Globale Energiekrise? Wir TUn etwas.

Die Entwicklungen im Bereich der Energieversorgung sehen alles andere als rosig aus. Ein Grund mehr für uns an der TU Darmstadt, möglichst viel Energie zu sparen und in alternativer Energieversorgung zu denken und zu investieren. Der Faktor Mensch spielt dabei neben smarter Technik eine entscheidende Rolle: Das Nutzer*innenverhalten von rund 5.000 Mitarbeitenden und 25.000 Studierenden trägt entscheidend zur Energiegesamtbilanz der Universität bei. Mit diesem Themenspezial möchten wir alle TU-Angehörigen dabei unterstützen, unseren Energieverbrauch zu verringern – mit Tipps & Infos sowie Einblicken in den TU-Betrieb.

Energiesparpaket des Landes Hessen

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise hat die hessische Regierung Ende Juli ein Energiesparpaket für die Landesverwaltung vorgestellt. (wird in neuem Tab geöffnet)

Durch das Energiesparpaket (wird in neuem Tab geöffnet) soll eine deutliche Reduzierung des Wärme- und Stromverbrauchs der Landesverwaltung erreicht werden. Es umfasst kurz- und mittelfristige Maßnahmen sowie ein Monitoring.

Bild: Kirsten Freier

Mitmachen – mein Beitrag.

„Zur Mittagspause setze ich meinen Laptop und meinen zusätzlichen Bildschirm in den Ruhezustand. So spare ich Strom, kann aber zügig weiterarbeiten, wenn ich zurück bin. Mit der eingesparten Energie könnte ich mir auf das Jahr hochgerechnet über 1.000 Tassen Kaffee kochen.“ Hanna Richter, Dezernat V G

So einfach geht's: 15 Tipps zum Energiesparen

  1. Einstellungen am Computer ändern: Helligkeit etwas reduzieren, die Augen gewöhnen sich schnell um.
  1. Lesezeichen setzen, also häufig besuchte Seiten mit Bookmarks versehen, denn jede Suchmaschinen-Anfrage lässt weltweit Server auf Hochtouren laufen und dabei Strom verbrauchen! Und nutzen Sie wenn möglich alternative Suchmaschinen, zum Beispiel Ecosia. Hier werden Aufforstungsprojekte initiiert und mit jedem Klick unterstützt.
  1. E-Mail-Anhänge vermeiden, besser Dokumente auf dem Server oder der Hessenbox ablegen und nur die Verlinkung zum Dokument versenden.
  1. Ist immer eine Video-Konferenz nötig oder reicht nicht auch ein klassisches Telefonat? Absprachen klappen oft auch hervorragend ohne Face-to-Face-Gespräch und sparen jede Menge kWh.
  1. Jetzt in Ihrer Abteilung oder Arbeitsgruppe die Leuchtmittel überprüfen: Sind wirklich überall Strom sparende LED-Leuchtmittel verwendet oder werden am Arbeitsplatz noch Stromfresser mit Halogenleuchten eingesetzt? Besprechen Sie Lösungen im Team und mit ihren Vorgesetzten und kontaktieren Sie zuständige Personen (beispielsweise Hausmeister oder Sekretariate).
  1. Durchgehende Beleuchtung in Büros, Fluren und Treppenhäusern? Schalten Sie Lichter beim Verlassen der Räume sowie in den Fluren und Treppenhäusern nach Möglichkeit aus.
  1. Elektrische Geräte ausschalten oder abschaffen: Benötige ich den zweiten Bildschirm wirklich? Was ist mit dem Drucker – kann man diesen mit anderen Kolleg*innen teilen und so auf einige Geräte verzichten? Und wie sieht es mit dem Kühlschrank aus – wird er benötigt oder ist er leer und kann abgeschaltet werden? Können dezentrale Server ausgeschaltet werden, wenn sie nicht in Benutzung sind? Verschaffen Sie sich einen Überblick und besprechen Sie sich im Team und mit Vorgesetzten.
  1. Nutzen Sie den Geschirrspüler nur bei voller Beladung, das spart zusätzliche Spülgänge. Wenn notwendig, kennzeichnen Sie, dass der Geschirrspüler in Betrieb oder sauber ist und ausgeräumt werden möchte. Nutzen Sie ein Energiesparprogramm oder das Gläser-/Tassenprogramm, sofern vorhanden.
  1. Ventilatoren oder Klimaanlagen verbrauchen sehr viel Strom. Wo lässt sich ihr Einsatz vermeiden? Können Sie eventuell für Durchzug sorgen? Oder den Ventilator nur auf niedrigster Stufe laufen lassen?
  1. Fensterläden und Rollos: Früh morgens kräftig durchlüften und nochmal kühle Luft in die Räume lassen, anschließend Fenster samt Fensterläden oder Rollos schließen und die Sonne aussperren. Und … am besten schon abends die Rollos mit Ostausrichtung schließen.
  1. Die Kaffeemaschine muss nicht den ganzen Tag arbeitsbereit sein – mit den Kolleg*innen abzusprechen, wann die besten Kaffeezeiten sind, kann ein gutes Ritual werden.
  1. Steckerleisten mit Kippschalter helfen auch beim Sparen und ermöglichen schnelle Abschiede beim Verlassen des Büros, auch bei Pausen!
  1. Nicht vergessen: Computer inkl. Bildschirme ausschalten, wenn das Büro für längere Zeit verlassen wird. Auch der Ruhemodus erfüllt diese Funktion, ermöglicht aber wieder schnellen Zugriff bei der Wiederkehr aus der Pause.
  1. Treppen gehen und denjenigen die Nutzung des Aufzugs überlassen, die nicht anders können. Bewegung zwischendurch tut dem Kreislauf gut und spart sehr viel Strom.
  1. Regelmäßig gemeinsame Rundgänge durch Labore, Werkstätten und Versuchshallen und dabei schauen, wo und wie sich Energie einsparen lässt, z.B. Maschinenlaufzeiten minimiert werden können, bringt richtig viel. Eine Sichtung und Auswertung fördern an dieser Stelle das individuelle Potential ans Tageslicht. Nach internen Rücksprachen sollten Maßnahmen dann natürlich auch von allen (!) umgesetzt werden.

