oase. Diese lädt nicht nur zur Pause ein, sondern liefert auch wertvolle Beiträge zur Biodiversität und Klimaanpassung.

Umgestaltung mit Sinn

Das Ziel des Grünen Campus ist es, einen Campus zu gestalten, der zum einen die Biodiversität fördert und zum anderen für den Klimawandel gewappnet ist.

Die Auswahl der Pflanzen auf dem Platz an den Maschinenbauhallen wurde daher sorgfältig getroffen.

Die gepflanzten Bäume sind der Heimische Feldahorn Acer campestre – dieser übersteht nicht nur Trockenheit, sondern auch harte Winter. Zudem gilt die Art als besonders vogelfreundlich, da sie durch ihre dichte Krone Schutz und reichlich Material für Nester bietet. Auch für Insekten ist der Feldahorn eine ausgezeichnete Wahl, da die nektarreichen Blüten Wild- und Honigbienen anziehen, während die Blätter Raupenfutter für mehr als 20 Schmetterlingsarten liefern.

Feldahorn | Acer campestre

Die Auswahl von Bäumen will gut überlegt sein, da jede Art unter bestimmten Bedingungen ihr volles Potenzial entfalten kann. Mehr als nur gut zu wachsen, können die richtigen Bäume einen gewaltigen Mehrwert für ihre Umwelt erbringen: Widerstandsfähig, dicht bewachsen, futter- und schattenspendend – der Feldahorn ist ein Allrounder!

Bild: Waldwissen.net

Die Bepflanzung des Platzes

Eine bunte Mischung aus heimischen Blühpflanzen wurde gewählt, die den Insekten und Vögeln das ganze Jahr über Futter und Nistmaterial bereitstellen. Sogar der neu angelegte Rasen leistet seinen Beitrag: Die Mischung aus Schotterrasen und klimafestem Kräuterrasen hält das Betreten gut aus und erlaubt an weniger beanspruchten Stellen das Wachstum bunter Wildblüten. Außerdem ist diese Bodenbepflanzung in Trocken- und Hitzeperioden sehr widerstandsfähig.

Die geschreinerten Kübel sind mit hitzefesten Wildpflanzen bestückt, die pflegeleicht sind und die Komposition mit heimischer Bepflanzung abrundet.

Nicht zuletzt spenden die Bäume bei voller Belaubung Schatten, was besonders im Angesicht zukünftig häufigerer Hitzetage im Sommer den Nutzenden zu Gute kommen wird. So verbessert die Begrünung das Mikroklima, denn durch die Verdunstungskälte der Pflanzen wird der Platz etwas heruntergekühlt.

Ein etwas grünerer Campus

Die Umgestaltung gliedert sich in eine Reihe an Projekten ein, die dieses Jahr im Rahmen des Projekts Grüner Campus weitergeführt und umgesetzt wurden. So wird bereits die Biodiversität an der Lichtwiese durch das Wiesenprojekt und die regelmäßige Schafsbeweidung gefördert.

Am Campus Stadtmitte wurde außerdem im Herbst 2025 die Umgestaltung des alten Kirschbaumplatzes im Rahmen der Initiative „Abpflastern“ fertiggestellt. So ist die Umgestaltung des Platzes an den Maschinenbauhallen ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Gestaltung eines biodiversen, klimaresilienten und nachhaltigen Campus.

Bald blüht's!

Im Frühjahr ist damit zu rechnen, dass die Bäume und die gesäten Wildpflanzen in voller Blüte stehen. Wer bis dahin regelmäßig bei den Maschinenbauhallen vorbeischaut, kann die Belebung der Fläche mitverfolgen!

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Weitere Infos zum Thema?

Im Nachhaltigkeits-Kompass, dem dynamischen Nachhaltigkeitsbericht der TU Darmstadt, finden Sie weitere spannende Projekte und Aktivitäten an der Universität.

Passt zum Bereich Campusgestaltung im Handlungsfeld Betrieb und zum Bereich Gemeinwohl im Handlungsfeld Soziales.