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10.10.2018

Verständnis für Finanz-Forderungen der Hochschulen

Politische Debatte über Perspektiven der Wissenschafts- und Hochschulpolitik

Parteienübergreifende Aufgeschlossenheit für die finanziellen Forderungen der hessischen Hochschulen und Vertrauen in deren Innovationskraft, um Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung mit all ihren Chancen und Risiken zu gestalten: Das war der Tenor der Podiumsdiskussion „(Neu)gierig auf morgen? Wie Digitalisierung Wissenschaft und Wirtschaft verändert“, zu der die TU Darmstadt am 9. Oktober Spitzenpolitiker der im Landtag vertretenen Parteien eingeladen hatte.

Bilder: Felipe Fernandes

Zum Auftakt bezog TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel in seinem Impulsvortrag Positionen. Vor rund 170 Zuhörenden lieferten sich Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Bündnis 90/Die Grünen), Karin Wolff, (MdL, CDU), Professorin Tanja Brühl (für die SPD Hessen), Janine Wissler (MdL, Die Linke) und Dr. Matthias Büger (Mitglied des Präsidiums der FDP Hessen) einen argumentativen Schlagabtausch.

Die Podiumsdiskussion war Teil einer Veranstaltungsreihe der hessischen Universitäten im Vorfeld der Landtagswahl, bei der wesentliche Kernforderungen der Universitäten zur Sprache kommen.

Auszüge aus der Rede von TU-Präsident Prömel

"(…) Viele der Zukunftsfragen unserer Zeit betreffen Digitalisierung. Digitalisierung ist Zukunftsthema – in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und natürlich auch in der Politik und Gesellschaft. Digitalisierung begegnet uns im Alltag und in Gesprächen, in Zeitungsartikeln und in Newslettern. Kurzum: Digitalisierung ist in aller Munde, denn Digitalisierung verändert nach und nach unsere Umwelt, unsere Wissenschaft und unsere Wirtschaft. (…) Welche Rolle spielen die hessischen Hochschulen nun bei diesem weitreichenden Wandel? Und: Was brauchen sie dafür?

(…) Die hessischen Universitäten müssen mit ihrer Forschung und Lehre Antworten für das Informationszeitalter geben und junge Menschen mit den notwendigen Kompetenzen ausstatten. Digitalisierung erzeugt stetig neue Fragestellungen. Bereits heute stellen wir an der TU Darmstadt beispielsweise die Fragen nach Blockchain-Technologie, Fragen der Künstlichen Intelligenz, der additiven Fertigung oder Fragen von intelligenten und resilienten Städten. In Zentrum steht dabei die Informatik; doch nicht nur, denn auch andere Fachdisziplinen wirken bei der Beantwortung dieser Fragen maßgeblich mit.

Solch innovative Forschung erfordert Neugier, Mut und Vision. An den Grenzen der Disziplinen entstehen durch Kooperationen neue Ideen. Universitäten und Hochschulen brauchen die Möglichkeit, sich schneller auf die schnell wandelnde Umwelt einzustellen, aktuelle Themen aufzugreifen und mitzugestalten. So können wir unseren Studierenden die Kompetenzen zu vermitteln, die sie in ihrem Alltag von morgen benötigen. So erhalten die zukünftigen IT-Expertinnen und -Experten die Bildung und Ausbildung, die es ihnen erlaubt, zukünftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen mitzugestalten.

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