…noch mehr Energiespar-Tipps für's Büro & Zuhause

Manfred Efinger,
Kanzler der TU Darmstadt

Eine Gewohnheitsänderung aller ca. 30.000 TU-Angehörigen ist der Beginn einer Veränderung über die TU hinaus. Lassen Sie uns alle noch heute anfangen!

Bild: Felipe Fernandes

Förderung & Unterstützung für Ihr Zuhause

Wussten Sie schon, …

…, dass die Stadt Darmstadt (wird in neuem Tab geöffnet) sowohl kleine als auch große Photovoltaik-Anlagen für Privathaushalte aber auch Unternehmen fördert?

…, dass Sie sich ein Strommessgerät bei der Verbraucherzentrale Hessen (wird in neuem Tab geöffnet) leihen können, um den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte zu prüfen? Darüber hinaus können Sie sich dort auch beraten lassen.

…, dass sie eine kostenlose Initialberatung als Eigentümer*in von Wohngebäuden in Darmstadt in Anspruch nehmen können? Infos dazu finden sie unter Modernisierungskonvoi 2022 (wird in neuem Tab geöffnet).

Das TUn wir im Betrieb – eine Projektauswahl

Für einen klimabewussten und intelligenten Umgang mit den gegebenen Ressourcen geht die TU Darmstadt bereits seit einigen Jahren neue Wege. Die Anfänge einer großflächigen Nutzung des Regenwassers am Campus Lichtwiese gehen sogar bis 1993 zurück. Wir stellen drei Projekte für eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Campusbewirtschaftung vor, die zum Teil bereits Alltag an der TU sind.

Und gemeinsam TUn wir noch viel mehr:

Im Nachhaltigkeits-Kompass, dem dynamischen Nachhaltigkeitsbericht der TU Darmstadt, finden Sie weitere spannende Projekte und Aktivitäten zum Thema im Handlungsfeld Wissenschaft und Betrieb.

Zu den Handlungsfeldern Wissenschaft & Betrieb (wird in neuem Tab geöffnet)