August-Euler-Flugplatz

Der August-Euler-Flugplatz liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und zum größten Teil auch im Naturschutzgebiet. Insbesondere Start- und Landebahn dürfen ausschließlich zu Lehr- und Forschungszwecken genutzt werden.

Folgende vier Fachbereiche und drei Hochschulgruppen nutzen den Flugplatz:

Fachbereich 10 – Biologie

Fachbereich 13 – Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Fachbereich 16 – Maschinenbau

Fachbereich 18 – Elektrotechnik und Informationstechnik

Auch die Hochschulgruppen Akaflieg Darmstadt e.V., TU Darmstadt Racing Team e.V. und die Akademische Motorsportgruppe Darmstadt e.V. nutzen den August-Euler-Flugplatz.

Darüber hinaus können die beiden Seminarräume im Tower-Gebäude sowie die Vorbereitungszone (Hallenvorfeld) eingeschränkt für Veranstaltungen genutzt werden.

Tower-Gebäude

Seminarraum im EG, 66,70 m² (mit Beamer)

Seminarraum im 1. OG, 47,50 m² (mit Beamer), die Tischordnung ist nicht veränderbar

Vorbereitungszone (Hallenvorfeld)

Fläche ca. 120 x 36 Meter

Die Nutzung der Seminarräume richtet sich nach den „Bedingungen für die Vermietung von Räumlichkeiten an der Technischen Universität Darmstadt außerhalb des regulären Lehrbetriebs“.

Für Beratung, Raum-/Freiflächenbuchung und den Abschluss von Nutzungsverträgen ist das Referat IV B zuständig. Wir bitten Sie, Anfragen ausschließlich schriftlich (gerne per E-Mail) und formlos an eine der nebenstehenden Kontaktdaten zu richten.

Die Nutzer des August-Euler-Flugplatzes stellen sich selbst vor:

Die Arbeitsgruppe Chemische Pflanzenökologie (Prof. Dr. Andreas Jürgens) des Fachbereichs Biologie führt seit Mitte der 1990er Jahre auf dem August-Euler-Flugplatz Studien zur Vegetations- und Renaturierungsökologie durch. Unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Schwabe-Kratochwil und Dr. Christian Storm wurden zwei größere Forschungsvorhaben abgeschlossen, die in wesentlichen Teilen auf dem Flugplatz durchgeführt wurden:

1. das BMBF-Projekt „Sandökosysteme im Binnenland: Dynamik und Restitution“ (2000-2003) sowie 2. das E+E-Vorhaben „Ried und Sand: Biotopverbund und Restitution durch extensive Landbewirtschaftung“ (2004-2011).

Im Rahmen dieser Forschungen wurden u.a. folgende Aspekte untersucht: Auswirkungen von Beweidung (Schafe, Esel, Kaninchen), Sukzession und Dynamik von Sandpionierfluren und Steppenrasen, Ökologie der Ausbreitung und Diasporenbank von Pflanzenarten, Störungsökologie, Renaturierungsökologie, Phänologie, Nährstoffökologie, Vegetationsstruktur, Heuschrecken- und Wildbienen-Gemeinschaften sowie biologische Krusten.

Derzeit beschränken sich Folgeuntersuchungen auf ein Monitoring der Beweidungsauswirkungen und andere angewandte Aspekte des Naturschutzes und Pflegemanagements. Dabei wird auf festgelegten Dauerflächen die Vegetationsdynamik mit und ohne Beweidung regelmäßig untersucht.

Ansprechpartner in der Arbeitsgruppe Chemische Pflanzenökologie
ist .

Wer sind wir? PSGD – Physikalische und Satellitengeodäsie in Darmstadt (PSGD)

Das Fachgebiet Physikalische Geodäsie und Satellitengeodäsie im Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften und beschäftigt sich primär mit Fragen der Nutzung von Satellitentechniken und zur Erfassung von Erdfigur, Erdschwerefeld und der zeitlichen Variation der Erd- und Ozeanoberfläche. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Satellitennavigation, GPS, GLONASS und Galileo für Geowissenschaften, Vermessung und Navigation. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anwendung der Satellitenfernerkundung in allen Bereichen des Umweltmonitorings, speziell der Meeresspiegelvariationen im Küstenbereich und Atmosphärenparamter.

