Aktionskunst für Nachhaltigkeit: Ein Rückblick auf den Workshop mit den Radikalen Töchter
04.12.2025 von Hannah Wittmann
Am 14. und 15. Juni fand ein zweitägiger Workshop an der TU Darmstadt in Kooperation mit der Initiative „Radikale Töchter“ statt.
Der Workshop sollte Studierende und Interessierte dazu anregen, Kunst als kraftvolles Werkzeug für gesellschaftliches Engagement und gelebte Nachhaltigkeit zu nutzen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom AStA, dem Gleichstellungsbüro und dem Büro für Nachhaltigkeit organisiert.
Aktionskunst
Aktionskunst ist eine künstlerische Ausdrucksform, die kreatives Potenzial mit diskursivem Anspruch vereint. Sie dient als effektives Instrument zur Bewusstseinsbildung und zur Förderung des gesellschaftlichen Dialogs. Schlüsselmerkmale der Aktionskunst sind vor allem diese drei Aspekte:
- Öffentlicher Raum als Forum: Aktionen finden primär im öffentlichen Raum statt, um direkten und barrierefreien Zugang für die Öffentlichkeit zu schaffen.
- Brücke für den Diskurs: Durch den Einsatz von visuellen Medien, Performances, Filmen und Musik können komplexe politische Themen greifbar gemacht und Diskussionen neu initiiert werden.
- Kollaborativer Ansatz: Aktionskunstwerke entstehen oft in Kooperationen, was Wissensaustausch und Zusammenhalt stärkt.
Aktionskunst dient damit als effektives Instrument zur Bewusstseinsbildung und zur Förderung des gesellschaftlichen Dialogs über relevante politische und soziale Themen.
Radikale Töchter
Die Radikalen Töchter (wird in neuem Tab geöffnet)sind ein bundesweit agierendes Netzwerk und eine Denkfabrik, die sich der politischen Bildung und der Stärkung junger Stimmen widmet. Seit 2019 motiviert die Organisation Jugendliche und junge Erwachsene dazu, aus der Ohnmacht ins Handeln zu kommen. In interaktiven Workshops vermitteln die Radikalen Töchter aktivistische Methoden und regen dabei die Teilnehmenden dazu an, Demokratie und Gleichberechtigung neu zu denken und praktisch umzusetzen.
Eigene Ideen für den Wandel
Der praktische Teil des Workshops fokussierte die Fragen: „Was macht euch wütend? Was macht euch Mut?“
Dazu entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen eigene Aktionskunst-Projekte zu aktuellen Themen. Gearbeitet wurde am Bettelverbot in Darmstadt sowie an der Reflektion von Privilegien und Machtstrukturen im universitären Kontext.
In kürzester Zeit entstanden kreative und durchdachte Ansätze, die direkt in ersten Mockup-Videos dokumentiert und präsentiert wurden. Der Workshop bewies, dass Kunst ein wirkungsvolles Werkzeug ist, um gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben und die politische Teilhabe junger Menschen zu stärken.
Danke
Danke an alle Mitwirkende des Workshop!
Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom AStA, dem Gleichstellungsbüro und dem Büro für Nachhaltigkeit organisiert.