Ökostrom_TU

Ökostrom an der TU Darmstadt

Konstrukt aus Baum und Glühbirne.

An der TU Darmstadt wird der Strom zu zwei Dritteln aus Kraft-Wärme-Kopplung im TU-eigenen Blockheizkraftwerk gewonnen. Ein Drittel ihres Stromverbrauchs deckt die Universität durch den Zukauf von Stromenergie bei der HEAG Südhessische Energie AG (HSE). 16 Prozent der von Evonik zugelieferten Stromenergie sind Ökostrom – das wird 2010 noch so bleiben.

Das reicht der TU Darmstadt jedoch noch nicht. Sie möchte den Anteil an Ökostrom in Zukunft in ihrem Energiepaket erhöhen: Künftig soll die zugekaufte Stromenergie zu 100 Prozent Ökostrom bestehen und damit der Anteil des Ökostroms am Gesamtverbrauch der TU Darmstadt auf ein Drittel steigen. Das ist mit jährlichen Mehrkosten von rund 20 000 Euro verbunden. Aus Sicht der TU Darmstadt ist dies jedoch eine Investition, die sich unbedingt lohnt, denn die ressourcenschonende und umweltverträgliche Energiegewinnung muss angesichts zunehmender Umweltverschmutzung und Verknappung fossiler Rohstoffe gefördert werden. Die TU Darmstadt sieht sich hier selbst in einer Vorbildfunktion.

Der Strom, den die TU Darmstadt dann bezieht, ist qualitativ und praktisch gesehen zwar genau der gleiche Strom, den auch jeder Nicht-Ökostromkunde aus der Steckdose bekommt. Schließlich entnimmt auch die TU ihren zugekauften Strom aus dem allgemeinen Stromversorungsnetz. Der springende Punkt bei der Wahl des Ökostromtarifs ist jedoch, dass ein Stromversorger, sofern ein Kunde diesen Tarif wählt, sicherstellen muss, dass genau die Menge Strom aus erneuerbaren Energien in das allgemeine Stromnetz eingespeist, die der Kunde für die Versorgung seiner Institution oder seines Haushalts braucht. Der Versorger ist durch die Wahl des Ökostroms also verpflichtet, mehr in den Ausbau der Erzeugung erneuerbarer Energien zu investieren, um den Strommix, für den seine Kunden bezahlen, auch genau so zur Verfügung stellen zu können.

Was ist Ökostrom eigentlich?