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05.06.2018

Deutsch-französische Freundschaft

TU und École Centrale de Lyon feiern 50 Jahre gemeinsame Erfolgsgeschichte

Die TU Darmstadt hat Frank Debouck, Direktor der École Centrale de Lyon (ECL), mit einer „Ehren-Athene“ als Zeichen „langjähriger Verbundenheit und enger Freundschaft“ ausgezeichnet. Die Würdigung nahm TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel im Rahmen eines Festaktes anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft beider Universitäten vor. Die ECL war 1968 die erste ausländische Hochschule, mit der die TU Darmstadt ein Kooperations-Abkommen schloss.

Bilder: Claus Völker (Konferenz) und Felipe Fernandes (Festakt)

Die Bezeichnung „Trendsetter“ würde das deutsch-französische Duo kaum von sich weisen: 1968 unterzeichnete die damalige Technische Hochschule Darmstadt die Partnerschafts-Urkunde mit der École Centrale de Lyon; Ende der 1980er Jahre entwickelten beide Unis das erste gemeinsame Doppelabschluss-Programm seiner Art in Europa. Rund 80 Studierende der TU Darmstadt und 120 Absolventen der ECL haben seither einen Double Degree erhalten, rund 700 Studierende haben einen Auslandsaufenthalt an der jeweils anderen Universität absolviert. Seit 2010 ist ein Doppelpromotions-Abkommen im Maschinenbau in Kraft, 2015 wurde die erste Doppelpromotion des Ingenieurs Stéphane Foulard gefeiert. Und an einem Joint-Masterprogramm im Bereich Aeronautics arbeiten die Fachbereiche in Lyon und Darmstadt ebenfalls.

Frank Debouck mit „Ehren-Athene“ gewürdigt

Wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen hat Frank Debouck (62), ECL-Präsident seit 2011. „Sie haben sich in herausragender Weise, mit großem persönlichen Engagement und Nachdruck um die Partnerschaft verdient gemacht und viele neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer engen Beziehungen gesetzt“, hob TU-Präsident Prömel anlässlich der Verleihung der Ehren-Athene an seinen Amtskollegen und früheren hochrangigen Manager von Air France hervor.

Inzwischen eröffnen acht Fachbereiche der TU Darmstadt gemeinsam mit der französischen Ingenieur-Hochschule die Chance kombinierter Studienprogramme: Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Physik, Material- und Geowissenschaften, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik. Die Partnerschaft umfasst inzwischen längst auch gemeinsame Forschungsprojekte und den Austausch bei Kooperationen mit der Industrie.

Hintergrund

Anlässlich des Jubiläums fand am 4. Juni auch eine öffentliche Konferenz mit Referenten beider Partneruniversitäten zum Thema „The Future of European Engineering Education Cooperation” statt. Den Hauptvortrag während des Festaktes hielt Professorin Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Am Abend wurde zudem der Siegerfilm des studentischen Videowettbewerbs zur 50-jährigen Partnerschaft präsentiert. Die Feierlichkeiten wurden von der Carlo und Karin Giersch-Stiftung n der TU Darmstadt großzügig unterstützt.

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