„Starkes Interesse, aktiv an der Weiterentwicklung der TU mitzuwirken“

Projekt „Zuhören. Verstehen. Verändern. TU im Dialog“: Ergebnisse der ersten Befragung sind da

11.12.2025

Die TU Darmstadt hat engagierte und loyale Beschäftigte, die ihre Arbeit gern machen, sich aber zugleich weniger Bürokratie, mehr Transparenz und Anerkennung sowie bessere Führung wünschen: Das geht aus der ersten Mitarbeitendenbefragung im Rahmen des Projekts „Zuhören. Verstehen. Verändern. TU im Dialog“ hervor.

Nach der ersten Welle der Beschäftigtenbefragung im Sommer 2025 liegen nun die Ergebnisse vor. Demnach sind die Mitarbeitenden grundsätzlich positiver Stimmung, mit ihrer Arbeit auf einem guten Niveau zufrieden, und identifizieren sich stark mit der TU Darmstadt. An der Befragung mit dem thematischen Schwerpunkt Zusammenarbeit hatten sich 40 Prozent der 5.129 eingeladenen Beschäftigten der TU Darmstadt beteiligt.

„Mit dieser Rücklaufquote liegt die Beteiligung auf einem erfreulich hohen Niveau“, sagt TU-Kanzler Dr. Martin Lommel. „Dies unterstreicht das starke Interesse der Beschäftigten, aktiv an der Weiterentwicklung der TU Darmstadt mitzuwirken. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihre wertvollen Beiträge!“ Das Präsidium der TU Darmstadt schätze das Potenzial der Befragung sehr und sei entschlossen, die Ergebnisse konstruktiv zu nutzen.

Die teilnehmenden Beschäftigten bewerten die Zusammenarbeit innerhalb der Universität überwiegend positiv: Wertschätzung, Lösungsorientierung und ein kollegiales Miteinander prägen das Gesamtbild. „Dies deutet auf eine grundsätzlich konstruktive und respektvolle Kooperationskultur hin“, erklärt Professor Christian Stecker (Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften), der für die inhaltliche Konzeption und wissenschaftliche Durchführung der Befragung verantwortlich ist. Die Mehrheit der Befragten stimmt zu, dass gute Zusammenarbeit wichtig ist, regelmäßig reflektiert wird und Beiträge anderer Einheiten als hilfreich anerkannt werden. Auch Absprachen werden überwiegend als zuverlässig eingehalten wahrgenommen.

Jedoch besteht laut Auswertung im Bereich der bereichsübergreifenden Kommunikation, Transparenz und Abstimmungsprozesse noch Entwicklungspotenzial, um die Zusammenarbeit zu stärken und die organisationale Vernetzung zu fördern. Viele Beschäftigte wünschen sich eine klarere gemeinsame Orientierung sowie eine stärkere Umsetzung der im Leitbild formulierten Werte im universitären Alltag. Die wahrgenommene Organisations- und Kommunikationskultur wird insgesamt neutral bis leicht positiv bewertet.

Bei Fragen zur organisationalen Bindung zeigte sich eine insgesamt hohe emotionale Verbundenheit mit der TU Darmstadt. Die Beschäftigten identifizieren sich demnach stark mit ihrer Universität, ihre Loyalität basiert vor allem auf persönlicher Identifikation, Fairness und sozialen Beziehungen – weniger auf vertraglichen Zwängen oder fehlenden Alternativen. „Diese intrinsisch motivierte Bindung stellt eine wichtige Stärke unserer Universität dar und bildet eine stabile Grundlage für Engagement und Motivation“, betont Kanzler Lommel.

„Insgesamt ergibt sich das Bild einer Universität mit engagierten, loyalen und identifikationsstarken Beschäftigten, die ihre Arbeit grundsätzlich positiv bewerten, aber zugleich auf strukturelle und kulturelle Herausforderungen hinweisen“, erläutert Professor Stecker. „Besonders deutlich werden die Wünsche nach weniger Bürokratie, klareren Führungsstrukturen, stärkerer Anerkennung und einer offeneren Kommunikationskultur geäußert. Die Ergebnisse der ersten Befragungswelle bilden eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung der TU Darmstadt als moderne, mitarbeiterorientierte Universität.“

Um auf Grundlage der Befragungsergebnisse Maßnahmen zu entwickeln, wird nun in Anlehnung an das Versammlungsformat des Bürger:innenrats ein „TU DialogRaum“ gebildet. Etwa 35 Personen erarbeiten in einem gemeinsamen Workshop auf Einladung des Kanzlers Veränderungsvorschläge. Der Kreis der Teilnehmenden setzt sich zusammen aus etwa 20 aus der Gesamtbelegschaft zufällig ausgelosten Beschäftigten sowie 15 ebenfalls ausgelosten Personen, die zuvor unter der Mailadresse tuimdialog@tu-darmstadt.de aktiv ihr Interesse an einer Beteiligung signalisiert haben. Die Vorschläge des „TU DialogRaums“ werden anschließend mit Betroffenen auf ihre Umsetzbarkeit hin diskutiert und konkretisiert und zur Diskussion sowie zum anschließenden Beschluss ins Präsidium gegeben.

Das Präsidium unter Federführung des Kanzlers hatte das mehrjährige Projekt „Zuhören. Verstehen. Verändern. TU im Dialog“ zum Austausch mit Beschäftigten im Sommer 2025 ins Leben gerufen. Geplant ist eine Reihe von anonymen und vertraulichen Befragungen zu verschiedenen Themen – mit dem Ziel, die TU gemeinsam noch besser zu machen. Als mögliche Themenvorschläge für künftige Erhebungen schlugen Teilnehmende der ersten Welle unter anderem Arbeitsbedingungen und Bürokratie vor.

mih