Was machen wir?

Mit Satellitennavigationssystemen, wie sie zum Beispiel aus herkömmlichen Autonavigationssystemen bekannt sind, können Punkte auf der Erde vermessen werden. Normalerweise werden dabei Genauigkeiten von einigen Metern erreicht. Mit Hilfe der in der Geodäsie entwickelten Techniken lassen sich Position und Trajektorie eines GPS/Galileo Empfängers jedoch auf wenige Zentimeter genau in Echtzeit bestimmen. Die Navigation mit Hilfe von Satelliten ist allerdings darauf angewiesen, stets Sichtkontakt zu mindestens vier Satelliten zu haben. Unter freiem Himmel ist dies auch kein Problem. Doch bei einer Fahrt durch Häuserschluchten oder gar Tunnels ist es dann oft nicht möglich, seine Position zu bestimmen. Aus diesem Grund werden weitere Sensoren in integrierten Navigationssystemen kombiniert. GPS wird ergänz durch inertiale Sensoren, Beschleunigungsmesser und Kreisel, sowie Laser-Scanner oder Kameras. Integrierte Messsysteme können neben der Position (Beschleunigung → Geschwindigkeit → Weg) auch die Orientierung eines Fahrzeuges im Raum (Kurs-, Roll- und Nickwinkel, die so genannten Eulerwinkel (leider nicht der August Euler!) bestimmen. Ziel der Entwicklung sind In ein Fahrzeug verbaut erhält man ein System, das sehr schnell (mehr als 200 Mal pro Sekunde) die genaue Position (im Bereich weniger Zentimeter), Geschwindigkeit und Orientierung im Raum des Fahrzeugs messen kann.

Was kann man damit machen?

Diese Sensorkombination dient als Grundlage für alle möglichen Aufgaben der bewegten (kinematischen) Vermessung. Zusammen mit Kameras können sehr schnell Straßen und Autobahnen vermessen werden. Aktuell benutzen wir das System mit einem Laserscanner. Damit ist es möglich, während der Fahrt zum Beispiel durch die Innenstadt, hunderttausende Punkte pro Sekunde der Umgebung dreidimensional zu bestimmen, um daraus realistische 3D Modelle ableiten zu können. So entstehen geographische Informationssysteme, Building Information Systems (BIM) oder komplette Stadtmodelle.

Warum benötigen wir den Flugplatz?

Der August Euler Flugplatz bietet uns hervorragende Bedingungen für unsere praktischen Testfahrten. Da wir für Satellitennavigationssysteme eine möglichst freie Sicht zum Himmel benötigen, sind Gebäude oder Vegetation störend. Außerdem können solche Testfahrten normalerweise nicht im öffentlichen Straßenverkehr durchgeführt werden. All diese Voraussetzungen werden auf dem Gelände des Flugplatzes mit seiner großzügigen Verkehrsfläche erfüllt! Daneben ist er eine ideale Fläche für Vermessungsübungen mit unseren Studenten, zur Erprobung neuere kinematische Messverfahren und für längere Messreihen mit Satellitennavigationsgeräten.

Ansprechpartner im Fachgebiet Physikalische Geodäsie und Satellitengeodäsie ist .

Das Institut für Arbeitswissenschaft (IAD) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder setzt sich aus einem interdisziplinär aufgestellten Team zusammen. Insgesamt drei Forschungsgruppen decken ein breites wissenschaftliches Feld ab: Arbeitsorganisation & Kompetenzentwicklung, Arbeitsbewertung & Arbeitsplatzgestaltung, Mensch-Maschine-Interaktion & Mobilität.

Die Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Interaktion und Mobilität befasst sich u.a. mit der Gestaltung der Fahrer-Fahrzeug-Schnittstelle sowie mit Fragen zur Gestaltung der Fahrzeugführungsaufgabe, insbesondere im Hinblick auf die immer weiter voranschreitende Automatisierung der Fahrzeugführung. Dabei werden die Themen Auslegung von Fahrerassistenzsystemen, Fahrerverhaltensanalysen, Sitzkomfortanalysen und die Gestaltung von Bedien- und Anzeigeelementen abgedeckt. Die jeweiligen Untersuchungen finden im Rahmen von Fahrversuchen mit Probanden statt.

