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24.05.2018

Seit 50 Jahren verlässliche Partner

TU Darmstadt und die École Centrale de Lyon feiern historisches Jubiläum

Die Partnerschaft zwischen der Technischen Universität Darmstadt und der École Centrale de Lyon (ECL) begann 1968, fünf Jahre nachdem der deutsch-französische Freundschaftsvertrag unterzeichnet wurde, als richtungsweisende Neuerung der akademischen Zusammenarbeit. Zahlreiche Studierende beider Universitäten nutzen die Chancen, die sich durch die enge Zusammenarbeit ergeben – etwa Auslandsaufenthalte und Doppelabschlüsse.

Blick auf den Campus der École Centrale de Lyon. Bild: Frederic Roberjot
Blick auf den Campus der École Centrale de Lyon. Bild: Frederic Roberjot

Die ersten Austauschaufenthalte begannen bereits in den 70er-Jahren. Seitdem haben mehr als 500 Studierende beider Hochschulen an der jeweils anderen Universität studiert.

Seit Anfang der 90er-Jahre nehmen Studierende am Doppeldiplom-Programm zwischen der TU Darmstadt und der École Centrale de Lyon teil, das damals in Europa noch in den Kinderschuhen steckte. 2015 wurde die erste Doppelpromotion an den Maschinenbau-Ingenieur Stéphane Foulard vergeben. Die Erfolgsgeschichte des Doppelabschlusses belegen auch die Absolventenzahlen: Rund 80 Studierende der TU Darmstadt und 120 Absolventen der EC Lyon haben seit Beginn des Programmes 1989/90 einen Doppelabschluss erhalten.

»Auf meine Zeit in Lyon schaue ich noch immer mit großer Freude zurück. Es waren zwei Jahre mit viel Arbeit für das Studium, aber auch toller neuer Erlebnisse. Die ECL bietet neben einem breiten Angebot an Kursen auch eine tolle Gemeinschaft, in der man Freunde fürs Leben finden kann.«
Christian Weinzetl, Doktorand an der Oxford University und Doppeldiplom-Alumnus der TU Darmstadt im Fachbereich Physik

Schnupperbesuch zum Jubiläum

Im Jubiläumsjahr der 50-jährigen Partnerschaft zwischen der ECL und der TU besuchte eine Gruppe von 35 Studierenden Anfang des Jahres die TU. Die angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen sind an ihrer Heimathochschule im ersten Studienjahr und haben die Möglichkeit, für einen Erasmus-Austausch oder einen Doppelabschluss an der TU Darmstadt zu studieren. Viele von ihnen lernen Deutsch. Begleitet wurde die Gruppe von Waltraut Wunder, verantwortlich für die Deutschkurse an der ECL, und Sonja Becker, Erasmus+-Koordinatorin der ECL für Europa.

Auf dem Programm für die französischen Studierenden standen Besuche in allen Fachbereichen der TU Darmstadt, in denen ein Doppelabschluss mit der französischen Ingenieurhochschule möglich ist: Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Physik, Materialwissenschaften, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik. Im Fachbereich Maschinenbau führte Jens Hambach die Besuchergruppe durch die Prozesslernfabrik. Dipl.-Ing. Johannes Sossenheimer, selbst erfolgreicher Absolvent des Double-Degree-Programms mit der ECL und jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter, übernahm die Führung auf Französisch durch die ETA-Fabrik und berichtete den jungen Franzosen und Französinnen von seiner Motivation und seinen Erfahrungen mit dem deutsch-französischen Doppeldiplom.

»Das Doppelstudium an der TU Darmstadt und der ECL hat mir die Möglichkeit gegeben, zwei sehr unterschiedliche Studiensysteme kennenzulernen. Während der Zeit in Frankreich konnte ich sowohl Fachkenntnisse vertiefen, als auch meine Sprachkenntnisse verbessern. Ich kann sehr positiv auf diese Erfahrung zurückblicken!«
Ann Berit Sperling, Doppelabschlussabsolventin der TU im Fachbereich Maschinenbau

Konferenz zur 50-jährigen Partnerschaft zwischen TU Darmstadt und École Centrale de Lyon

Mit einer Konferenz, einem Festakt und einem feierlichen Abendessen wird das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum am 4. Juni in Darmstadt begangen. Aus Lyon wird eine rund 15-köpfige Delegation unter Leitung von Direktor Frank Debouck in die Wissenschaftsstadt kommen.

Zum Auftakt der Feierlichkeiten befasst sich eine öffentliche Konferenz mit Referenten der beiden Partneruniversitäten zum Thema »The Future of European Engineering Education Cooperation«. Die Themen reichen von der unternehmerischen Ausbildung – Entrepreneurial Education – über Studieren im digitalen Zeitalter bis hin zu Herausforderungen für gemeinsame Studienprogramme (Joint Programmes) und bei Kooperationen mit der Industrie.

Eingeladen sind alle Interessierten, insbesondere Professorinnen und Professoren, Studienkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Studierende. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Für den Festakt am Nachmittag konnte die Präsidentin des DAAD, Professorin Margret Wintermantel, als Key-Note-Speakerin gewonnen werden. Während der Konferenz wird auch der Siegerfilm des studentischen Videowettbewerbs zur 50-jährigen Partnerschaft präsentiert.

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