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04.12.2019

Nationales Forschungszentrum Athene

Darmstädter Hochschulen und Fraunhofer treiben Cybersicherheit für Digitalisierung voran

Das „Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit“ hat unter seinem neuen Namen „Athene“ als Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft mit Beteiligung der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt seine Arbeit aufgenommen. Athene ging aus dem Center for Research in Security and Privacy (Crisp) hervor. Anlässlich der Eröffnung besuchten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn das Forschungszentrum.

Wer online ist, ist angreifbar. Je komplexer die Strukturen, desto verletzlicher sind sie. Es ist Aufgabe der Cybersicherheitsforschung, die Risiken zu minimieren, um die Chancen der Digitalisierung besser nutzen zu können. Aus diesem Grund entwickeln Experten des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt unter dem Dach des Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheitsforschung Athene Lösungen für mehr digitale Sicherheit.

Säule der deutschen Cybersicherheitsstrategie

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn erhielten anlässlich der Eröffnung Einblicke in ausgewählte Forschungsergebnisse. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte: „Die Sicherheit von Datennetzen betrifft uns alle im täglichen Leben. Zentrale Infrastrukturen für Stromnetze, Verkehrswege, Krankenhäuser und Verwaltung sind abhängig von sicheren Datennetzen. Unsere technologische Souveränität müssen wir stärken – für die Menschen in unserem Land und für die Wirtschaft. Mit diesem Ziel vor Augen unterstützt die Bundesregierung das nationale Forschungszentrum Athene.“

„Der Ausbau des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit Athene ist für den Forschungsstandort Darmstadt und die Technische Universität Darmstadt ein großer Erfolg“, sagte die Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt, Professorin Tanja Brühl. Damit werde die Kooperation zwischen der TU und Fraunhofer im Bereich Cybersicherheit dauerhaft verstetigt. „Die seit langem bestehende Forschungsexzellenz der TU Darmstadt kann also in Athene gemeinsam weiterentwickelt werden. Dank Athene gibt es keine andere Universität in Europa, die eine größer und besser ausgebaute Cybersicherheit hat als die Technische Universität Darmstadt.“

Europaweit größtes Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheitsforschung

„Wir sind sehr stolz darauf, dass in Darmstadt das europaweit größte Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheitsforschung entstanden ist“, erklärt die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Wir als Landesregierung haben die Sicherheit in der digitalen Welt früh als zentrales Zukunftsthema erkannt und deshalb den Aufbau des Zentrums schon seit 2008 im hessischen Forschungsförderungsprogramm LOEWE massiv unterstützt. Dadurch haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der Bund entschlossen hat, dieses Zentrum in Darmstadt zu unterstützen. Das ist ein Gewinn auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs der beiden beteiligten Hochschulen und damit für den Wissenschaftsstandort Hessen, denn anders als bei den rein außeruniversitären anderen Cybersicherheitszentren ist es uns gelungen, die Hochschulen stark einzubeziehen. Dafür danke ich der Fraunhofer-Gesellschaft und den Hochschulen sehr.“

„Die Hochschule Darmstadt (h_da) arbeitet innerhalb dieses einzigartigen Zentrums sehr gerne daran mit, neueste Erkenntnisse auf dem Feld der angewandten Cybersicherheit in die Gesellschaft zu tragen. Unsere Mitwirkung in diesem bedeutsamen Zentrum ist auch Beleg für die vorzügliche anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die wir an der h_da leisten“, sagte Professor Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt.

Schnell auf Angriffe reagieren

„Cybersicherheit ist ein Grundpfeiler der Digitalisierung. Ohne sie kann die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nicht gelingen“, ergänzte Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Im Forschungszentrum Athene werden wir zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt wirkungsvolle Lösungen erforschen und entwickeln, die dazu beitragen, das Potenzial der Digitalisierung zum Wohle aller umfänglich zu nutzen.“

Das Kooperationsmodell des Forschungszentrums sieht neben der Mitwirkung der Hochschulen in einer Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft agil initiierbare Forschungsvorhaben vor, die es beispielsweise ermöglichen, schnell auf neue Typen von Schwachstellen oder Angriffen auf die Cybersicherheit zu reagieren. Bund und Land planen die Förderung für Athene von aktuell 12,5 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 37 Millionen Euro im Jahr 2026 auszubauen.

Athene/cst

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