Neben dem institutseigenen Fahrsimulator bietet sich für Fahrversuche der August-Euler-Flugplatz als kontrolliertes Feld an. Da es sich um ein abgesperrtes Gelände handelt, sind Fahrten mit neuartigen Fahrzeugsystemen sowie Aufbauten für spezielle Fahrmanöver möglich, die im öffentlichen Straßenverkehr nicht durchführbar sind. Im Hangar werden Versuchsträger und Messaufbauten gelagert. Für eine optimale Versuchsbetreuung vor Ort steht dem IAD ein Büroraum im Towergebäude zur Verfügung.

Ansprechpartner im Institut für Arbeitswissenschaft:

Zum Institut für Arbeitswissenschaft

Das Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZD) forscht an zahlreichen Themen, die nur im Fahrversuch auf einer abgesperrten Teststrecke untersucht werden können. Deshalb ist die Nutzung des August-Euler-Flugplatzes als Testgelände zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und zur Erhöhung von Sicherheit, Funktionalität und Komfort heutiger und künftiger Serien-Fahrzeuge erforderlich.

Aktuell werden vom FZD folgende Themen in Griesheim mit Hilfe von hochaktuellen Messgeräten und Versuchsträgern untersucht:

  • Erprobung eines selbstfahrenden Fahrsimulators zur Untersuchung autonomer Fahrfunktionen
  • Probandenversuche mit einem Tool zur Simulation kritischer Auffahrsituation zur Bewertung der Wirksamkeit von Fahrerwarn- und Notbremssystemen
  • Fahrversuche zur Implementierung des Conduct-by-wire-Konzepts in einen Pkw
  • Bremsversuche zur Berechnung von Reifenkennlinien und zur Querdynamikbewertung
  • Versuche zur Vertikaldynamikbewertung
  • ACC-Versuche, Bremsversuche, Parkversuche, Querdynamikversuche
  • Untersuchung des automatisierten Valet Parkens
  • Identifikation der Reflexionsfähigkeit der Fahrzeuge für Radar-Strahlen, Validierung der Modelle für Kfz-Umfeldsensoren
  • Fahrdynamikversuche zur Parameteridentifikation
  • Konstantfahrten zur Analyse des Schwingungsverhaltens
  • Fahrdynamikversuche (Geradeausbremsen, Kurvenfahrt, Lenkwinkelsprung, Sinuslenken, Schwellenüberfahrten) zur Modellvalidierung
  • Kurvenfahrten bei Niedriggeschwindigkeit zur Berechnung von Fahrzeugkenngrößen anhand fahrdynamischer Daten

Ansprechpartner am Fachgebiet Fahrzeugtechnik:

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Das Fachgebiet Flugsysteme und Regelungstechnik (FSR) arbeitet in der Forschung daran das Fliegen noch sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Aktuelle Forschungsthemen sind Pilotenassistenzsysteme, verbrauchs- und lärmoptimierte Flugverfahren, Unterstützungssysteme für die vorausschauende Flugzeuginstandhaltung sowie unbemannte Flugsysteme. In der Lehre werden zum einen Grundlagenfächer wie Regelungstechnik, Flugleistungen und Flugdynamik angeboten. Zum anderen bietet das FSR eine breite Auswahl von Vertiefungsfächern aus der Systemtechnik an. Dazu gehören die Lehrveranstaltungen Avioniksysteme, Luftverkehrssystem, Navigation und Raumfahrtsysteme.

Der August-Euler-Flugplatz in Griesheim bietet dem FSR die einzigartige Möglichkeit, Flugversuche mit den dort stationierten Motorseglern vom Typ Grob G109b der TU Darmstadt durchzuführen. Das Flugzeug mit der Kennung D-KDTH wurde zu diesem Zweck mit einer umfangreichen Messanlage ausgerüstet. In einer jährlichen Messkampagne werden Flugversuche mit 15 Studierenden der TU Darmstadt unter Anleitung von Fluglehrern durchgeführt. Darüber hinaus werden regelmäßig Flugmessungen im Rahmen von Forschungsprojekten durchgeführt.

