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09.09.2019

Markt der Möglichkeiten

Tag der Rhein-Main-Universitäten zeigt Vielfalt der Kooperationsprojekte

Vor rund vier Jahren schlossen sich die Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Technische Universität Darmstadt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz zur Strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) zusammen. Nun luden sie zum ersten Tag der RMU ins Frankfurter I.G.-Farben-Haus: Mehr als 250 Besucherinnen und Besucher konnten auf einem Markt der Möglichkeiten entdecken, was die Allianz mittlerweile auf den Weg gebracht hat. Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung stellten 40 Projekte vor, die häufig erst durch Förderung der RMU möglich wurden.

Praktikumsversuch Medizintechnik: Roboter als OP-Assistent

Unermüdlich und zielgenau sticht der Knickarm-Roboter eine Hohlnadel in den weichen Block vor ihm. „Dieser Roboter ist in einem 3D-Drucker entstanden, nur einige Teile mussten wir dazukaufen“, erzählt Prof. Dr. Mario Kupnik, Leiter des Fachgebiets Mess- und Sensortechnik der Technischen Universität Darmstadt. Felix Herbst studiert Elektrotechnik, er hat den robotischen OP-Assistenten im Zuge seiner Bachelor-Arbeit konstruiert. Preiswert sollte er sein, das war eine der Bedingungen, die Herbst zu erfüllen hatte. Tatsächlich hat die Herstellung gerade mal 600 Euro gekostet.

„Dieser Roboter wird nicht im klinischen Alltag zum Einsatz kommen, sondern in unserem neu konzipierten ,Praktikumsversuch Medizintechnik´“, sagt Kupnik. Angeregt wurde dieses innovative Lehrangebot durch die Einführung des Kooperationsstudiengangs Medizintechnik der TU Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt. „Uns war klar, dass es in diesem Zusammenhang besonders wichtig ist, unseren Studierenden praxisnah Kenntnisse im Bereich der Medizinrobotik zu vermitteln.“ Auch Studierende der Elektrotechnik und der Mechatronik werden ab dem kommenden Jahr den Praktikumsversuch durchführen: Das Anwendungsszenario „Automatisierte Nadeleinführung“ wird ihnen Gelegenheit geben, in kleinen Gruppen mit mehreren Robotern zu arbeiten und sie zu programmieren.

„Wir von der Technischen Universität bringen das technische Know-How für dieses Projekt mit“, so Kupnik. Die medizinischen Aspekte bringt Prof. Dr. Dr. Thomas J. Vogl, Direktor des Instituts für Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Frankfurt, in das Projekt ein. Ihre Kooperation wird über den RMU-Initiativfonds Lehre gefördert.

Weitere von der RMU geförderten Projekte, finden Sie auf der Website der Rhein-Main-Universitäten.

Gerd Blase

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