TU im Dialog: Weichen für konkrete Verbesserungen gestellt

Projekt „Zuhören. Verstehen. Verändern.“ geht in die zweite Runde

22.06.2026

Das Präsidium der TU Darmstadt hat erste Maßnahmen im Rahmen des Beteiligungsprojekts „Zuhören. Verstehen Verändern. TU im Dialog“ beschlossen. Die Maßnahmen basieren auf den Ergebnissen der Befragung aus dem letzten Sommer und den Vorschlägen aus dem „TU-DialogRaum“. Geplant ist unter anderem eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Anerkennung und Feedback sowie Delegation.

Zudem soll eine Kampagne für Wertschätzung und Anerkennung entwickelt werden, möglicherweise im Kontext des Jubiläums zum 150-jährigen Bestehen der TU Darmstadt im kommenden Jahr. Die Ergebnisse der ersten Befragungswelle im Zuge von „Zuhören. Verstehen. Verändern“ 2025 werden zusätzlich zur bereits veröffentlichten kompakten Auswertung auch als Dashboard zur Verfügung stehen, um Interessierten einen tieferen Einblick zu ermöglichen.

Einige Themen und mögliche Maßnahmen, die aus der Befragung oder anschließenden Diskussionen hervorgingen, werden nun in der Institutionelle Evaluation der Zentralen Verwaltung aufgegriffen. Dabei handelt es sich etwa um eine angedachte, KI-gestützte universitätsweite Wissensdatenbank, um Austauschformate zwischen Verwaltung und Wissenschaft sowie das Selbstverständnis der Verwaltung.

Das Präsidium beschloss auch den Start einer zweiten Befragungswelle, die voraussichtlich im Juli 2026 beginnen wird. Darin werden unter anderem Aspekte vertieft, bei denen in der ersten Erhebung Unzufriedenheiten deutlich geworden waren: Arbeitsbedingungen, Bürokratie und Prozesse. Die Bearbeitungsdauer wird – wie von vielen Beteiligten gewünscht – kürzer sein als bei der Auftaktumfrage.

„Die Beschlüsse zeigen, dass wir mit dem Projekt ‚Zuhören. Verstehen. Verändern.‘ einen echten Beitrag zur Entwicklung einer dialogorientierten, beteiligungsoffenen Universitätskultur leisten wollen – mit aktiver Mitgestaltung der Beschäftigten“, betonte TU-Kanzler Dr. Martin Lommel. „Ich lade alle Mitarbeitenden herzlich ein, auch an der zweiten Befragungswelle teilzunehmen. Denn nur wenn wir einander zuhören und einander verstehen, können wir unser Ziel erreichen: die TU gemeinsam noch besser zu machen.“

Projekt ging 2025 an den Start

Das Präsidium unter Federführung des Kanzlers hatte das mehrjährige Projekt „Zuhören. Verstehen. Verändern. TU im Dialog“ zum Austausch mit Beschäftigten 2025 ins Leben gerufen. Geplant ist eine Reihe von anonymen und vertraulichen Befragungen zu verschiedenen Themen – mit dem Ziel, die TU gemeinsam noch besser zu machen.

An der ersten Befragung mit dem thematischen Schwerpunkt Zusammenarbeit hatten sich im vergangenen Jahr 40 Prozent der 5.129 eingeladenen TU-Mitarbeitenden beteiligt. Der Auswertung zufolge sind die Beschäftigten mit ihrer Arbeit auf einem guten Niveau zufrieden und identifizieren sich stark mit der TU. Zugleich zeigten sich auch Verbesserungsmöglichkeiten, aus denen das Projektteam vier Handlungsfelder ableitete: Stärkung der Anerkennungs- und Feedbackkultur, Weiterentwicklung der Führungskompetenzen, Förderung bereichsübergreifender Kommunikation sowie konsequente Umsetzung der universitären Werte.

Auf dieser Grundlage entwickelten rund zufällig ausgeloste 25 Mitarbeitende aller Statusgruppen in einem weiteren partizipativen Format gemeinsam Vorschläge für konkrete Verbesserungsmaßnahmen. In Anlehnung an das Gremium eines Bürger:innenrats diskutierten sie im „TU-DialogRaum“ auf Einladung von Kanzler Lommel über die Befragungsergebnisse und brachten ihre Expertise ein. Ihre Vorschläge wurden nach einer Weiterentwicklung am 16. Juni 2026 dem Präsidium zur Diskussion und zum Beschluss vorgelegt. mih