Ansprechpartner am Fachgebiet Flugsysteme und Regelungstechnik:

Zum Fachgebiet Flugsysteme und Regelungstechnik

Nutzung für die Lehre

Im Rahmen der Übung zur Vorlesung Mechatronische Systemtechnik (Masterstudiengang) werden Versuchsfahrten mit dem institutseigenen Versuchsfahrzeug am August-Euler-Flugplatz in Griesheim getätigt. Dabei wird das erlernte Wissen aus der Vorlesung, insbesondere die Getriebe- und Motorfunktionalitäten und die Steuergeräteumgebung, am praktischen Beispiel eines mechatronischen Systems (dem Versuchsfahrzeug) in einer Fahrerprobung verinnerlicht und im Realbetrieb veranschaulicht.

Nutzung für die Forschung

Auf dem Flugfeld werden Fahrmanöver gefahren und die Fahrzeugzustände über entsprechende Messsysteme erfasst. Dabei werden während des Betriebs Algorithmen sowohl zur Schätzung dieser Zustände als auch zur Regelung der Antriebsstrangschwingungen getestet, um die Potentiale zur Optimierung der Fahrzeugdynamik auf Basis von mathematischen Modellen zu evaluieren.

Auch neuartige Ansätze zum sogenannten softwarebasierten Leichtbau für Fahrzeugkomponenten werden auf dem Flugplatz untersucht. Bestandteil der Ansätze ist die hochdynamische Belastungsrekonstruktion unter ausschließlicher Verwendung der Sensorik des Serienfahrzeugs und die Echtzeit- und Online-Berechnung von Nutzungsprofilen und Schädigungszuständen. Um die Methoden zu validieren werden die Algorithmen auf Rapid-Prototyping-Systemen implementiert und mit Sensoren verglichen, die für diesen Zweck im Versuchsträger eingebaut sind.

Zum Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau

Das Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik betreibt am August-Euler-Flugplatz mit zwei Motorseglern vom Typ Grob G109b Forschungs- und Lehraktivitäten. Beide Flugzeuge sind gegenüber dem Serienstand modifiziert um die speziellen Anforderungen im Messbetrieb und bei Praktikumsflügen erfüllen zu können.

Nutzung für die Forschung

Bei den Forschungsflügen wird untersucht, wie sich verschiedene Einflussfaktoren unter realen atmosphärischen Bedingungen auf die Umströmung des Flugzeuges auswirken. Einen großen Anteil am Gesamtwiderstand eines Flugzeuges hat der Reibungswiderstand in der Grenzschicht, die sich direkt an der umströmten Oberfläche des Flugzeugs ausbildet. Die Größe des Reibungswiderstands wird maßgeblich von der Lage des Umschlages von der widerstandsärmeren laminaren Grenzschicht zur widerstandsreicheren turbulenten Grenzschicht bestimmt. Die Forschungsaktivitäten des Fachgebiets SLA konzentrieren sich darauf ein besseres Verständnis des laminar-turbulenten Grenzschichtumschlags zu erlangen und Methoden zu entwickeln, die diesen Umschlag zu beeinflussen. Dabei kommen sowohl passive als auch aktive Methoden zum Einsatz.

Nutzung für die Lehre

Neben den Forschungsaktivitäten finden auch Lehraktivitäten am August-Euler-Flugplatz in Form von Bachelor- und Masterarbeiten an den Forschungsprojekten als auch in Form von studentischen Praktika statt. Für studentische Praktika steht die zweite G109b zur Verfügung. Sie ist mit einer speziell für diese Zwecke entwickelten Messausrüstung bestückt und gibt den Studierenden die Möglichkeit das theoretisch erworbene Wissen praktisch umzusetzen.

