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02.11.2018

„Alles ist möglich“

Eröffnung des 806qm: Gefeiert wird an gleich zwei Wochenenden

Vier Jahre nach Abriss der Stoeferlehalle gibt es an der Alexanderstraße wieder Grund zum Feiern: Genau dort, wo auf 603qm über zehn Jahre lang das Darmstädter Kulturleben entscheidend geprägt wurde, eröfffnet jetzt das 806qm. Ein Interview mit den Betreibenden.

Im Sommer 2017 gingen bereits auf 221qm Café, Bar und Raum für Kleinkultur erfolgreich an den Start. Nun gehen auch die weiteren 585qm im Untergeschoss des Neubaus in Betrieb.

TU Darmstadt: Was werden die „alten Fans“ des 806qm im 585qm wiedererkennen, was werden sie (vielleicht) vermissen?

Matin Nawabi, AStA der TU Darmstadt: Das spezielle Flair und die Patina der Stoeferlehalle gehören der Vergangenheit an. Auf 806qm wird es viel Neues zu entdecken geben. Neue Räume, neue Architektur, neue Ästhetik, neues Programm. Geblieben sind natürlich Anspruch, Idee und Konzept unseres Projektes.

Dazu gehörte immer der Gedanke, als zentrale Plattform für Kultur und Diskurs in der Wissenschaftsstadt Darmstadt neue Impulse zu setzen und Menschen dazu einzuladen Neues zu erfahren. Das wird sich auch in unserem Kulturangebot auf 806qm widerspiegeln. Und somit wird es auch für alte Gäste trotz der Eröffnung, die einen Neubeginn markiert, Gewohntes zu entdecken geben und hoffentlich wenig Anlass, Altes zu vermissen.

Gefeiert wird zur Eröfffnung gleich an zwei Wochenenden:

Am Samstag, 10. November 2018, treten gleich sechs DJs und DJ-Teams der Darmstädter Szene auf 806qm Diskothek auf und haben Indie-Hits im Gepäck.

Am Samstag, 17. November 2018, wirdes auf 806qm Klub elektronisch: Techno, House und alles dazwischen aus den Plattenkoffern von sieben szenebekannten Darmstädter DJs.

Wie sieht die Programmplanung und -gestaltung aus, was sind Schwerpunkte oder die künstlerische Linie dahinter?

Wir bieten sowohl eine Bühne für spannende Lokalkultur als auch für aufregende nationale und internationale Künstler*innen der zeitgenössischen Pop- und Subkultur. Wir verstehen uns dabei nicht nur als lebendigen Kulturbetrieb, sondern auch als Bindeglied zwischen Universität und Stadt, studentischem und nicht-studentischem Leben. 806qm Kultur in Darmstadt ist Schmelztiegel der städtischen Kulturszene, Plattform für Diskurs und künstlerisches Schaffen sowie Forum für Wissenschaft. Unser Angebot richtet sich an alle: Studierende, Kulturinteressierte, Darmstädter*innen …

Wird es auch ein „Tagesprogramm" wie zum Beispiel früher die Flohmärkte geben?

Mit den erweiterten Möglichkeiten, die sich für uns auf 806qm ergeben, konnten wir bereits jetzt unser Angebot abseits des Abend- und Kulturbetriebs ausweiten. 221qm Café hat sich seit der Eröffnung im Sommer 2017 zu einem bei Studierenden, TU-Angehörigen und Darmstädter*innen beliebten Anlaufpunkt in der Innenstadt, am Campus Stadtmitte der TU Darmstadt entwickelt. Hier trifft man sich in der Mittagspause, zum Austauschen, Lernen oder Brainstorming bei Tapetenwechsel mit Kolleg*innen aus dem Büro. Darüber hinaus wird unser Kulturprogramm bald wieder Raum für Formate wie Flohmärkte sowie Fotografie und Kunst-Ausstellungen geben.

Was schätzen Sie an den neuen Räumen? Bieten sie neue oder andere Möglichkeiten für die Programmgestaltung?

Besonders schätzen wir, dass wir von der TU Darmstadt von Beginn an zentral in die Planungen des Neubaus eingebunden wurden. So konnten die Räume genau auf die Bedürfnisse unseres Kulturbetriebes abgestimmt werden. So freuen wir uns nun über deutlich verbesserte Bedingungen für unsere Arbeit und gleichzeitig auch erweiterte Möglichkeiten für die Programmgestaltung. Architektur und Konzeption bieten verschiedene Optionen zur modularen Nutzung der 806qm: Von einer kleinen, sommerlichen Theateraufführung unter freiem Himmel im Atrium des Tiefhofs, über die öffentlichkeitswirksame Präsentation von Abschlussarbeiten von Studierenden im Foyer bis zu Konzerten mit hunderten Besuchern in unserer großen Halle – alles ist möglich.

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