„Der Ruf der TU Darmstadt hat mir sehr geholfen“

Interview mit TU Darmstadt Alumnus Amit Gajurel

19.10.2021

Amit Gajurel kam 2016 zum TropHEE-Programm an die TU Darmstadt. Heute arbeitet der Alumnus der TU Darmstadt aus Nepal als Doktorand an der University of Nevada Las Vegas. Er sagt, die Zeit in Darmstadt bedeutet ein Riesensprung für seine Karriere.

Amit Gajurel

Wo leben und arbeiten Sie derzeit?

Im Augenblick lebe ich in Las Vegas (USA). Ich bin Doktorand im Fachbereich „Civil and Environmental Engineering and Construction“ [Bau- und Umwelt-Ingenieurwesen] an der University of Nevada Las Vegas. Ich konzentriere mich auf die Erforschung von Desinfektions-Nebenprodukten und verschiedene Techniken zur Wasseraufbereitung.

Sie haben am TropHee-Programm teilgenommen. Warum haben Sie sich die TU Darmstadt für Ihre Forschung ausgesucht?

In Nepal, wo ich herkomme, genießen deutsche Universitäten einen hervorragenden Ruf. Deshalb war es ganz natürlich, dass sie mich fasziniert haben. Außerdem wollte ich gerne Umwelt-Ingenieurwesen mit einem Fokus auf Wasserwirtschaft und -wissenschaft studieren. Als ich vom TropHEE-Programm an der TU Darmstadt erfahren habe, war mir klar: Ich wollte Teil dieses Programms sein. Deshalb habe ich mich für die TU Darmstadt entschieden und konnte im Oktober 2016 im TropHEE-Programm anfangen.

Wie haben Sie Ihre Zeit in Darmstadt erlebt? Was war für Sie besonders?

Meine Zeit an der TU Darmstadt war eine wunderbare Erfahrung. Mein Programm war international, deshalb konnte ich Menschen aus allen Teilen der Welt kennenlernen, davon hätte ich vorher nicht zu träumen gewagt. Ich habe von Leuten aus der ganzen Welt viel über ihre Kulturen und Traditionen gelernt. Wir sind viel herumgereist und haben genossen, was Deutschland und Europa zu bieten haben. Ich vermisse es immer noch, mit meinen Freunden und Freundinnen auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.

Meine Zeit an der TU Darmstadt war eine wunderbare Erfahrung.

Wo haben Sie studiert, bevor Sie nach Deutschland gekommen sind?

Ich bin in einer Stadt nahe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu aufgewachsen. Dort habe ich die weiterführende Schule abgeschlossen. Meinen Bachelor in Civil Engineering [Bauingenieurwesen] habe ich an der Kathmandu University gemacht.

Was war der größte Unterschied zwischen der TU Darmstadt und Ihrer Heimatuniversität?

Wo ich herkomme, ist das Bildungssystem vorwiegend theoretisch, mit nur begrenzten Möglichkeiten zur Forschungs- oder Laborarbeit. Wir gehen im Prinzip in den Kurs, machen unsere wöchentlichen Hausaufgaben, und haben in jedem Kurs mindestens drei Prüfungen pro Semester. An der TU Darmstadt war ich aber meistens im Labor oder in der Bücherei. Das ist für mich der größte Unterschied zwischen meiner Heimatuniversität und der TU. Die TU Darmstadt legt mehr Wert auf eigenverantwortliches Arbeiten.

Inwiefern hat die TU Darmstadt Ihre weitere Karriere beeinflusst?

An der TU Darmstadt anzufangen war ein Riesensprung für meine Karriere. Vieles, was ich dort gelernt habe, ist mir in meinem aktuellen Studium von großem Nutzen. Und ich bin sicher, dass der Ruf der TU Darmstadt mir sehr dabei geholfen hat, meine derzeitigen Möglichkeiten zu realisieren.

An der TU Darmstadt anzufangen war ein Riesensprung für meine Karriere. Vieles, was ich dort gelernt habe, ist mir in meinem aktuellen Studium von großem Nutzen.

Stehen Sie noch in Kontakt mit ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen oder Lehrenden an der TU Darmstadt?

Ja natürlich. Ich habe an der TU Darmstadt viele enge Freundschaften geschlossen. Die sind ein ganz wichtiger Teil meines Lebens. Wir stehen immer noch in Kontakt, treffen uns regelmäßig online und reden darüber, was wir während unserer gemeinsamen Zeit an der TU erlebt haben. Und jedes Mal kommen neue lustige Geschichten ans Licht.

Vielen Dank!

Interview: Astrid Ludwig