Ansprechpartner am Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik:

Zum Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik

Das Fachgebiet Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik SAM beschäftigt sich u.a. mit der Entwicklung von passiven und aktiven Systemen zur (idealerweise primären) Lärm- und Schwingungsminderung und mit der Analsyse und Bewertung der Zuverlässigkeit solcher Systeme. Diese Systeme werden sehr häufig auch im Fahrwerk, zur Aggregatelagerung, an der Karosserie oder im Innenraum von Fahrzeugen eingesetzt. Versuchsfahrten auf dem August-Euler-Flugplatz ermöglichen die Überprüfung der Wirksamkeit und die Optimierung derartiger Systeme im Hinblick auf ihre Effektivität und Zuverlässigkeit.

Ansprechpartner am Fachgebiet SAM:

Zum Fachgebiet Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik

Fahrzeugantriebe befinden sich in einem grundlegenden Wandel. Der Fokus der Entwicklungen liegt heute sehr stark auf den Themenbereichen Verbrauchs- und Emissionsreduktion sowie Nutzung alternativer Kraftstoffe zur Darstellung eines nachhaltigen Betriebs. Das Fachgebiet Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe treibt diese Entwicklungen durch eigene Forschungsarbeiten an. Die frühzeitige Konzentration der Arbeiten auf hybride Antriebe ist ein Beispiel; ein weiteres sind die langjährigen Untersuchungen im Bereich der synthetischen Kraftstoffe, der sog. Elektro-Fuels. Diese Themen werden immer in Hinblick auf eine Optimierung der Abgasreinigung betrachtet. Bereits weit vor der gesetzlichen Manifestierung wurden hierbei die mobilen Messungen von Emissionen und Partikeln unter Realfahrtbedingungen in die Entwicklungen einbezogen. Daher sind für das Fachgebiet nicht nur Prüfstandversuche relevant, sondern immer auch Fahrzeugmessungen. Diese werden teilweise unter den Randbedingungen des öffentlichen Straßenverkehrs, in besonderen Fällen aber auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Hierbei ist die Nutzung des Flughafens als abgeschlossenes Versuchsgelände von besonderem Vorteil.

Ansprechpartner im Institut VKM:

Zum Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe

Am Fachgebiet Regelungstechnik und Mechatronik beschäftigen wir uns neben der Lehre in der Forschung mit Fragen der Modellbildung und Automatisierung komplexer dynamischer Systeme und sind somit ein Kooperationpartner auf allen Gebieten der modernen Regelungs- und Steuerungstechnik. Im Rahmen von Kooperationsprojekten mit der Continental AG und der Robert Bosch GmbH nutzen wir bzw. das Fachgebiet Regelungstechnik und Prozessautomatisierung seit 2002 den August-Euler-Flugplatz für zahlreiche Fahrversuche.

Im Bereich des automatisierten Fahrens wurden in Kooperation mit der Continental AG universitätsübergreifend die Projekte PRORETA 1 (Notausweichen), PRORETA 2 (Überholassistent) und PRORETA 3 (Hochautomatisiertes Fahren) durchgeführt. Gemeinsam mit der Robert Bosch AG untersuchten wir automatisierte Fahrstreifenwechsel mit Umfeldfahrzeugen. Die Startbahn diente hierbei als Autobahnnachbildung.

Darüber hinaus wird der August-Euler-Flugplatz für Fahrversuche im Zusammenhang mit unseren Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Fahrdynamikregelung genutzt. Hierzu und für automatisiertes Fahren eignet sich der Flugplatz aufgrund der vorhandenen Fahrbahnmarkierungen, den Kreuzungen und mobilen Baustellenwänden um realistische Szenarien aus Überland- und Stadtfahrten nachstellen zu können.

Ansprechpartner am Fachgebiet Regelungstechnik und Mechatronik:

Zum Fachgebiet Regelungstechnik und Mechatronik

Das Fachgebiet Lichttechnik nutzt den August-Euler-Flugplatz in der Regel in den Dunkelstunden, um verschiedene lichttechnische Untersuchungen im Automobilbereich durchzuführen. Im Fokus der Untersuchungen stehen alle lichttechnischen Einrichtungen an Fahrzeugen, seien es die Front-, die Heck- oder die Innenraumbeleuchtung.

