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26.09.2017

Hörsaal-Sponsoring startet

Bosch und Software-AG erste Partner

Die TU Darmstadt ermöglicht ab 1. Oktober 2017 Unternehmen erstmals das Sponsoring von zentral verwalteten Hörsälen und Seminarräumen. Ein Teil der Einnahmen fließt in innovative Lehrprojekte.

karo5, zentrales Eingangsgebäude der TU Darmstadt. Bild: Jan-Christoph Hartung

Der Hörsaal C 205 im Piloty-Gebäude im Fachbereich Informatik trägt bis Herbst 2020 offiziell den Namen des strategischen Partners Bosch. Der Hörsaal A 5 im Audimax-Gebäude erhält ebenfalls für drei Jahre den Namen des Darmstädter Unternehmens Software AG. Die beiden Vertragspartner überweisen insgesamt einen mittleren fünfstelligen Betrag pro Jahr an die Universität.

Im „Programm des Präsidiums 2014 bis 2019“ hat sich die TU Darmstadt das Ziel gesetzt, „ein professionelles Fundraising aufzubauen, das für strategische Entwicklungsprojekte zusätzliche Mittel akquiriert“. Denn: „Die Erschließung zusätzlicher Finanzquellen ist für die TU Darmstadt mittelfristig von hoher Bedeutung.“ Im vorigen Jahr entschied das Präsidium auf der Basis einer umfassenden Analyse und Fundraising-Strategie, verschiedene Module umzusetzen – darunter die Einführung von Career Days für Studierende, die in Kontakt mit Unternehmen kommen möchten, sowie das Angebot an ausgewählte Unternehmen, gegen Zahlung fixer Beträge Namensrechte und gewisse Privilegien für Hörsäle und Seminarräume zu erwerben. In der Dekane-Runde berichtete das Präsidium über die einzelnen geplanten Sponsoring-Bausteine. Das Audimax sowie die großen Hörsäle im Hörsaal- und Medienzentrum Lichtwiese bleiben jedoch für Sponsoring tabu – dies beschloss das Präsidium Ende vorigen Jahres.

In den nächsten Wochen werden an den Eingängen zu den beiden gesponserten Hörsälen Tafeln mit dem jeweiligen Unternehmens-Logo angebracht. Die neuen Raumnamen werden auch in das elektronische Vorlesungsverzeichnis TUCaN eingepflegt. Zu Beginn von Lehrveranstaltungen in den Hörsälen wird über den Beamer das Firmen-Logo des Sponsoring-Partners eingeblendet. Ferner werden die neuen Raumbezeichnungen in den Lageplänen der Universität oder in Einladungsschreiben zu Veranstaltungen verwendet. Das Unternehmen darf als weitere Gegenleistung für seine Finanzierung den Raum einmal im Jahr in den Abendstunden für eigene Zwecke nutzen.

Zur Transparenz bezüglich Hörsaal-Sponsoring trägt ein vom Präsidium in Kraft gesetzter interner Leitfaden bei. Die Hörsaal-Partner der Universität werden im jährlichen Rechenschaftsbericht und auf einer TU-Webseite genannt. Die Entscheidung darüber, welcher Raum an Sponsoren vergeben wird, obliegt allein der TU. Die fördernden Unternehmen haben keinen Einfluss auf die Verwendung ihrer Gelder.

Die TU Darmstadt möchte in Zukunft jährlich maximal vier neue Sponsoring-Partner hinzugewinnen. Die Mittel fließen in einen Fonds des Präsidiums, das auch über die Projektförderung entscheidet.

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