Lichttechnische Tests sind nur dann reproduzierbar durchführbar, wenn sie in einer Umgebung durchgeführt werden können, welche kontrollierte Bedingungen ermöglicht. Der August-Euler Flugplatz in Griesheim bietet hier nahezu ideale Voraussetzungen. Die Start- und Landebahn kann mit ihrer Länge von 1200 m hervorragend für Detektions- und Blendungstests für neuartige Lichtsysteme genutzt werden.

Um zu messen, wie beispielsweise die Sichtweite durch neue Scheinwerfer(-technologien) erhöht werden kann, werden am Straßenrand verschiedene Detektionsobjekte aufgestellt. Unter Variation der Lichtverteilung wird dann ermittelt, in welchen Entfernungen Probanden diese Objekte erkennen. Um das Blendungspotential von Frontscheinwerfern und Heckleuchten beurteilen und messen zu können, werden verschiedene Verkehrssituationen realitätsnah nachgestellt. Dabei werden relevante lichttechnische Größen messtechnisch und anhand von Probandenbewertungen erfasst.

Die Untersuchungen bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Lichtsysteme an Kraftfahrzeugen im Sinne der Verkehrssicherheit. Die Ergebnisse fließen in aktuelle Entwicklungen ein und bilden nicht selten die Grundlage für die lichttechnische Normungsarbeit.

Ansprechpartner am Fachgebiet Lichttechnik:

Zum Fachgebiet Lichttechnik

Unter dem Motto „Forschen, Bauen, Fliegen“ entstehen in der Akaflieg Darmstadt seit 1920 neuartige Segelflugzeuge. Die Akaflieg ist eine Hochschulgruppe der TU Darmstadt. Ihre Mitglieder sind Studenten, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen: das Fliegen.

Eines der derzeitigen Projekte steht kurz vor dem Abschluss: die D-43, ein doppelsitziges Segelflugzeug. Nach ihrem Erstflug im Oktober 2014 befindet sie sich nun in der Flugerprobung.

Mit der Entwicklung eines neuen Prototypen, der D-45, wurde bereits begonnen. Im Zuge der Konstruktion werden in der Akaflieg auch regelmäßig Bachelor- und Masterarbeiten geschrieben: eine besondere Möglichkeit, Theorie und Praxis zu verbinden.

Flugzeuge entstehen nicht nur auf dem Papier – wird ein Prototyp gebaut, wird er auch geflogen. Für alle Mitglieder besteht daher sogar die Möglichkeit, über die Akaflieg ihren Flugschein zu erwerben.

Zur Homepage Akaflieg.

Die „Akademische Motorsportgruppe Darmstadt e.V.“, eine Hochschulgruppe der TU Darmstadt, wurde Anfang 2015 gegründet und besteht aktuell aus rund 30 Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen. AMDA nimmt am internationalen Hochschulkonstruktionswettbewerb Formula Student Combustion teil, bei dem Teams von verschiedenen Hochschulen einen einsitzigen Formelrennwagen entwickeln, bauen und testen. Dafür setzt der Verein bei seinem Erstjahresfahrzeug in der Saison 2017 u.a. auf einen Einzylindermotor und Stahlgitterrohrrahmen mit modularer Antriebsplattform. Dies ermöglicht einen schnellen Ausbau und Reparatur, um die Testzeit zu erhöhen. Der Grundstein für dieses Fahrzeug wurde bereits in der Saison 2016 gelegt.

AMDA strebt ein zuverlässiges Gesamtkonzept an, um in allen Teildisziplinen des Wettbewerbs, die die verschiedene Eigenschaften des Fahrzeugs prüfen, erfolgreich zu sein. Um dies sicherzustellen und das Potential des Rennwagens auszunutzen, müssen die entwickelten Komponenten getestet werden. Zielorientierte Bedingungen für diese Tests findet das Team auf dem August-Euler-Flugplatz der TU Darmstadt in Griesheim. Die weitläufigen Flächen eignen sich hervorragend, um unterschiedliche Fahrversuche unter wettbewerbsnahen Bedingungen durchzuführen.

Zur Akademischen Motorsportgruppe Darmstadt

https://dart-racing.de/